Gegenwärtiges und Vergangenes

Schlagwort: #familie #grosseltern #grossvater

Zweite Adventswoche

Am Montag war ich beim Arzt wegen des meiner Ansicht nach zu niedrigen Blutdrucks. Unter Arzt hat alle Blutdruckmedikamente abgesetzt. Der Arzt, der mir die ersten Mittel verschrieben, hat, gesagt, dass das im Alter dann plötzlich normalisieren könne und jetzt scheint es soweit zu sein. Danach war ich im Laden von Gut Kerkow und habe Blut- und Leberwurst gekauft, die wir dann mit Sauerkraut und Kartoffeln zwei Tage lang gegessen haben. Laut Hanna und auch meiner Meinung nach waren das die besten, die wir bisher probiert hatten.

Am Dienstag habe ich länger geschlafen als die Tage zuvor. Allerdings waren die Blutdruckwerte noch immer sehr niedrig. Bei meiner morgendlichen Reise durch das Internet stolperte ich über einen interessanten Trailer zu einem Film über modernen Flamenco. Sehr faszinierend. Der volle Film ist verfügbar auf Amazon Prime aber das kann ich mir nicht anschauen. Ich habe im Frühjahr mein Prime Abo gecancelt, jemanden wie Jeff Bezos als bester Buddy und Donald Trump und nach seinem Umgang mit der Washington Post kann ich einfach nicht unterstützen. HannagGing es nicht so gut an dem Tag. Ich hatte dann einige Zeit, mich am Computer umzusehen. Und ich habe mich entschlossen, aus einigen Gründen noch ein Abo bei Disney+ abzuschließen.

Am Mittwoch begann sich meine Blutdruckwerte zu normalisieren, die Maßnahme scheint zu wirken.

Ansonsten war nix besonderes los in der Woche. Doch, ich hatte noch Rücksprache mit Hanna eine Kasserolle bestell, die auch kam nach der üblichen Verschiebung durch DHL. Leider stellte sie sich nicht nur als zu klein heraus, sondern auch als identisch zu einer, die wir schon besitzen. Das wird dann also die zweite Rücksendung innerhalb weniger Tage, etwas, was ich praktisch nie mache. Bei der ersten ging es um ein USB C Dock, was entgegen der Beschreibung kein USB C Anschluss hatte. Die Ersatzbestellung kam allerdings schon innerhalb der Woche und funktioniert, sogar besser als das wackelige Ding, was ich bisher hatte.

Außerdem hat eine Tastatur den Geist aufgegeben. Und was soll ich sagen, die Lieferung des Ersatzes war für Samstag zwischen 13 und 14:00 Uhr angekündigt. Und dann hat DHL zeitnah gesagt, sie schaffen es nicht mit der Lieferung. Man muss also zu dieser Jahreszeit auf die angekündigten Liefertermine mindestens ein oder zwei Tage drauflegen.

Mein anderer Großvater

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Jagdgut Pait

Über meinen Großvater väterlicherseits weiß ich noch weniger als über den Vater meiner Mutter.

Er wurde in welchem Jahr auch immer und wo auch immer geboren. Was ich weiß, dass er in Pait in Ostpreußen wohl auf einem Jagdgut (Beschreibung in der Wikipedia) von Hermann Göring als Waldarbeiter gearbeitet hatte. Mit Martha hat er dann meinen Vater im Jahr 1927 gezeugt. Martha starb sehr früh Anfang der Fünfzigerjahre, an sie habe ich gar keine Erinnerung.

Wie den jüngsten Bruder meines Vaters verschlug es ihn nach Hagen in Westfalen. Es schien ihm dort. einigermaßen gut zu gehen, außer Martha hat er zwei weitere Ehefrauen überlebt und starb irgendwann in seinen neunziger Lebensjahren.

Zuletzt allein lebte er allein in einer Wohnung und wurde durch Essen auf Räder versorgt. Ich erinnere mich nur an seinen starken ostpreußischen Akzent. Und an seine Liebe zu Kartoffeln, denn mit jedem Essen auf Rädern, egal was es gab, bestellte er eine Portion Kartoffeln.

Nur nebenbei, mein Onkel, sein jüngster Sohn, war Bierfahrer bei der Sankt Andreas Brauerei, die jetzt zum Oetkers Konzern gehört. Der Onkel hatte drei Kinder, Einen Sohn und zwei Töchter. Der Sohn war Torwart in einem Verein der zweiten Bundesliga. Eine der Töchter  habe ich in den neunziger Jahren einmal besucht, da ich eigentlich Kontakt zur Verwandtschaft haben wollte. War ein nettes Gespräch hat sich aber nicht viel draus ergeben. Was aus allen geworden ist, weiß ich nicht.

Der dritte Bruder meines Vaters, den habe ich auch besucht in einem Urlaub während meiner Kindheit im Schwarzwald. Er lebte in Kehl am Rhein und hatte im Alter, soweit ich mich erinnere, Kehlkopfkrebs. Er ist mir als jemand mit einem Mikrofon am Hals im Gedächtnis geblieben.

Eines zieht sich nach meinem Gefühl durch bei meiner Familie. Niemand hat so recht Interesse daran, Kontakt zur weiteren Familie zu halten. Über Hanna bin ich da anderes gewöhnt. Deshalb ist mein Kontakt mit der weiteren Familie von Hanna enger als mit meiner eigenen. Mit ihrer Nichte in Toronto bin ich mehr im Kontakt als mit meinen eigenen Nichten.