Gegenwärtiges und Vergangenes

Autor: Axel (Seite 1 von 13)

Mischmasch am Donnerstag

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Dies ist glaube ich das erste oder maximal das zweite Selfie, das ich je gemacht habe. Offensichtlich muss ich noch lernen, irgendwie direkter in die Kamera zu schauen. Das war frisch nach dem heutigen Haarschnitt. Ich habe jetzt eine Sommerfrisur, die der nächsten Hitzewelle angemessen ist. Hanna meinte, dass sie auch besser ist bei den zunehmenden kahlen Stellen auf meinem Kopf. Es gibt einen Anlass für die Frisur, sie ist auf kommende Ereignisse hin gemacht.

Dummerweise werden diese Ereignisse ihre Schatten voraus. Ich hatte gestern eine unangenehme Krise mit Vorhofflimmern, da wollte Hanna mir nicht nachstehen und hat nachts ein wenig gehustet und es war ihr sehr sehr übel. Also werden wir morgen früh zu unserem gemeinsamen Hausarzt gehen und die Sachen abklären.

Trotzdem gehen wir noch davon aus, dass wir an Hannas Geburtstagsparty am Samstag werden teilnehmen können. Mich zumindest haben die Notärzte gestern nicht mit ins Krankenhaus genommen.

Nachtrag am Donnerstag: Und so kam es dann auch: alles in Ordnung und wir können den Plänen folgen.

Wollt ihr wissen, warum dieser dazwischen Post? Nicht wegen der Ereignisse, sondern weil ich wohl in den nächsten Tagen nichts werde ich schreiben können.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Nachtrag zu Fußball

https://www.11freunde.de/wm/tony-woodcock-ueber-thomas-tuchel-nur-ein-schotte-waere-schlimmer-gewesen-a-958c4f23-78d8-413e-8783-9d9d9355d671

Tony Woodcock, ein englischer Fußballer, der auch in Deutschland aktiv und erfolgreich gespielt hat, schreibt in einem Artikel über Thomas Tuchel (Achtung Bezahlschranke) als Trainer für die englische Nationalmannschaft, auch über das heutige Fußballspielen und bestätigt noch einmal als Fachmann, was ich gestern ausdrücken wollte.

Seit Pep Guardiola spielen sie alle diesen entsetzlich langweiligen Ballbesitzfußball, bei dem der Torwart mehr Ballkontakte hat als der Mittelstürmer. Ich mache einen Podcast mit Viv Anderson und Peter Reid, der „The Grumpy Old Men Of Football“ heißt, also so viel wie: die Meckerrentner des Fußballs. Aus den Reaktionen, die wir von den Hörern kriegen, weiß ich, dass viele Leute genauso genervt wie wir davon sind, wenn Mannschaften den Ball stundenlang vor dem Strafraum hin- und herschieben. Kein Wunder, dass moderne Verteidiger spielen können, bis sie vierzig sind. Sie müssen ja immer nur von links nach rechts und wieder zurück laufen. Es sei denn natürlich, es gibt einen Eckball. Dann schauen sie nicht mal mehr auf den Ball, sondern liefern sich mit ihrem Gegenspieler einen griechisch-römischen Ringkampf. Halten war und ist ein klares Foul! Es wird bloß nicht mehr gepfiffen, allerdings gilt das nur bei Ecken.

Und noch ein Nachtrag von mir: genau dieser Fußball wird dann von so genannten Garten eine Dreiviertelstunde vor und entsprechend nach dem Spiel auf gut Deutsch gesagt tot geredet

Cafés – now and then

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/06/16/ein-leicht-buttriges-gefuehl/

Max Buddenbohm schreibt über Cafés heute und in der Vergangenheit. Zu den heutigen Cafés meint er:

Wobei – ist das Wort „Kaffeezeit“ überhaupt noch ein Begriff? Früher war es in meiner Umgebung einer, in meiner Generation ist es wohl immer noch einer. Kaffeezeit, etwa zwischen 15 und 17 Uhr, mit einem deutlichen Peak um 16 Uhr. Man fühlt diese Zeit, ganz deutlich fühlt man sie. Man fühlt auch den die Uhrzeit begleitenden Kuchenhunger, besonders am Wochenende. Es ist ein Gefühl mit einem ausgeprägten Wochentagsbezug, eine Sonn- und Feiertagsemotion. Wir wurden so erzogen. Wir können nichts dafür, es wurde uns so mitgegeben.

und weiter

Wobei ich mir vorstellen kann, dass eine besondere Form der historisch korrekten Inszenierung auch erfolgreich sein könnte. Wenn man nämlich Kaffee und Kuchen so anbieten würde, also in Ambiente, Ausstattung und Angebot etwa so, wie es unsere Großmütter Anfang der Siebziger getan haben. Schon beim Schreiben der Zeilen spüre ich verblüffend deutlich dieses buttrige Frankfurter-Kranz-Gefühl im Mund, sogar zu unpassender Uhrzeit.

