Am Montag hatte ich dann in obigen Gesundheitszentrum die Untersuchung meiner Hörfähigkeit. Anders als beim Hörgeräteakustiker war die Untersuchung ein wenig komplizierter. Jeweils auf dem linken und dem rechten Ohr wurden zunächst einmal Töne verschiedene Lautstärke und Höhen aufs Ohr gespielt, und ich musste immer drücken, wenn ich den Ton erkannte. Dann wurden wir Wörter angesagt und ich musste sie wiederholen und danach waren es Zahlen, die ich auch wiederholen musste. Das Ergebnis war un eindeutig. Mir wurde gesagt ich könnte ein Hörgerät haben, müsste aber nicht. Deshalb habe ich diesmal drauf verzichtet und einen Termin für den nächsten Oktober abgemacht.
Eisbeinauflauf
in dieser Woche hatte Hanna mal wieder Lust, ihren Eisbeinauflauf zu machen. Eisbein klingt vielleicht erst einmal schlimm, aber nach dem Kochen wird sämtliche Schwarte und alles fett entfernt und das magere Fleisch in kleine Stückchen gerissen. Dann wird es auf eine Schicht gekochtes Sauerkraut gelegt, und oben drauf kommt eine Kartoffelsauce mit Stampfkartoffeln, Butter und Senf.
Hanna beim Schneiden von Gemüse
Vor einiger Zeit habe ich für ein Interview bei einer Firma einen Amazon-Gutschein bekommen. Diesen habe ich eingelöst für drahtlose Kopfhörer, die Hanna jetzt sehr für sich entdeckt hat. Damit kann sie auf der Terrasse die Blumen pflegen oder, wie man oben sieht, Gemüse putzen und dabei entweder klassische Musik oder irgendeinen Geschichtspodcast hören.
Ehemaliges Kirchenpauergymnasium
Zufällig bin ich auf einen Wikipediaeintrag gestoßen über die Nachfolgeschule meines alten Gymnasiums. Das Bild oben zeigt die Eingangstür und ist insofern für mich interessant, als daß meine Abiturklasse genau in dem Raum saß, der sich hinter den kleinen Fenstern links vom Eingang versteckt.
Video der Woche
Ich hatte erfahren, dass unsere früherer Nachbar und Freund Bert seit kurzem das Schlagzeug in einer zweiten Band bedient. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass diese Band Pothead ist, in der er schon vor circa zehn Jahren einmal ein Gastspiel hatte. Auf der Facebookseite der Band steht folgender Text:
Da es umfangreicher Vorbereitungen bedarf, kurzfristig einen neuen Bassisten einzuarbeiten, haben wir uns außerdem dafür entschieden, Bert wieder am Schlagzeug dabei zu haben. Für alle, die sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, Bert hat bereits 2016 Robert vertreten.
Und beim näheren Suchen habe ich dann noch ein Amateurvideo von dieser Formation aus dieser Woche gefunden.
Zur Zeit gibt es bei uns zwei Blumensträuße: einen drinnen, einen draußen. Die Lilien machen viel Sinn drinnen, denn sie duften sehr, sehr stark. Leider gibt es noch keine Geruchsübertragung im Internet.
Mathematik, 6. Klasse, Berlin
Seit kurzem habe ich wieder eine Nachhilfeschüler, Dani. Er ist in der sechsten Klasse und bereitet sich gerade auf einem Mathematikarbeit vor. Ich hoffe, dass die dreimal üben in dieser Woche langen werden, sicher bin ich mir leider nicht. Am Samstag hat er die von mir gestellten Aufgaben einigermaßen geschafft. Ich drücke ihm die Daumen für die Klassenarbeit morgen.
Verpackter Griil
Trotz der immer noch angenehme Temperaturen hat Hanna in dieser Woche darauf bestanden, den Balkon auf den Winter vorzubereiten. Das bedeutet nicht nur, dass der Grill abgedeckt wird, sondern das auch die Sitzmöbel von der Terrasse entfernt werden. Auf Wiedersehen im nächsten Frühling.
