
Image attribution: Cortega9, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Wenn ihr euch dafür interessiert, wo meine Blogpost herkommen, dann solltet ihr euch meine Leseliste anschauen. Durch die gehe ich jeden Tag nach neuen Beiträgen.
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https://buggisch.wordpress.com/2026/02/15/wie-man-social-media-kapert-und-kommunikation-zerstort/
Christian Buggisch schreibt einen interessanten Artikel über die Eskalation in den sozialen Medien über einen relativ lokalen Vorfall beim Kommunalwahlkampf in Bayern, der sich dann aufbauscht und weiter über den lokalen Rahmen hinausgeht.
Bald sind Kommunalwahlen in Bayern, auch in meiner Heimatstadt Erlangen und auch im kleinen benachbarten Adelsdorf, einer freundlichen Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern, fernab der großen Politik und ihrer Verwerfungen. Doch auch hier passieren unschöne Dinge, und so brannte dort kürzlich ein Wahlplakat der SPD-Kandidatin fürs Landratsamt. Die Feuerwehr kam, löschte und machte schnell noch ein Foto, das bald in sozialen Medien zu finden war.
Um in sozialen Medien erfolgreich zu sein, setzen rechte Akteure nicht zwingend auf Bots oder automatisierte Manipulation, sondern oft auf organisierte menschliche Aktivität. Politisch hoch motivierte Anhänger agieren in lose geknüpften Netzwerken, greifen Inhalte schnell auf, setzen früh Deutungsrahmen und stabilisieren diese durch Wiederholung. Die Koordination erfolgt häufig informell zum Beispiel über Messenger oder parteinahe Gruppen.
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https://holyfruitsalad.blogspot.com/2026/02/der-dummste-schwachsinn.html
Aus aus der Politik kommt immer mehr die Forderung nach einem Social Media Verbot für Jugendliche und Kinder. Insofern passt das ein wenig zu dem obigen Artikel. Creezy steht dieser Forderung skeptisch gegenüber und meint:
Dieses Verbot würde lediglich bedeuten, dass man Kindern versagt, frühzeitig kompetent in die Nutzung des Internets eingeführt zu werden, damit sie hier so früh wie möglich umfassende Kompetenz aufbauen können. Weil man selber technische wie auch inhaltliche Zusammenhänge nicht begreift – und schon mal gar nicht Geld in die Hand nehmen möchte, um Kindern das Wissen womöglich in Schulen zu vermitteln (für mich heute absolutes Pflichtfach) –, geht man lieber den bequemen Weg: Ein Verbot muss her.
Die Alternative liegt in der Ausbildung von Medienkompetenz bei den Kindern und Jugendlichen. Aber das kostet Geld und braucht Ahnung.
Aber ganz vorne dabei sehe ich die Schulen in der Pflicht. Es braucht Lehrer*innen, die – zwingend – weitergebildet gehören in dem Thema. Die darin Kompetenz erlangen müssen – egal, ob sie es interessiert. Immer noch ist an viel zu vielen Schulen das Thema Internet, Smartphone, Computer bei den Lehrern verankert, die sich dafür interessieren. Das genau reicht eben nicht mehr! Da dürfen sich heute immer noch viel zu viele Lehrkräfte wegducken.
Und: Es braucht Investitionen. Aber die schieben CDU/CSU und SPD ja lieber den reichen Lobbyorganisationen auf das Konto, anstatt in unsere Zukunft zu investieren.
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Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons
Ja ich weiß, Buddenbohm noch einmal. Liegt aber daran, dass ich fast 40 Jahre in Hamburg gelebt habe und die Stadt glaube ein wenig zu kennen. Zumindest zur Zeit bis 2000. Zu dieser Zeit war für mich der Kirchturm von Sankt Jacobi, ein wenig ein Fremdkörper in der Stadt. Den von Sankt Nikolai habe ich hier mit der Stadt in Verbindung gebracht, da es sich eigentlich um ein Denkmal des zweiten Weltkrieg handelt. Nun sollte Kupferform von Sankt Jakobi zerstört werden. Max Boom hat einige kluge Gedanken dazu, geht aber wiederum auf die vielen Leute, die alles besser wissen.
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https://www.coldheat.de/2026/02/beobachtungen-aus-dem-wartezimmer
Ich kenne Wartezimmer und die Wartezeiten ganz gut. Die Beschreibung hier trifft es, obwohl eigentlich gar nicht um das Wartezimmer geht, sondern wieder einmal um die Nutzung von Smartphones und Social Media. Trotzdem lesenswert.