Lest ruhig den ganzen Post es lohnt sich. Wer von euch kennt eigentlich noch den Frankfurter Kranz ich habe ihn zumindest schon einmal produziert.

 

Ihr findet mich unter @mouchi@berlin.social

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Alle Fotos Copyright Axel Wegner – Lizenz CC BY-SA 4.0

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Regenwoche

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Olympiastadion, Berlin

Die Woche war nicht viel los. Das Wetter war so richtig wie im April: Minutenweise Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein. Ich war am Montag beim Arzt um die Ergebnisse meiner vierteljährlichen Blutprobe zu erfahren. Nachdem ich kein Cortison mehr nehme, sind auch die Blutzuckerwerte in erträgliche Bahnen gesunken. Ansonsten habe ich entschieden, mein Blutdruck wieder mit Tabletten zu reguliert.

Hanna war dann noch einmal beim Rewe zum einkaufen und hat außerdem eine Blumenlieferung bekommen, eine Ersatzlieferung von einem anderen Lieferanten, da die vorherige Lieferung beschädigt war und kein Ersatz mehr dort zu bekommen war.

Ansonsten hat die WM in den USA begonnen. Hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich geändert..

Zum ersten Mal in einem Stadion war ich circa im Alter von zehn Jahren. Mein Vater hatte mich ins Volksparkstadion mitgenommen, und wir saßen damals auf halb verwitterten Holzbänken, wenn ich mich richtig erinnere in der sechsten Reihe in einer Kurve. Das muss ziemlich genau vor 65 Jahren gewesen sein, und der HSV gewann damals in der Oberliga Endrunde gegen den ersten FC Saarbrücken 3:0. Die Bundesliga gab es noch nicht.

1965 sah ich dann bei meinen Großeltern in Lübeck ein Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft. Deutschland spielte in Stockholm gegen Schweden. Als Uwe Seeler den 2:1  Siegtreffer erzielte, sprang ich auf, riss die Arme hoch und zertrümmerte eine Glas Tulpe an der 15 Jahre Deckenbeleuchtung meiner Großeltern.Bei der Weltmeisterschaft im Jahr darauf machte unsere Familie Urlaub im Schwarzwald und ich bin dann mit meinem fast 15 Jahren in die Kneipe gegangen und hab die Spiele bei einer Weinschorle gesehen.

Ich war nie ein großer Stadionbesucher, aber habe dann fast alle Spiele im Fernsehen gesehen, die man nur sehen konnte. In den Neunzigern und auch in den Nullerjahren dieses Jahrtausend in ich dann doch ein paarmal im Stadion gewesen. Den Neunzigern hatte meine Exfreundin bei Ufa Sports (später Sportfive) gearbeitet, und es fielen so manches Mal Tickets ab durchaus auch welche im VIP Bereich. Später hat meine Nichte eine Zeit lang eine Funktion im Volksparkstdion und und so konnte ich den HSV noch zweimal im Olympiastadion sehen, deswegen das Foto oben. Das letzte Live Spiel war ein Freundschaftsspiel oder Vorbereitungsspiel gegen den BFC Dynamo in Berlin im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Die Einsicht in die Vermarktung des HSV schreckte mich schon ein wenig ab. Dann kam irgendwann der Abstieg und irgendwelche Skandale um Identitäten, Alkoholfahrten Doping, Intrigen in der Vereinsführung. Gleichzeitig wurden die Spiele immer langweiliger nicht nur die des HSV, sondern allgemein. Eine Zeit lang hab ich mir immer noch Spiele im Fernsehen angesehen. Aber auch dort waren meistens die Spiele recht langweilig, das Mitreißende fehlte. Der der Ball fällt von links nach rechts und zurück verschoben und alle warten darauf, dass der Gegner einen Fehler macht.