Apple Watch
Am Donnerstag habe ich mich spontan entschlossen, eine neue Apple Watch zu kaufen. Grund war, dass Hanna mit ihrer derzeitigen nicht so zufrieden war und sie auch das letzte Sicherheitsupdate nicht installieren konnte. Und wieso häufig bei Geräten bekam sie dann meine alte. Sie hat jetzt die Apple Watch 10, ich die 12.
Heute Früh kam dann überraschend Nico zu Besuch. Er wohnt eigentlich in Mecklenburg-Vorpommern, hat aber schräg gegenüber von unserer Wohnung bei Julia anlässlich ihrer Geburtstagsfeier übernachtet. (Liebe Julia, auch von mir einen herzlichen Glückwunsch nachträglich).
Morgen werden wir beide dann einen Hörtest beim HNO-Arzt absolvieren. Ich befürchte, dass er zumindest mir ein Hörgerät empfehlen wird.
Schon bei Hannas Geburtstagsfeier in der Heide hatten Steffi und Carsten sowie Gaby und Stephan uns einen Ausflug nach Buckow versprochen, ohne uns genau zu sagen, warum gerade Buckow. Ich, neugierig, wie ich bin., hatte natürlich vorher schon etwas recherchiert, was ist mit Buckow auf sich haben könnte..Und ich hatte richtig vermutet: es ging zum Brecht-Weigel Haus. Dieser Link zu Wikipedia, gibt euch Hintergründe zum Haus. Ich war erst einmal verblüfft, das obige Holzhaus mit dem großen Zeichen davor zu sehen. Es handelte sich aber nur um den Eingangsbereich, der mit Mitteln der europäischen Kommission erst vor kurzem gebaut wurde.
Straßenansicht
Das eigentliche Haus hatte ich gar nicht gesehen, weil Carsten uns direkt vom Eingang abgesetzt hatten. Carsten und Steffi hatten uns nämlich zu Hause abgeholt und mit einem geliehenen Elektro-Mini nach Buckow gefahren. Man gelangt also von dem Eingangsbereich über einen Kiedrich zum eigentlichen Haus. Drinnen gab es hauptsächlich ein Ausstellung mit Schrifttafeln rund um Brecht, Helene Weigel und die Zeit in diesem Haus.
Zimmer mit Originalausstattung
Dieses Zimmer das einzige mich originalen Möbeln aus der Zeit von Bertolt Brechts Aufenthalt. Auf einer Tafel vor dem Haus hatte ich gesehen, dass man in diesem Haus Trauungen buchen kann und ich kann mir vorstellen, dass dies diese in diesem Zimmer stattfinden könnten. Alle Lieben war ein Bereich im Obergeschoss für Besucher abgesperrt beziehungsweise nur für Besucher mit Termin zugelassen. Auffällig in diesem Zimmer war das große Fenster das einen Blick auf den Schermützelsee frei gab.
Blick auf den See aus dem Haus
Aus dem Haus sieht man zentral einen Steg, der als einziges nicht recht gepflegt war, wie man später sehen wird. Auch die Außenansicht des Hauses von der Gartenseite ist durchaus eindrucksvoll.
Ansicht vcom Garten aus
Der Garten war sehr gepflegt bis auf den oben schon genannten Bootssteg. Der Zugang zum Steg war zurecht abgesperrt aufgrund des etwas baufällig Zustandes. Aber der Anblick war trotzdem schön.
Verfallener Steg
Aber es gab auch einen schönen Platz im Garten, wo man sich auf eine Bank setzen und den folgenden Blick genießen konnte.
Blick aufs Schilf mit Pferdestatue
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Nach dem Besuch wollten wir in eine Eisdiele, mussten dieses Vorhaben aber aufgeben, da sich angesichts des warmen Wetters vor der Eisdiele eine sozialistische Warteemeinschaft (wie man früher gesagt hätte) eingefunden hatte.
Warteschlange vor Eisdiele
Stattdessen hatte Gabi ein geöffnetes italienisches Restaurant gefunden, wo wir dann zum Essen hin gingen.
