Gegenwärtiges und Vergangenes

Autor: Axel (Seite 1 von 8)

Zweite Januarwoche

Knüppeleis (Symbolbild)

Zunächst einmal alles ruhig los. Eigentlich hätte unser Mietweihnachtsbaum am letzten Sonntag abgeholt werden sollen, aber es passierte nichts. Im Laufe der Woche habe ich nachgefragt und die Ankündigung ist jetzt, dass die Abholung heute erfolgt.

Am Montag hatte Hanna dann einen Termin zur Maniküre und Pediküre. Hat aber abgesagt, da sich wegen des Tauwetters dick Knüppeleis gebildet hatte und zudem ihr Termin von mittags in die abendliche Dunkelheit gelegt worden war. Wir haben jetzt eine neue Vereinbarung: Gamze kommt jetzt circa sechs Wochen zu uns und bearbeitet unsere Nägel gegen ein Pauschalpreis.

Ich dagegen hatte am Mittwoch einen Zahnarzttermin und machte mich auch wohlgemut auf dem Weg, aber nach etwa einem Drittel gab ich auf und sagte den Termin ab. Auf den vorher nicht vom Schnee befreiten wegen hatte sich eine dicke Schicht eingebildet auf der nicht nur echt schlitterte. Meinen Termin hätte ich ohnehin nicht geschafft, da ich mich kaum auf den Füßen halten konnte und entsprechend warm war.

Ansonsten nur etwas sehr, sehr Unangenehmes aus dem privaten Bereich. Nachdem man mich wegen eines Vorkommnisses in unserer Wohnung und der von mir gezogenen Konsequenzen ein gutes Jahr lang mit Nichtbeachtung bestraft hat, habe ich die Kommunikation auch von meiner Seite aus für beendet erklärt. Darauf kam eine Nachricht voller Selbstmitleid. Ursprünglich hätte es eine Entschuldigung getan, dann wär auch von meiner Seite gut gewesen. Aber offensichtlich sind die Welten beider Lichtjahre voneinander entfernt.

Meine Mutter

Ich muss die Beschreibung meiner engeren Familienmitglieder weiterführen.Die Beschreibung meiner Mutter ist fast so schwierig wie die meiner Beziehung zu meiner Schwester.

Meine Mutter kam 1929 in Leipzig zur Welt. Wahrscheinlich ist sie dann irgendwann mit meinen Großeltern nach Breslau gezogen und hat prägende Jahre ihrer Jugend unter dem Naziregime verbracht. Zur Erinnerung: ihr Vater war bei der Kriminalpolizei in Wroclaw. Irgendwann gegen das Ende des Krieges sind sie geflohen und landeten im Osten Deutschlands, was später zur DDR wurde. Ich denke, hier hatte sie einige prägende Erlebnisse, aber das weiß ich nicht genau. Später floh die Familie weiter zum Priwall bei Lübeck und blieb dann in der Stadt.

Um 1950 herum lernte meine Mutter meinen Vater kennen, der Musiker war wie ihr Bruder, mein Onkel. Er hat sie miteinander bekannt gemacht. Anfang 1951 haben sie geheiratet, ich vermute mittlerweile, dass es deswegen war, damit ich als eheliches Kind auf die Welt komme.

Meine Mutter wurde dann im wesentlichen Hausfrau und betreute uns Kinder. Ich denke, sie war nicht glücklich damit. Soweit ich weiß, hatte sie Kindergärtnerin gelernt und wäre sicher auch gerne in den Beruf gegangen. Das war aber in den fünfziger Jahren wohl keine Option. Auch wenn mein Vater als Musiker wahrscheinlich nicht genug verdiente, um die Familie über Wasser zu halten.