Dazu dann noch die FIFA mit ihrem Hang zu Autokraten. Russland, Qatar und jetzt die USA. Angefangen mit dem lächerlichen Friedenspreis für Trump gab es viele Zurückweisungen bei Fans, Schiedsrichtern und sogar Spielern. 

Rest ist noch geblieben an Interesse, aber ich guck mir keine Spiele mehr an. Wenn überhaupt, dann lese ich ein Spielbericht oder schaue auf eine Zusammenfassung im Morgenmagazin.

Anderen geht es genauso.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Tschernobyl

https://hmbl.blog/11-6-2026-strahlende-nachbilder/

In diesem Beitrag gibt es einige interessante Informationen zu Tschernobyl.

Dass ich am ehesten hätte Angst haben sollen, weil – so sagt man – das AKW um die Ecke* die Situation nutze, um gleich mal den Dreck vom letzten Unfall aus dem Fenster zu blasen, das erfuhr ich erst Dekaden später – aber das nur am Rande.

Darüber hinaus wird aus einem Artikel bei den Krautreportern zitiert:

Die Bestände von Wölfen, Füchsen, eurasischen Luchsen, Elchen und Wildschweinen haben deutlich zugenommen. Tierarten wie der Braunbär und das Wisent sind zurückgekehrt. Was hier geschieht, ist eine Renaturierung in ihrer radikalsten Form: Weil der Mensch nicht eingreifen kann, entstehen in der Sperrzone ökologische Prozesse, die so nicht vorhersehbar waren.
Es wird nicht gejagt, es gibt keine Landwirtschaft und keine Bebauung. Studien deuten darauf hin, dass dieser positive Einfluss auf die Natur größer ist als die negativen Folgen der Strahlung.
Im belarussischen Teil der Sperrzone gibt es genauso viele oder sogar mehr große Säugetiere als in unbelasteten Naturschutzgebieten. Unbestritten ist allerdings, dass die anfängliche Strahlung Flora und Fauna massiv geschädigt hat, besonders im sogenannten Roten Wald, einem etwa zehn Quadratkilometer großen Gebiet in der Nähe des Atomkraftwerks.

Thermische Schädelerweichung

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/06/14/thermische-schaedelerweichung/

Diesen Beitrag zitiere ich in voller Länge:

Wir brauchen unbedingt Atomkraft. Jedenfalls tönt das aus jeder Ecke, wo konservative Knalldeppen unter dem Stein herausgekrochen kommen. Atom für die Grundlast, sonst droht Blackout. Davon mal abgesehen, dass der eher durch marode Netze oder Angriffe unserer Gaslieferanten verursacht wird, in Frankreich sehen wir gerade, dass man auch als Komplettversager in Physik höhere Staatsämter mit seiner Existenz entwerten kann. Unsere Nachbarn praktizieren das, unter anderem mit dem Problem, dass ständig teurer werdender Strom aus maroden Reaktoren durch preiswerte Solar- und Windenergie verdrängt wird. Die erste Hitzewelle, die in diesem Jahr die Kühlsysteme in die Bredouille bringt (und genug Solarstrom produziert), zwingt die Konzerne zur Abregelung der Grundlast. Mit genug Batterie- oder Pumpspeichern ließe sich der Übergang wohl managen, allein diese ideologisch unzuverlässige Technik macht, was sie will. Das Hochfahren eines Kernreaktors, laut Expertise von Universalgenies wie Söder, Merz oder Spahn eine Sache weniger Sekunden, wird durch die steigende Konzentration von Xenon erheblich verzögert. Zwei Tage Pause. Perfekt, wenn man in wenigen Stunden reagieren muss. Dazu verursachen die ständig veränderten Betriebstemperaturen durch unterschiedlich schnell verlaufende Abkühlung und Erhitzung Schäden an Rohren und Schweißnähten, die zu gefährlicher Materialermüdung beitragen. Etwa so darf man sich die thermische Schädelerweichung bei unseren Größen aus Politik, Suff und Korruption wohl auch vorstellen. Alle weiteren Anzeichen, dass wir es mit gründlich verstrahltem Regierungspersonal zu tun haben, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

Video der Woche

Schwedenwoche

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Elisabeth, Börje und Hanna

Am Montag hatten wir sehr lieben Besuch aus unserem Mikrokosmos*, nämlich Elisabeth und Börje aus Schweden. Es war sehr entspannter und schöner Nachmittag. Eigentlich kamen sie regelmäßig einmal im Jahr nach Berlin. Aber mittlerweile ist es aus allseitigen Altersgründen nicht mehr so sicher, dass es nochmal geht. Vielleicht schaffen wir es noch einmal nach Hendaye im Herbst mit Michael.