“Mein Lieblingsitaener“
Hanna und Stephan bestellten sich eine Pizza, die wohl sehr gut war. Alle anderen bis auf mich Namen Pasta verschiedener Art mit Pfifferlingen. Ich bestellte wie häufig Spaghetti Carbonara, weil auf der Karte stand „nach italienischer Art”. Leider war sie es nicht, denn die Spaghetti schwammen in einer dicken Sauce wahrscheinlich mit kräftigem Sahneanteil. Also mein Lieblingsitaliener würde das nicht werden.
Während Carsten und Steffi uns abgeholt hatten, bereiten uns Gabi und Stephan dann nach Hause. Ein dickes Dankeschön für Fahrt, Eintritt und Essen. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für uns beide.
Was sonst noch war
Anfang des Monats hatte ich über die Badezimmer Probleme bei uns berichtet. Mittlerweile war ein Handwerker da und hat zumindest das Wasserleck abgeklemmt. Leider nicht zu unserer. vollen Zufriedenheit, das leckende Rohr wurde einfach abgeklemmt, aber optisch unbefriedigend hinterlassen. Dagegen wurde der fehlende Hauptwasserhahn für das Warmwasser wieder eingesetzt, was optisch befriedigend ist. Leider habt ihr überhaupt keine Funktion. Der Hahn funktioniert einfach nicht.
Am Freitag war der Dackel EM bei uns für ein paar Stunden, und als er wieder abgeholt wurde, brachte er deutlich zum Ausdruck, dass er eigentlich keine Lust hat, uns zu verlassen. Seinen Besitzer musste ihn alleine über den Boden schleifen und dann hoch nehmen, damit er ihn abtransportieren konnte.
Ach ja, es gab ja auch noch die Wahl in Berlin, bei der die regierende CDU eindeutig abgewählt wurde. Dass danach eine Kampagne speziell von der CDU angezettelt wurde, dass man mit dieser Linken nicht regieren könne, war trotz einiger unschöner Töne aus der Linken in Neukölln mehr als durchsichtig. Dazu gibt es einen lesenswerten Beitrag von Jürgen Trittin. Mal sehen, ob Grüne und SPD diesem Druck nachgeben. Um das Thema ein bisschen auflockern, sollte man diese kleine Anekdote von Bosch sich zu Gemüte führen.
Zum Abschluss noch eine kleine Bemerkung: mir fällt auf, dass praktisch alle jungen Frauen als Frisur lange Haare mit Mittelscheitel haben. Ich dachte, dass das früher nicht so gleichförmig war. Und das wird in diesem Artikel doch auch bestätigt:
Abends begannen wir einen 24-Rewatch – mein Gott, 25 Jahre her. Erzählenswert auch nur, weil uns beiden als erstes auffiel, dass es 2001 noch Frauen mit kurzen Haaren gab. Sogar Teens.
Am Sonntag hatten wir die beiden Frauen zu Gast, die während unseres Kanadabesuches unsere Pflanzen versorgt hatten. Dazu hatten sie noch die unangenehme Tatsache zu bewältigen, dass während unserer Abwesenheit reichlich Wasser aus einem Überlaufgefäß der Heizung in unser Bad geflossen war. Beide stammen aus Syrien und gehören zu der dortigen Minderheit der Drusen. Die Drusen haben sich aus einer Abspaltung vom Islam entwickelt und betreiben anders als dieser keine Mission. Eine der bekanntesten Angehörigen ist die Frau von George Clooney, Amal Clooney, deren Vater Druse war. Einige weitere Fakten zu den Drusen findet ihr beim Deutschlandfunk.
Unsere beiden stammen aus einem Gebiet von Syrien, das unter Einfluss des IS stand und wo der IS einige 100 Leute getötet hatte. Da war es nur zu verständlich, dass sie aufgrund der durchaus persönlichen Bedrohung das Land verfassen wollten. Für uns war es die erste Begegnung mit Leuten, die hohe Summen an Schleuse gezahlt hatten, um nach Deutschland zu kommen. Die Geschichte beide ist unabhängig voneinander, dass sie sich erst hier in Berlin kennen gelernt haben. Eine von beiden hat mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit und sagt, dass Deutschland ihre Heimat sei und sie sich als Deutsche fühlt.