1957 zogen wir dann nach Hamburg in eine Wohnung der Bundeswehr, da mein Vater einen Job als Musiker in Hamburg beim Musikkorps 6 der Bundeswehr angenommen hatte. Ich hab nur wenig Erinnerungen aus der Zeit davor, aber einige mehr danach. Eine war vielleicht merkwürdig, in all den Jahren, in dem wir klein waren, gab es immer Pakete aus der damaligen DDR von einem Professor Anders (?), über dessen Verhältnis zu unserer Familie nie so richtig geredet wurde. Ich weiß nicht, ob mein Verdacht richtig ist. Aber ich denke, dass das jemand war, den meine Mutter in ihrer kurzen Zeit in der sowjetischen Besatzungszone kennen gelernt hatte und den sie richtig mochte. 

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Soweit ich weiß, wurde meine Mutter immer als gesellig, umgänglich, und freundlich angesehen. Sie hatte aber auch andere Seiten. Als Allergikerin bestand sie auf einer speziellen Diät. Sie besorgte sich also zum Beispiel Rndertatar und wir durften nichts davon essen, bekamen anderes Zeug. Offensichtlicher wurde es bei den Getränken. Sie sagte, sie könne nur Limonade vertragen, damals Silvettalimonade Geschmacksrichtung Zitrone. Meine Schwester und ich durften bei Strafe nicht rangehen. Man kann sich vorstellen, was das mit Kindern macht. Ich war dann immer eher brav, meine Schwester nicht. Sie nahm manchmal eine Flasche aus dem Kasten und trank. Die angebrochene Flasche versteckt sie dann zum Beispiel hinter dem Vorhang. Öfter genug kam das raus.

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Die zweite Sache: meine Mutter übertrug ihre Ambitionen auf uns Kinder und wollte dafür sorgen, dass wir das alles erfüllten, was sie sich leicht erträumt hatte. Dazu gehörte Musikunterricht von klein auf, bei mir zuerst Blockflöte und dann Klavierunterricht, bei meiner Schwester zumindest Klavierunterricht. Obwohl ich Schwierigkeiten mit meiner linken Hand hatte, kein Wunder bei der überstandenen Polio, dachte ich immerhin zu einem Klavierkonzert auf dem Gymnasium. Es war aber absehbar, dass es bei mir nicht weiter ging, also konzentrierte sich unsere Mutter auf meine Schwester. Mir kam das gelegen, da sie dann Priorität am Klavier hatte und ich Gründe hatte, nicht mehr so richtig zu üben. Petra brachte es soweit, dass sie an einem Landesmusikwettbewerb in der Hamburger Musikhalle teilnahm, wo sie den sechsten Platz belegte.

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Das war auch so bei den schulischen Leistungen. Wenn was noch nicht klappte, dann gab es mit dem Kochlöffel auf die Finger oder mit dem Teppichklopfer auf den Hintern. Bei mir war es etwas weniger, weil ich in den normalen Fächern ich meine Leistung brachte. Aber zum Beispiel für den Kunstunterricht musste ich Sachen mit nach Hause nehmen und meine Mutter saß dann dabei, wenn ich eine schiefe Vase töpferte. Als meine Sportnote nicht gut genug war, wurde ich in einem Leichtathletikverein angemeldet, nicht, wie ich gewollt hätte in einem Fußballverein. Fußball spielen galt als proletarisch Ich muss aber sagen, im Sport hat es geholfen, ich wurde erheblich besser.

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Meine Mutter hat leider etwas erreicht: in meinem weiteren Leben fehlte häufig die Eigenmotivation, ich wurde immer erst auf Druck gut darin, Sachen zu erledigen. Im Alter von 15 oder 16 wurde es mir zu viel, ich weiß nicht mehr, über welcher Gelegenheit. Aber ich machte etwas ungeheuerliches: ich gab meiner Mutter eine Ohrfeige. Danach hatte ich letztlich meine Ruhe, es passierte sogar etwas Merkwürdiges. Meine Mutter schien stolz auf mich zu sein, sogar, als ich in einer Schulversammlung als Rädelsführer bei einem Schuhlstreik namentlich genannt wurde . Vielleicht ging es aber nur damit zusammen, dass ich auf Vorschlag der Schule mitten im Schuljahr von der neunten in die zehnte Klasse wechseln durfte. Als ich dann Auszug und zum Studium nach London ging, schaffte sich meine Mutter nach ihrer eigenen Aussage einen Cockerspaniel ein als Ersatz für mich.