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Gegrillter Spargel auf Erdbeeren

Zu Essen gab es natürlich auch, unter anderem die obige Vorspeise und als Hauptspeise das unten in der Entstehung abgebildete Lammkarrée.

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Lammkarrée auf dem Grill

Das waren auf jeden Fall einige schöne und vergnügliche Stunden.

Ansonsten gab es einige Neuigkeiten in unserem Haus. Es kam eine neue Wasserfilterkanne, weil sich in der alten Algen gebildet hatten. Und diesmal ist es dann eine aus Glas, die man in der Spülmaschine säubern kann. Es kam eine Lieferung mit Katenschinken von Basedahl, der für den Rest der Spargelzeit sicher langt. Und es kamen Pflanzen, die Hanna für die Terrasse bestelltte.

Last but not least:  Es kam Hannas vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, ein neues und aktuelles iPhone. Zum ersten Mal bekommt sie nicht mein abgelegtes, sondern sie hat jetzt genau das gleiche wie ich. War eine schwere Geburt. Eigentlich sollte es am Mittwoch geliefert werden, aber wir haben es nicht schnell genug zu an den Drücker für die Klingel geschafft, da war der DHL Bote schon weg. Am Donnerstag bekam ich dann um 6:00 Uhr die Nachricht, dass um 9:00 Uhr niemand angetroffen wurde und die Lieferung gescheitert sei. Ich war schon auf 80, aber dann kam eine neue Nachricht, dass das schon in der in der Zustellung sei. Und um die Mittagszeit war es dann auch da. Den restlichen Tag haben wir dann mit Datentransfer und Einrichtung verbracht.

Am Mittwoch war ich beim Arzt, um meine vierteljährliche Blutprobe abzuliefern. Das Aufzugproblem, dass wir für anderthalb Jahre hier im Haus hatten, scheint sich jetzt zur Arztpraxis verlagert zu haben, der Aufzug war kaputt und vor zwei Wochen war er es auch schon. Zum Glück geht es dort für diesen Termin nur in den zweiten Stock, in den vierten brauche ich nicht mehr wie noch Anfang des Jahres. Als ich auf dem Rückweg auf ein Taxi wartete, kam eine Frau auf dem Gehweg mit dem Fahrrad vorbei, hinter ihr saß ein Kleinkind, und in der Hand hatte sie ein Telefon, auf das sie während der Fahrt schaute. Da kann man nur hoffen, dass auf der Fahrt alles gut gegangen ist.

*Mikrokosmos: Meine Schwester hat uns gewünscht, dass wir in unserem  Mikrokosmos glücklich werden sollen. Deswegen kommt das hier häufiger vor, weil ich glaube, dass unser Kosmos eher Makro ist gegenüber ihrem. Mit Sicherheit ist er geographisch weiter verteilt als ihrer.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Sylt

https://rueckseitereeperbahn.blogspot.com/2026/05/fundstucke-275278.html

Matt Wagner macht Beobachtungen in Norddeutschen Seebädern, speziell Sylt.

Dort staunten wir immer mal wieder, zum Beispiel über die Espressopreise. Nach keineswegs reiflicher Überlegung verzichteten wir deshalb darauf, einen Sylter Barista mit neun Euro neunzig für einen Doppio zu entlohnen. Ich meine: Das sind fast zwanzig D-Mark! Über vierzig Ostmark! Fünfhundertsechsunddreißig türkische Lira! Achthundertdreißig Rubel! Neunzehntausenddreihundert italienische Lire – für einen einzigen Doppio! Gut, dass ein Teil dieser Währungen das nicht mehr erleben musste.

Chancengleichheit

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/31/chancengleichheit/

Dort bietet sich ein etwas zynischer Blick auf unsere Republik. Sehr lesenswert.

Schlimm, schlimm: Deutschland ist zu alt. Diese bösen Boomer, die ansonsten Respekt verdienen, da sie als letzte Knalltütenkohorte CDU wählen, sie wollen nicht abkratzen.