Wir hatten beiden Gulasch gekocht. Aber sie haben es sich nehmen lassen neben Blumen auch Vor- und Nachspeise mitzubringen: als Vorspeise Baba Ganoush und als Nachspeise Halawet el Jibn.
Halawet el Jibn
Am Dienstag bin ich nach Hamburg gefahren, um an einem Veteranentreffen teilzunehmen. Es trafen sich Mitglieder meiner ersten Firma nach dem Studium, in der ich von 1977-1990 gearbeitet hatte. Es fühlte sich schon etwas merkwürdig an, nach mehr als zehn Jahren das erste Mal wieder am Gleis 8 des Berliner Hauptbahnhofes auf einen Zug nach Hamburg zu warten.
Leeres Abteil
Die erste Änderung fehlt mir schon vor der Abfahrt auf. Der ICE brauchte trotz aufwändiger Renovierung der Strecke 20 Minuten länger als früher bis nach Hamburg. Als ich mir den Streckenverlauf anschaute, fand ich auch den ersten Grund dafür: der Zug fuhr nicht wie damals nach Hamburg durch, sondern hielt in Wittenberg, Ludwigslust und Büchen.
Baustelle Logistiklager
Anders als damals hatte ich mir diesmal allerdings eine Fahrt erster Klasse geleistet und fand mich dann ohne Reservierung in ein komplett leeren Abteil wieder. Schon kurz vor Falkensee ergab sich eine einschneidende Veränderung im Landschaftsbild. Vorher war ich für mich ein Zeichen dafür, dass ich aus Berlin raus war beziehungsweise auf dem Rückweg nach Berlin rein fuhr, das die überddimensionierte Fabrik und das Lager von Herlitz. In diesem war kaum Betrieb, während ich fuhr und jetzt war es komplett verschwunden. Stattdessen befand sich auf dem Gelände ein Neubau eines Logistiklagers von DHL.
Die Fahrt verlief ereignislos und pünktlich. Schon als es nach Hamburg hinein ging, fiel auf, dass man von fast jeder Stelle das Riesenskelett des geplanten Elbtowers sehen konnte, der wohl meinem letzten Besuch wohl noch nicht einmal angefangen war. Auf ein Foto hab ich verzichtet, das sieht man ja oft genug in der Presse, wenn es um den Bau geht.
Anlieger Jungfernstieg
Nach Ankunft fuhr mit der S-Bahn direkt zum Jungfernstieg, muss ich die Gruppe um 13:00 Uhr treffen sollte. Ich war dann um 12:30 Uhr, der erste. Nach und nach trudelten dann die anderen ein. Interessant war, dass ich zumindest einen großen Teil der Teilnehmer wieder erkannte, obwohl ich die meisten vor 45 Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Mich allerdings hat kaum jemand identifiziert. Nur einer hat auf Anhieb meinen Namen genannt, und bei dem geh ich davon aus, dass es von Zeit zur Zeit diesen Blog besucht hatte.
Café Leinpfad
Mit dem Alsterdampfer ging dann quer über binnen und Außenalster, vorbei an Segelclub und prächtigen Villen, bis zum Winterhuder Fährhaus. Dort saßen wir alle zusammen bei Kaffee und Kuchen, für mich gab es einen Käsekuchen und einen doppelten Espresso. Für für den größeren Teil der Gruppe ging es dann mit der U-Bahn weiter bis zum Café Strauß in Eimsbüttel. Weil diese U-Bahn fahrt, allerdings nur mit zweimal Umsteigen klappte. Deshalb nahm ich mit zwei anderen den Bus ohne umsteigen und einem leicht längeren Fußweg.