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Meine Schwester dagegen erlebte die Härte des Regimes. Wahrscheinlich, weil sie sich mehr widersetzte als ich. Sie nahm sich Freunde, die meine Mutter missfielen, sie musste mehrmals die Schule wechseln und machte schließlich Abitur auf einem evangelischen halbprivaten Gymnasium. Zum Höhepunkt kam es, als sie sich einen katholischen Freund nahm. Meine Mutter war zutiefst evangelisch, oder tat so. Wir mussten jeden Sonntag in den Kindergottesdienst, wurden natürlich auch konfirmiert. Danach war für mich mit der Kirche Schluss. Meine Schwester hielt an ihrem katholischen Freund fest, heiratete ihn später und bekam zwei Kinder. Ironie des Schicksals: er verließ sie dann für eine andere Frau, als sie über 60 war.

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Meine Mutter starb im Alter von 52, an ihrem zweiten Herzanfall, hervorgerufen durch die Schwächung  ihres Herzens wegen des Asthmas. Beim ersten konnte mein Vater sie noch wiederbeleben, beim zweiten leider nicht.

Disclaimer: ich glaube, dass meine Erinnerung weitesgehend korrekt ist. Andererseits ist bekannt, dass Erinnerungen täuschen können.

Zwei Wochen nach Weihnachten

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Weihnachten ist vorbei und wie man sieht, ist der Baum abgeschmückt. Es ist ein Mietbaum und wird heute abgeholt, wenn alles wie angekündigt klappt. Wir haben zwei ereignisreiche Wochen hinter uns.

Am montag, den 29. kamen Natascha, Nadya und Sean aus Kanada zu uns zu Besuch. Natascha und Nadya sind Hannas und damit auch meine Nichten und Sean ist Nataschas Mann. Am Morgen hatte ich mit Manuela Bettwäsche in die Wohnung gebracht, die uns gegen einen günstigen Preis von einer Nachbarin in einer anliegenden Straße zur Verfügung gestellt worden war.

Nach viel quatschen machen Sie sich die drei am Dienstag erst einmal auf dem Weg und dann, als sie zurück waren, ging es in einem Großraumtaxi zum Reichstag, um bei Käfer zu essen. Das habt ihr eventuell schon hier nachgelesen. Am Silvesterabend haben die Nichten uns alle bekocht, es gab Filet Wellington mit einigen Beilagen, darunter auch Garnelen. Sozusagen Surf and Turf. Die drei sich gegen elf auf die Straße bekam, hielten wir noch ein Nickerchen vor Mitternacht. Großes Geböller wie immer in Berlin und sie kamen auch sehr erstaunt zurück.

Donnerstag macht der Hanna dann ihren bekannten Eisbeinauflauf, am Freitag, dann Natascha Spaghetti mit ihrer Sauce, eine Variante von Alfredo. Dazwischen packen alle an und sollen säuberten die Küche gründlich einschließlich der Wände konnten vieles um und am Wochenende ging auch Nadya noch durch den Rest der Wohnung.

Natascha und Sean dagegen reisten am Samstagmorgen ab, um über Dublin nach Kanada zu fliegen. Leider hatten sie aufgrund des Schnees in Berlin. Pech verpassten ihren Anschlussflug in Dublin und mussten dann bis Montag warten, bis sie früh eine Verbindung von Dublin über London Heathrow nach Toronto bekam.

Nadja blieb am Samstag noch da und verbrachte einige Zeit damit, zusammen mit Hanna alte Bilder über den Fernseher anzuschauen. Sonntag besuchte sie die neue Nationalgalerie und flog dann auch am Montag über Dublin zurück nach Toronto. Wir benutzen die Montag dann ein wenig dazu auszuruhen. Weil, Besuch ist sehr schön kann aber auch anstrengend sein.