Lied der Woche

Passend zur Schwedenwoche

Blütenwoche

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Lammköfte mit Cacik und selbst gebackenen Fladenbrot

Das ist der letzte Woche versprochene Beweis, dass wir dann wieder gegrillt haben. Allerdings fiel es für den Rest der Woche wegen Wind beziehungsweise etwas niedrigerer Temperaturen aus. Trotzdem will ich noch mal auf den Spargel und die Spargelzeit zurückkommen und teile hier einen Ode an den Spargel.

Am Mittwoch hatte ich dann meinen halbjährlichen Termin beim Zahnarzt. Zahnreinigung und Ersatz einer herausgebrochen Füllung, also eigentlich nichts Besonderes. Auf dem Rückweg lichtete ich auf einer Bankumrandung eines Baumes eine kleine Pause ein. Gegenüber saßen zwei Männer vor einem kleinen Café. Wobei der eine doch sehr interessant aussah: er hat eine Art schwarzes Tuch um den Kopf, eine Art schwarzen Hijab. Das passte gar nicht zum sonstigen Mann, groß mit grauem Bart. Wäre die Kopfbedeckung nicht gewesen, hätte ich ihn vielleicht für einen Rocker gehalten. Er merkte, dass ich ihn anschaute und fragte in leicht drohendem Ton: „was machst du?” worauf ich antwortete „ich ruhe mich aus.”.  Seine Antwort. „das ist auch gut so.” Danach versuchte ich natürlich, ihn nicht mehr anzuschauen.

Ansonsten entwickelte sich die Blütenpracht auf der Terrasse.

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Lupinen

Die Lupinen sind jetzt soweit, wie sie im letzten Jahr etwa zwei Wochen früher waren (siehe entsprechenden Post). Dagegen kommt die Pflanze, die Hanna immer Veilchenblau nennt, früher als von ihr gedacht. Vor etwas über einer Woche meinte sie, die sind bestimmt am Blühen zu ihrem Geburtstag und der ist erst in drei Wochen. Wie man sieht, blühen sie jetzt.

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Veilchenblau

Am unteren Bildrand sieht man noch den auch blühenden Fingerhut.

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Balkontisch mit neuem Belag

Ach ja, ich muss noch nachtragen, dass wir die Tischdecke auf Balkon, die er oben noch seht, gegen eine transparente ausgetauscht haben. Wir hatten gehofft, die Terrasse mit unserem lieben, schwedischen Besuch morgen zu nutzen, aber es ist fraglich, ob das Wetter mitmacht.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Alkohol

https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/6379-vielleicht-macht-weniger-alkohol-die-gesellschaft-gar-nicht-besser

Die Krautreporter schreiben über die soziale Funktion von Alkohol und meinen:

Ich wünschte, es gäbe etwas, das dasselbe leistet wie Alkohol. Etwas, das die Schwellen zwischen Menschen senkt, Gespräche leichter macht und aus Fremden solche werden lässt, die gemeinsam auf Tischen tanzen und große Ideen schmieden. Etwas, das auch mal Rausch ermöglicht, legal erhältlich ist und überall verfügbar, ohne die Schäden von Alkohol mitzubringen. Aber dieses Mittel existiert bisher nicht, auch wenn Cannabis-Fans vielleicht widersprechen würden. Ich sehe in naher Zukunft keine bayerischen Politiker mit großen Joints statt Maßkrügen auf Podien sitzen.

Solange es kein besseres Mittel gibt, bin ich nicht mehr so sicher, dass wir gut beraten sind, das einzige wegzuoptimieren, das wir haben. Sollte jemand eine bessere Lösung erfinden oder legalisieren, bin ich die Erste, die dafür Schlange steht. Bis dahin wäre ich für einen Mittelweg. Also nicht die Kultur des Komasaufens verteidigen oder so tun, als wäre Alkohol harmlos. Aber auch nicht bei jedem Glas Bier verlorene Lebensminuten ausrechnen.

Brit Awards – Rosalia

Buddenbohm zitiert einen ungenannten Amerikaner bezüglich des Auftritts von Rosalia bei den Brit Awards:

Americans complaining about a citizen singing in Spanish. Meanwhile Europe, celebrating Spanish singer Rosalía who sings in German and Spanish with Icelandic singer Björk singing in English and performing three different genres about a club in Berlin and everybody joins in when the Techno beat hits. That’s my crowd.