Streckenanzeige in der Buslinie 25
Auch im Verkehrssystem gibt es einige Änderungen gegenüber meiner Zeit in Hamburg. Die Buslinie 25 kannte ich noch nicht genauso wenig wie die S-Bahn S7, mit der ich zum Jungfernstieg gefahren war. Und ein Blick auf den Verkehrsplan zeigte mir, dass es auf meinem alten Arbeitsweg in Richtung Harburg sogar eine neue S-Bahn-Station gibt, die Station Elbbrücken.
Café Strauß
Das Abendessen fand statt im Café Strauß. Und es heißt nicht nur so, sondern es gibt auch viele Gerichte mit Straußenfleisch: Burger, Steaks, Bowls und anderes. Mir war nicht so nach Strauß, deswegen bestätige ich eine Chicken Bowl.
Chicken Bowl
Die Bowl ging so. Ich fand die Hähnchenteile mit Panade eher nicht so passend, ich hätte mir mariniertes und gegrilltes Hähnchen gewünscht. Ansonsten war der Abend angenehm. Es gab schöne Gespräche und Erinnerungen. Mir fiel auch auf, dass einige Leute über mich in die Firma gekommen waren, entweder, weil ich sie eingestellt oder vorgeschlagen hatte. Da gab es dann Verbindungen zu meiner ersten Frau und zur letzten Freundin meines Vaters. Interessanterweise hat der erste keinen Kontakt mehr mit meiner Ex unter der zweite, keinen mehr mit meiner Schwester, obwohl sie lange Zeit gemeinsame Sachen gemacht haben. Oder war das der Exmann meiner Schwester, der den Kontakt gehalten hat?
Obwohl mir eine Teilnehmerin aufgrund ihrer Schicht Erfahrung mit einem ausgefallenen Zug von Berlin nach Hamburg Angst machte, verlief die Rückfahrt. So wie ich’s geplant hatte, der Zug fuhr mit 10 Minuten Verspätung los und war dann in Berlin mit. Unter 5 Minuten Verspätung nach Maßstäben der Deutschen Bahn pünktlich. Kurz nach 0:30 Uhr war ich dann im Bett.
Nachdem Hanna ihren Wahlbrief erhalten hat und gleich ausfüllte, hab ich auch meinen fertig gemacht und zum gelben Briefkasten gebracht. Der grüne Briefkasten von PIN ist zwar fast direkt vor unserem Haus, aber die Berliner Wahlbehörden schreiben ausdrücklich, dass die Briefe in einem Kasten der Deutschen Post gehören. Naja, ist ja auch im Gegensatz von PIN ein Staatsunternehmen.
Vogelhäuschen mit Auffangbehälter
Am vogelhäuschen mit dem Spatzenfutter wird immer kräftig gearbeitet, so dass Mengen von Körnern auf dem Boden fielen. Hanna hat deshalb eine Auffangschale aus einem alten Blumentopfuntersetzer fabriziert. Auf dem Bild sieht das noch etwas schief aus, sie hat es mittlerweile nachgearbeitet, so dass es ordentlich aussieht. Allerdings sieht das Bild in dieser Form spannender aus.
Ausschnitt aus dem Mathematiktest für angehende Mediziner
am Donnerstag früh hatte ich eine FaceTime-Sitzung mit Mohamed, der sich auf den TMS vorbereitet. TMS ist der Test für mathematische Studiengänge, den Mohamed im November ablegen möchte. Der Test ermöglicht potentiell auch Bewerbern zum Studiengang im Medizin, die aufgrund ihres Notenschnitt sim Abitur nicht direkt den Studiengang aufnehmen können. In Mathematik gibt es allerdings für Mohamed noch ein wenig zu tun.
Ansonsten nichts besonderes in dieser Woche. Hanna hat auf ihren Gang zu Rewe verzichtet, da es einfach nicht genug einzukaufen gab. Am Samstag war sie üblich auf dem Markt, und ich gehe entgegen, um ihr den schweren Rucksack mit den Einkäufen für die letzten Schritte abzunehmen.