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Ich weiß nicht, ob es das Sauerkraut war am Donnerstag oder was auch immer, aber es kündigte sich mit Durchfall ein heftiger Schub meiner Colitis an, der sich dann am Dienstagabend in einem sehr blutigen Stuhlgang niederschlug. Hat mich beunruhigt und ich hatte mich gefragt, ob ich damit warten könne, bis am nächsten Tag mein Gastroenterologe Sprechstunde hätte. Sicherheitshalber habe ich kassenärztlichen Notdienst angerufen und meine Symptome geschildert und die meinten ich könne nicht bis zum nächsten Tag warten, sondern müsste sofort in die Notaufnahme. Ich also ins Taxi und in mein gastroenterologisches Krankenhaus gefahren, in das virchow, Klinikum der Charité.

Nach 1 Stunde Wartezeit kam ich um 21:00 Uhr dran, es wurde Blut abgenommen und dann darauf gewartet, dass die Ergebnisse kommen. Während dessen hing ich am Monitor und konnte mein Blutdruck und die Sauerstoffsättigung nachvollziehen (beides übrigens okay obwohl ich sämtliche Blutdruckmedikamente Anfang Dezember abgesetzt hatte nach Absprache mit meinem Arzt).

Dann ging es stündlich so, dass gesagt wurde, ich sollte nach Hause kommen, aber man müsse noch einmal meine Hämoglobinwerte überprüfen. Natürlich sagte ich Hanna Bescheid, es war etwa 0:30 Uhr. Und dann kam sie wieder nach 1 Stunde, noch einmal Hämoglobin überprüfen. Und dann noch mal. Kurz nach 3:00 Uhr morgens meinten sie dann ich könnte nach Hause fahren und sollte am nächsten Tag meinen Gastroenterologen für das weitere Vorgehen kontaktieren. Kurz bevor ich mit dem Taxi zu Hause war, war Hanna schon total beunruhigt und schickte mir eine Nachricht, ob ich noch nach Hause käme, die ich durch das Klingeln an der Tür beantworte.

Noch meine E-Mail. Am nächsten Tag rief mich mein Gastroenterologe nachmittags zurück und wie besprachen das weitere Vorgehen. Ersetze mir ein neues Biologicum auf meine Karte und sagte mir, ich solle wieder eine Cortisontherapie machen. Mache ich ungern, weil das mein Zuckerspiegel unnötig erhöht. Aber was soll es? Ich werde diesmal mit Insulin dagegen arbeiten.

Samstag hatte ich alle Sachen beisammen und nach dem ersten Prednisolon Tabletten bessert sich die Lage langsam.

Am Samstag hat Hanna dann ihren Probetermin mit ihrem hoffentlich zukünftigen Tagesdackel Emil. Es lief wohl alles gut, er fühlte sich wohl bei uns und auch ein Probespaziergang war offensichtlich erfolgreich. Am nächsten Samstag wird dann statt Herrchen auch noch Frauchen kommen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. Hanna ist zuversichtlich

2025

Wie war2025 auf einer Skala von 1-10?
So schlecht war es nicht. Auch wenn ich kurz im Krankenhaus war, wegen Vorhofflimmern. Zwei Tage, eine Katheteruntersuchung des Herzens. Das Vivantes Klinikum Friedrichshain. Wollte noch irgendwas veröden im herz, was ich aber nach Rücksprache mit meinem Arzt abgelehnt habe. Seitdem nehme ich ein paar heftige Blutverdünnung, aber ansonsten geht es mir gut. Es gab einige Highlights und auch einige Tiefen. Also insgesamt würde ich sagen eine 6-7.

 
Zugenommen oder abgenommen?
Eindeutig abgenommen. Seit ich Intervallfasten mache, d.h. für 14 Stunden nichts essen,, ist mein Gewicht um etwa zehn Kilo gesunken. Und das war vor dem Schub, den mir meine Colitis in diesem Jahr bereitete.
 