Und meine auch

Terrassenwoche

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Spargelzeit

Eigentlich ist zur Zeit absolutes Grillwetter. Allerdings ist auch Spargelzeit, da muss dann der frisch erworbene Spargel auch verarbeitet werden. Insofern gab es am Samstag Spargel, gedämpft. Wenn es am nächsten Samstag immer noch so gutes Wetter ist, werden wir den Spargel dann grillen. Übrigens: zur Not schmeckt Spargel auch ohne Schinken, besonders, wenn man vergessen hat, den guten Katenschinken aus der Tiefkühltruhe zu nehmen.

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Hanna beim griechischen Salat

Gestern, wurde dann allerdings gegrillt. Wenn Hanna auf dem obigen Bild hungrig ist und schon bei der Beilage anfängt, deutet dann doch der bereitgestellte Senf darauf, dass noch was anderes kommt. Die Würstchen brauchen halt ihre Zeit.

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Bratwürste auf der Plancha

Heute gibt es dann türkische Köfte mitg Cacik und selbst gebackenen Fladenbrot (Pide). Nächste Woche lange ich dann die Bilder nach.

In dieser Woche hatten wir doch einige Besuch auf unserem Balkon neben den Krähen, die ich schon erwähnt hab.

Eichhörnchen

Unser Hauseichhörnchen ist regelmäßig da, auch im Winter. Und es hinterlässt seine Spuren, denn wir finden immer wieder leere Nussschalen auf unserer Terrasse.

Haubenmeise

Wann immer die Krähen den Platz räumen, kommt auch eine Haubenmeise neben unseren Hausspatzen in das Vogelrestaurant.

 

Diese Woche aus meiner Leseliste

Das Grauen

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/18/das-grauen/

bee Beschäftigt sich satirisch mit der ehemals Liberalen Partei.

„… es auch wieder besser werde, wenn mit Kubicki ein junges, unverbrauchtes Gesicht in die deutsche Politik einziehe, das zum Markenzeichen eines regenerationsfähigen Liberalismus in der Gestalt einer optimistischen Reformkraft für das…“

re:publica26

Anfang letzter Woche fand in Berlin die re:publica26 statt. Anfang der Zweitausender fing sie an als eine Veranstaltung, die von frühen Internetaktivisten, besonders von Bloggern, initiiert wurde und hat sich mittlerweile zur größten online Konferenz Europas entwickelt. Einige Blogger, denen ich folge, dort und berichteten darüber, zum Beispiel Felix Schwenzel oder die Kaltmamsell (Tag 1, Tag 2, Tag 3). Beide waren auch auf einem Panel, auf dem die Erfahrung der frühen Blogosphäre diskutiert wurde: „Mythos Blogosphäre – Wie war es damals wirklich?”. Die dritte in diesem Bunde war Franziska Blum, die zu dem Thema auch einen extra Beitrag geschrieben hat: Mythos Blogosphäre – Was mir noch durch den Kopf geht.

Das Thema hätte mich auch persönlich interessiert. Ich habe auch in den Nuller Jahren mit dem Blog angefangen, mit einer kleinen Software für den Mac, die das Schreiben sehr einfach machte. Die damaligen Blogger allerdings meines Erachtens publizierten auf zwei Plattformen: blogger.de und wordpress.com. War natürlich einfach und sie lernt sich schnell kennen. Jemand da außerhalb, kam nicht zu leicht in diesen Kreisen leihen. Zwar hatte ich auf einem Magazin von Don Dahlmann Beiträge veröffentlicht und sogar an eine Lesung von Bloggern teilgenommen. Allerdings denke ich, weil ich entweder nicht gut genug oder man hat mich außerhalb dieser engen Community einfach nicht wahrgenommen. Hätte gerne teilgenommen an der Konferenz. Aber mittlerweile ist sie eher für Profis mit einem Teilnehmerbeitrag von 400 € und nicht für Rentner.

Die Blauen

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6377-warum-wahlen-menschen-die-afd-obwohl-sie-ihnen-schadet

Die krautreporter untersuchen die Frage, warum die AfD gewählt wird und schälen drei Missverständnisse heraus.

Viele Leser:innen fragen uns deshalb immer wieder: Warum wählen Menschen eine Partei, die ihnen schadet? Das scheint unlogisch. Aber wer das für irrational hält, sitzt drei Irrtümern über Wahlentscheidungen auf.

Lesestoff

https://www.theguardian.com/books/ng-interactive/2026/may/12/the-100-best-novels-of-all-time

Der Guardian veröffentlicht eine Liste der 100 besten Romane der Welt. Solche Listen sind natürlich nie objektiv, bringe aber Spaß und Regen zum diskutieren an. Und eine oder andere könnte vielleicht Empfehlungen finden.