Heute haben wir die zwei syrischen Frauen zu Gast zum Essen, die während unserer Abwesenheit die Blumen versorgt haben und auch das Nässeproblem im Badezimmer gemanaged haben. Mehr dazu dann demnächst.
Sie geht danach aus verständlichen Gründen und außerdem lesenswert zu anderen Gründen für Sorge über. Und verhält sich dabei pädagogisch wertvoll, denn es ist mit Gewissheit richtig, was sie den jungen Menschen da mitgibt.
Das Wahlergebnis habe ich jedenfalls auch zur Kenntnis genommen. Danach habe ich das aber nicht weiterverfolgt. Kein Interesse an absehbaren Kommentaren, an oberschlauen Analysen und ätzender Kritik, an Vulgärforderungen von denen rechtsaußen und an peinlichen Hohlphrasen aus der Regierungspartei des Bundes. Alles ist erwartbar bis zum Anschlag, geradezu brechreizerregend kam es mir einen Moment lang vor.
Video der Woche
Ein Video oder Woche geht es heute nicht. Ich habe auf YouTube gesucht zum Stichwort ”Wahl Song”. Was ich hauptsächlich vorgeschlagen bekam, waren Songs von oder über die blaue Partei. Danach hatte ich keine Lust mehr.
Wer das Bild sieht und unsere Kanadaberichte gelesen hat, könnte meinen, dass wir noch nicht zurückgekehrt sind. Aber nein, bald nach unserer Ankunft haben wir das Spiel besorgt und gleich dann den ersten Versuch gemacht.
So langsam haben wir uns wieder zu Hause eingefunden. Hanna hat immer noch den doofen Husten, den sie aus Kanada mitgebracht hat, und wir hoffen, dass der Hustenlöser, den ich ihr besorgt habe, letztlich helfen wird.
Hanna hat ihre Marktbesuche wieder aufgenommen und war am Mittwoch auch bei Rewe. Ergebnis des Einkaufs war, dass wir Kalbleber Berliner Art gegessen haben. Auf dem Markt hat Hanna natürlich wieder ihre Platt Pfirsiche besorgt, um solange es noch geht ihren Drink zu machen.
Hannas Pfirsichbowle
Auch ich war draußen, aber allein im persönlicher Mission hinsichtlich meiner Gesundheit. Du besuche in der Gastroenterologie. Der Charité hat erbracht, dass alles im Moment eher zufrieden stellend ist und die Colitis im Griff ist.
Hauptwasserhähne im Badezimmer
Vor gut einer Woche war auch ein Handwerker da und hat die Schäden im Bad angesehen, die den Leuten, die unsere Blumen gegossen haben, während unser Abwesenheit aufgefallen sind. Diese hatten sie mir schon per Videokonferenz in Kanada mitgeteilt. Der Handwerker hat unseren Haushalt gleich per Telefon benachrichtigt. Seitdem ist nichts weiter passiert.
Blick auf die Terrasse
wie man sieht, haben es die Blumenpfleger richtig gut gemacht. Unsere Terrasse blüht üppig wie selten. Das hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass Hanna in diesem Jahr vielleicht zum ersten Mal konsequent die Pflanzen gedüngt hat. Der wöchentliche Blumenstrauß auf die Balkontisch wird allerdings kleiner, man merkt, dass in der letzten Woche der astronomische Herbstanfang war.
Mir war gar nicht klar, dass die Kanadier Probleme mit Ahornsirup haben, der mit Zucker versetzt ist. Das ist dann doch das gleiche wie bei uns mit dem Honig aus China und weiteren dubiosen Ländern.
Der neue Oleanderersatz – Ein Hibiskus. Die erste Blüte am Rand des roten Daches.
Über meine Taxi Erfahrung. Am Montag habe ich in diesem Post schon extra berichtet. Des Weiteren ist unser Oleander jetzt weg und steht nun vor einer Feuerwache. Sein Nachfolger ist mittlerweile da, ein winterfester Hibiskus.