Haare länger oder kürzer?
Mal so mal so. Ich lasse sie mir auf 6 mm schneiden und dann wachsen wir wieder bis auf 2 oder 3 cm, dann geht das ganze von vorne los.
 
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kann ich nicht sagen, das wird sich beim jährlichen Augenarztbesuch Anfang des Jahres zeigen.
 
Mehr Geld oder weniger?
Das ist gleich geblieben, Rente und Pension verändern sich eigentlich nicht grundlegend.
 
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, mehr für Lebensmittel und kleinere Sachen. Dazu ein neues Smartphone und ein Computer für Hanna, der auch diese Tage kommen sollte. Der Computer war schon am 30. auf dem Zustellfahrzeug, konnte aber nicht geliefert werden. Heute am 2. Januar ist es wieder auf dem Zustellfahrzeug. Mal sehen.
 
Die teuerste Anschaffung?
Das dürfte das neue Mobiltelefon gewesen sein.
 
Das leckerste Essen?
Da gibt es zwei Kandidaten. einmal das Essen im Rutz Zollhaus am Kanal in Kreuzberg. Das andere im Zum Heiligen Teufel am ersten Weihnachtstag.
 
Das beeindruckendste Buch?
Ich gestehe, dass ich in diesem Jahr kaum gelesen habe, jedenfalls nicht im Buch. Bei einen  bin ich in der Mitte stecken geblieben, obwohl es mich durchaus interessiert hat. Aber seitdem ich nicht mehr wöchentlich mehrere Stunden auf der Bahn bin, komme ich nicht dazu, weil mir die Zeit gemeinsam mit Hanna wichtiger ist. Und dazu lese ich morgens Vormittag gerne mein Internet leer.
 
Der ergreifendste Flm?
Im Kino war ich nicht, und im Fernsehen erinnere ich mich, nicht, einen angreifenden Film gesehen zu haben.
 
Die beste Serie?
Plur1bus, Slow Horses
 
Die beste CD?
Ehrlich gesagt, habe ich in diesem Jahr kaum Musik gehört. Wenn dann ein wenig gestreamt, CD gab überhaupt nicht vor.
 
Das schönste Konzert?
Live, gar keins, auf ARTE, war das Konzert in der Columbiahalle von Tocotronic sehr schön.
 
Die meiste Zeit verbracht mit…?
Lesen, hauptsächlich am Computer. Und beim Annospielen mit Hanna. Und streamen, Mediatheken, Netflix, Apple TV und seit neuestem Disney+.
 
Die schönste Zeit verbracht, mit…?
Eindeutig Hanna. Darüber hinaus die Leute beim Prenzler Treffen in der Heide, mit den kanadischen Nichten über Silvester und die Treffen mit den alten Schulfreunden in Hamburg oder Berlin.
 
2025 war mit einem Wort?
unterdurchschnittlich

Restaurant Käfer im Reichstag

 

Nachtbild auf dem Reichstagdach mit der Europafahne

Wir haben zur Zeit drei Gäste aus Kanada, die uns dann gestern in das Restaurant Käfer auf dem Dach des Reichstags eingeladen haben. Ist wahrscheinlich eines der best gesicherten Restaurants, mit Kontrolle der Personalien und durch leuchten von Jacken und Menschen. Leider hatte unsere Nichte nicht ganz die korrekten Daten für uns angeben: bei Hanna war der Vorname falsch. (Hanna ist die Kurzform ihres tatsächlichen Namens) und das Geburtsdatum, und auch bei mir war das Geburtsdatum verkehrt. Deswegen wurden unsere Personaleinreise erst einmal an die Polizei weitergereicht, die erst prüfen musste, ob wir rein dürften.  Nachdem dann die fehlenden oder falschen Daten fein säuberlich in die Liste eingetragen wurden, durften wir dann auch durch die Sicherheitskontrolle. 