Happy Towel Day

… Für alle, die es feiern. Hier die Erklärung.

Eisheiligenwoche

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Teilanblick der Terrassenbepflanzung

In dieser Woche waren die Eisheiligen und das Wetter hat sich entsprechend dem angepasst. Zwar nicht mit Frost, aber zu kühl für die Jahreszeit und mit reichlich Regen. Das scheint sich jetzt so langsam zu ändern. Auf unserer Terrasse kommen so langsam auch die Pflanzen, obwohl sie gegenüber dem letzten Jahr hinterher sind.

Die hanfartigen Blätter gehören zu den Lupinen in diesem Jahr.:

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Und das sind sie zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr:

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Ansonsten eine eher langweilige Woche. Am Donnerstag ein Feiertag und unsere Manu, die Donnerstags kommt in der Regel, um uns in der Wohnung zu helfen, nahm sich verständlicherweise frei. Wir mussten also ein paar Grundsachen selber machen. Unter anderem, also auch Wäsche gewaschen und Geschirr gespült.

Hanna hat es am Samstag zum Markt geschafft. Neben Gemüse und den Plattpfirsichen, die sie für ihre “Bowle” benötigt, hat sie wieder ein paar Blumen für ihren Balkonstrauß gekauft. Die Blumen vom Markt halten bis zu drei Wochen, im folgenden Foto sind sie zumindest zum Teil so alt.

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Und da sie wegen ihres Rückens am Montag beim Arzt war, hat sie auf dem Rückweg bei Lidl noch eine Cala für einen Euro entdeckt und dazu eine zweite zum Normalpreis gekauft.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Texten

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/05/18/ueberlagerungen-unterbrechungen-und-erzaehlstraenge/

Herr Buddenbohm ist zur Zeit in der Bewegung behindert und beschäftigt sich dann notgedrungen mit Fernsehsendungen und Streams. Dabei fällt ihm auf, das in vielen Sendungen Dialoge durch eingeblendete Textnachrichten ersetzt werden.

Der Text dieser Nachrichten auf den Smartphones war als Dialogsurrogatextrakt für den Fortgang der Handlung natürlich wichtig und wurde daher folgerichtig jeweils eingeblendet. Wurde also kurz, manchmal auch zu kurz, über die weiterlaufende Handlung oder über die Gesichter mit der auf die Nachricht reagierenden Mimik gelegt. In einigen Fällen auch in äußerst kleiner Schrift, und ich könnte an dieser Stelle also schon wieder etwas zum fortschreitenden Alter anmerken, zur Lesebrillen- oder Gleitsichtproblematik etc. Aber egal.

Bei einer skandinavischen Serie sah man jeweils gleich zwei Einblendungen. Eine in der Originalsprache mit all den lustigen Sonderzeichen, eine in der übersetzten Fassung für das deutschsprachige Publikum. Da waren in einer Sequenz dann immerhin drei Informationsebenen zusammen zu sehen: das klassische Handlungsbild, der Originalsprachentext und die Übersetzung.

und weiter

Dabei war doch das klingelnde Telefon, schon gar in der mobilen Variante, als potenziell jederzeit drohende Unterbrechung bei allem schon schlimm genug. Könnte man meinen.

Volkspark Friedrichshain

https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2026/05/journal-sonntag-17-mai-2026-berlin-4-ohne-schwimmen-aber-mit-volkspark-friedrichshain-anita-berber-park-einchecken-auf-der-republica.htm

Die Kaltmamsell aus München ist zur Zeit in Berlin, um die Re:publica26 zu besuchen. Diese Veranstaltung würde mich sicher auch interessieren. Allerdings ist sie für mich als Rentner etwas zu teuer. Das Wochenende hat die Kaltmamsell unter anderem benutzt, um den Volkspark Friedrichshain zu erkunden und hat einige schöne Bilder gepostet.

Das Grauen

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/18/das-grauen/

Eine schöne Satire über eine einstmals liberale Partei, die zur Zeit mit einem etwas älteren Kandidaten versucht, ein neues frisches Image zu bekommen.

Curacao

https://herzbruch.me

Letzte Woche hatte ich zwei Links zu einer Reise nach Curacao geteilt. Die Reise geht weiter, Beschreibung findet ihr auf dem verlinkten Blog bis zu am heutigen Tag Teil neun.

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