Auch diese Lieferung hat ihre Geschichte. Hanna hatte die Pflanze online bestellt und wir warteten auf die Ankunft. Und nichts passierte, obwohl die Lieferung zwischen vier und sechs Tagen versprochen war. Also hat Hanna den Gartenbetrieb angerufen und nachgefragt. Es stellte raus, dass der Betrieb auf das Geld bei Hanna hat Vorkasse bestellt. Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass das wie üblich per PayPal oder Kreditkarte funktioniert. Also passierte nichts.
Dann hab ich das Geld überwiesen und innerhalb eines Tages kam die Bestätigung. Es dauerte einige Tage, bis die Bestellung abgeschickt wurde und dann passierte DHL Lieferung wurde für Samstag angekündigt und dann für Freitag, aber am Freitag war sie nicht im Zustellfahrzeug. Das passierte dann erst am Samstag. Wir haben was zu Fahrzeug per Live Tracking verfolgt, ist sechs Stopps vor unserem Haus, dann verschwand das Liverackking und es passierte – nichts. Irgendwann kam dann die Meldung, dass die Lieferung aus Gründen nicht erfolgen konnte, wobei verschiedene Arten von Gründen angegeben waren. Also stand die Pflanze am Wochenende irgendwo in einem Lager herum und Hanna hatte schon Angst, dass sie das nicht überstehen könnte. Am Montag wieder die Ankündigung mit dem Lieferfahrzeug und diesmal klappt es mit der Lieferung. Und die Pflanze sah besser aus als erwartet. Mittlerweile fängt sie an zu blühen. Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man die erste Blüte auf dem Foto.
Mitbringsel für die Familie
Unsere Reisevorbereitung gehen weiter. Mittwoch hatte Hanna einen Teil der Mitbringsel, die gewünscht werden, bei Lidl erstanden. Am Donnerstag waren wir dann beide bei Rewe und haben den Rest erstanden. Darunter auch zwei Flaschen Wodka, die einen wesentlichen Teil des Caesars Cocktails ausmachen, den wir in den nächsten Wochen wohl häufiger zu uns nehmen werden.
Mitbringsel – Teil 2
Am Freitag fahren wir dann beide beim Ohrenarzt und haben uns die Ohren professionell reinigen lassen. Ich habe das Gefühl, dass mein Hörvermögen dadurch schon erheblich verbessert ist. Wir werden aber trotzdem Anfang Oktober noch einmal einen Hörtest beim HNO-Arzt machen.
Hanna Spezialgetränk mit Plattpfirsichen
Gestern war ich bei der Apotheke, um noch einige Medikamente zu besorgen, die ich für die Reise brauche. Hanna hatte nicht so die rechte Lust, zum Markt zu gehen. Zum einen da wir nicht so viel brauchen, da es am Mittwoch losgeht. Zum anderen ist sie schon etwas aufgeregt wegen der Reise. Also bin ich los und hab nach dem Apothekenbesuch die paar Schritte zum Markt gemacht und für sie Plattpfirsiche und Cocktailtomaten besorgt.
Heute hatte ich vormittags einen meiner regelmäßigen Termine in der Charité/Virchow Klinikum wie so häufig mit Blutabnahme und Urinprobe. Zu diesen Terminen fahre ich in der Regel mit dem Taxi.
Diesmal war es eine Taxifahrt der anderen Art. Das bestellte Taxi war pünktlich da und es war ein Großraumtaxi, eine Art, die ich eigentlich hasse. Man kommt nur schwer hoch, wenn nicht, wie es manche Taxifahrer haben, eine kleine Extra Stufe für den Einstieg gestellt wird. Aber ich hab mittlerweile meine Method: ich setz mich von außen auf dem Sitz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, schieb mich rein und wechsel dann auf dem Sitz in Fahrtrichtung.
Soweit so gut. Als ich deinen Taxi saß und mein Ziel angab wegen der Taxifahrer an zu klagen. Er wollte doch nur eine Fahrt von 12-15 € machen um sein Tages soll zu erfüllen und er hätte seinen Kindern ganz doll versprochen sie um 11:00 Uhr zu irgendwas abzuholen. Ich dachte Pech gehabt. Aber praktisch wieder und wieder vor, bis ich nach gab, und ihm erlaubte mich an einem Taxistand am Alexanderplatz abzusetzen. Das Taxameter hatte er schon in der Fahrt abgestellt und damit es schnell ging, zahlte ich ausnahmsweise bar.