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https://www.spiegel.de/panorama/azubis-aus-vietnam-kamen-nach-thueringen-und-wurden-arbeitslos-sachen-packen-raus-a-389ea9ec-47b1-4383-ad1a-9b237c5b385b
Diesen Artikel muss ich etwas zwischen schieben, auch wenn er nicht so richtig was mit Blogs zu tun hat.
Es dreht sich dabei, um die Behandlung von vietnamesischen Auszubildenden in der Pflege, und das in Altenburg in Thüringen. Das sind schlimme Zustände und ich frage mich, ob es da irgendeinen Zusammenhang mit den vietnamesischen, “Fremdarbeitern”in der DDR gibt. Damals sind viele Vietnamesen nach Deutschland geholt worden und es muss schon die Verbindungen geben, die das ermöglicht haben. Vielleicht bestehen die doch immer.
Es ist ja auch so, dass die Vietnamesen nach der Wiedervereinigung sicher etwas hängen gelassen wurden. Ich erinnere mich, wie sie um 2000 in den Straßen von Berlin präsent waren und Schmuggelzigaretten verkauft hatten. Das Geschäft war dann vorbei mit dem Beitritt Polens zu EU. Seitdem wären die Bustouren für neun Euro zu den Namen Polenmärkten angeboten von Berlin. Über die Situation der Vietnamesen in Nagelstudios hatte ich ja schon geschrieben. Vielleicht ist das Ganze ein Problem, was unter dem Radar bleibt, aber größer ist, als es scheint.
https://steady.page/de/nminkmar/posts/273d6a08-b358-4d68-8c24-2adc44ec4e20
Nils Minkmar schreibt in seinem wöchentlichen Newsletter über Epstein und das Verhältnis zwischen Schuld und Sühne in diesem Fall.
Dieses Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die Entkopplung von Schuld und Verantwortung.
Im ersten großen Krieg der Nullerjahre, dem Feldzug der USA im Irak und seinem Vorläufer, dem Einmarsch in Afghanistan, sind schwere Kriegsverbrechen geschehen, sogar der Kriegsgrund der amerikanischen Regierung für das Vorgehen gegen Saddam war gelogen. Es wurde gebombt und gefoltert, ohne die mindeste Rücksichtsnahme und weit über jede militärische Notwendigkeit hinaus. Das wurde zum Glück von Medien aufgedeckt – doch nie juristisch aufgearbeitet – ein schweres Versäumnis des Westens.
In der einige Jahre darauf folgenden Bankenkrise ging es weiter: Die Steuerzahlerinnen verhinderten den Kollaps der Finanzwelt, aber die Verursacher des Schlamassels blieben juristisch unbehelligt
Danach besteht das von der römischen Elite entwickelte Programm der Sorge um sich in einer regelrechten Lebenskunst, die Philosophie nicht als Theorie, sondern als tägliche Praxis organisiert: Der freie Mensch soll an sich arbeiten, um sich als moralisches Subjekt zu formen—durch Übungen der Aufmerksamkeit und Selbstprüfung, Lektüre und Schreiben (Notizbücher, Briefe), Gespräche mit einem Lehrer oder Freund, sowie asketische Übungen. wie Gedankendisziplin, Vorbereitung auf Unheil, Maßhalten in Lust, Essen, Schlaf, und Körperpflege.
Ziel war nicht eine verbietende Moral, sondern eine kontrollierte, rationale Führung der eigenen Begierden und Affekte, damit Freiheit als Selbstbeherrschung möglich wird: Wer sich regieren kann, kann auch Haushalt und Polis regieren; die Ethik der Selbstführung wurde so zur Grundlage politischer Handlungsfähigkeit.
Eine solche philosophische Vorbereitung auf mögliche Funktionen in der Gemeinschaft oder die Rolle als Bürgerin und Bürger einer Republik – das ist in unserer Gegenwart schlicht nicht vorgesehen. Darum gibt es ganz oben immer wieder Männer und Frauen, die alles haben und dennoch so völlig verwahrlosen. Kompetenzen in BWL und Informatik sind eben nicht alles.
http://aufildesmots.biz/2026/02/mimosen-outdoor/
Dieser Beitrag ist speziell für Hanna. Wir waren sehr häufig mit Freunden bei Michael in der Wohnung in Hendaye Plage der französischen Atlantikküste direkt an der spanischen Grenze. In diesem Ort gibt es eine Straße mit dem Namen Avenue de Mimosas. Leider war es uns nicht möglich, diese Straße irgendwann einmal in Blüte zu sehen, obwohl Hanna es sich häufig gewünscht hat. Deshalb dieser Eindruck von der französischen Mittelmeerküste.
Ja Axels Früchtekuchen essen wir jeden Tag als Nachtisch und die tollen Salate und Gemüse vom Markt sind auch eine…