Die Gäste für das Restaurant werden dann an den Containern der Eingangskontrolle abgeholt, meistens in größeren Gruppen. Wir haben aber gesonderte Geleit bekommen an einen gesonderten, barrierefreien Eingang, da wir erkennbar mit Gehstöcken bewaffnet waren. Die Location ist natürlich einmalig mit einem Rundblick über ganz Berlin, von dem man allerdings im Dunkeln nur die Beleuchtung mitbekommen hat. Ich saß auf einem Platz mit Blick auf die Europa Fahne.

Kaefer - 1 (1).

Das Essen war meistens in Ordnung. Allerdings ist es mir noch nie passiert, dass nicht nur ich, sondern alle einen Gang als schlecht gekocht zurück gehen ließen. Dabei handelte es sich um einen gekochten Stör, bei dem auch die zweite Lieferung nicht so doll war.

Gut waren allerdings die Getränke. Die Weinkarte bestand komplett aus deutschen Weinen, wobei sie laut Webseite einzig Champagner als Ausnahme haben. Meinetwegen bräuchten sie auch die nicht zu machen. Es gibt mittlerweile sehr gute deutsche Schaumweine.

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Die Rückfahrt im Großraum Taxi, wobei es mich beim eEnsteigen flach gelegt hat, ich habe aber keinerlei blauen Flecken oder Schaden erlitten. Dafür gestaltete sich die Fahrt sehr fröhlich bei lauter Musik.

Die Weihnachtswoche

Weihnachtswoche - 1.

Am letzten Sonntag war unsere Manu das letzte Mal bei uns. Jetzt müssen wir bis ins neue Jahr warten, bis sie wieder zu uns kommt.

Am Montag dann die letzte Lieferung vor Weihnachten. Wir haben uns entschieden noch die letzten Reste der gefüllten Paprika zu essen. Im Laufe des Tages bekam ich die Nachricht, dass meine Päckchen an meine Schwester und meine Nichte geliefert worden. Ich bin gespannt, ob ich eine Reaktion bekomme.

Weihnachtswoche - 1.

Heiligabend wollten wir eigentlich Würstchen mit Kartoffelsalat essen, hatten aber dann für den zweiten Weihnachtstag Schnitzel bestellt und Hanna meinte, dass man sie doch eher schnell essen sollte, anstatt sie für zwei oder drei Tage einzufrieren. Also gab es ostpreußischen Kartoffelsalat und ein Schweineschnitzel. Leider hat bei meinem letzten Panade nicht ganz gut gehalten, aber beides schmeckte super

Am ersten Weihnachtstag hatten wir unseren geplanten Besuch im Heiligen Teufel, den ich schon hier beschrieben habe. Leider gab es zwei Sachen, die den nächsten Tag stark bestimmt haben: zum einen war Hanna gestürzt und hatte am folgenden Tag starke Knieschmerzen. Zum anderen hatte sie in der Euphorie der guten Laune ein ganz klein wenig zu viel Wein getrunken, weswegen sie dann am nächsten Tag nicht nur Knie, sondern auch Kopfschmerzen hatte. Deshalb machte sie einen Ruhetag und ich gesellte mich nach ein paar Stunden zu ihr, und wir verbrachten den Rest des Tages mit Bingen.

Gestern war dann alles wieder okay, wir machten Reste essen und müssen den Tag ruhig angehen. Über alle Tage der Woche habe ich nichts gehört von meiner Schwester und ihrer Tochter was mein Geschenk angeht. Ich muss mich also von dem Zweig der Familie wahrscheinlich verabschieden. Dafür erwarten wir morgen Hannas Nichten mit Ehemann, die über Silvester für ein paar Tage bei uns bleiben werden. Dazu hatten wir in der Umgebung eine Wohnung organisiert.

Hanna hat übrigens in der Zwischenzeit ein Foto geschickt bekommen von dem Dackel, den sie wohl ab Januar als Tageshund begrüßen können wird.

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