Also Taxiwechsel.
Es ging am Alexanderplatz in eines der heutzutage häufigsten Taxis, ein Toyota Hybrid. Als sie dem Fahrer das Ziel nannte, das Virchowklinikum, sagte er sofort: also Seestraße. Seestraße ist der Hauptzugang, aber ich wollte zu einem Nebeneingang also sagte ich zu ihm: Nee, ich will in Richtung Augustenburger Platz. Den kann er nicht, heutzutage müssen die Taxifahrer ja nicht mehr die Stadt kennen, sondern es gibt ja Google Maps. Da musste er dann erst mal umständlich suchen. Dann hielt er mir die Navigation hin und sagte: dahin? Konnte ich nicht lesen, also erst die Brille hervor bekam und mein Ja gegeben.
Ich zeigte ihm auch die Nebeneinfahrt, die nehmen wollte und wir kamen dann tatsächlich am Ziel an. Ich also den Fahrer gesagt, dass ich mit Karte, sprich mit Mobiltelefon, bezahlen wollte. Er fummelte rum und stellte dann fest, dass er Bedienung des Geräts nicht zurecht kam, und er gab auf Nachfrage zu, das ist das erste Mal für ihn war, dass er eine Kartenzahlung bearbeiten musste. Das konnte er nur dadurch lösen, dass sie jemanden anruft, der ihm die Bedienung erklärte. Danach klappte es dann.
Auf der Rückfahrt gab es dann als einziges Problem, dass ich dem Fahrer sagte, wie er fahren sollte.
Unser Balkon ist ein wunderbares kleines Biotop, auf dem kaum eine Minute vergeht, in der nicht irgendwelche Insekten an die Blüten ran wollen. Das ist in diesem Jahr ganz offensichtlich, weil Hanna angefangen hat, den Pflanzen auf der Terrasse regelmäßige Nährstoffe zuzufügen.
Ansonsten war die letzte Woche bis auf einige Kleinigkeiten so wie immer. Am Donnerstag letzter Woche hatte ich meine Koloskopie. Vorher hatte ich ja einige Bedenken, weil die angesetzt war, obwohl ich vor einem halben Jahr die letzte hatte. Damals war vieles unklar, auch weil ich einen akuten Colitisschub hatte. Diesmal war aber alles soweit in Ordnung. Ich habe einen Gastroenterologen, der mich per E-Mail darum gebeten hatte ihm sofort mitzuteilen, dass ich die Coloskopie hatte. Und da hat sich nach meiner Erinnerung gleich die Ergebnisse angeschaut und meinte da ist nichts weiter als noch eine leichte Entzündung.
Lilie auf unserer Terrasse
Im Titel dieses Posts habe ich ja den Mikrokosmos erwähnt. Dass ich das immer wieder erwähne, richtet sich im Wesentlichen an meine Schwester, die gemeint hatte, ich solle in meinem Mikrokosmos glücklich werden.
Diesmal hatten wir am Samstag Besuch von Julia, die wir schon einige Zeit lang nicht getroffen hatten. Da wurde viel gequatscht und wir brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Das Essen dazu war einfach: ein Entrecôte vom Grill mit Salat. Und das war viel besser als das T-Bone-Steak von der Woche davor. Biofleisch mit bestem Geschmack und wenig Abfall, den man mitbezahlen muss wie der Knochen und das Fett beim T-Bone.
Charlotte, Steffi und Carsten
Am Sonntag wurden wir dann von Carsten abgeholt und nach Falkensee in ihr Haus gefahren, wo es dann Kaffee und Kuchen und ein Abendessen gab. Zurückgefahren wurden wir dann von Charlotte. Normalerweise wären wir mit der Regionalbahn bis Falkensee gefahren und von dort abgeholt worden. Aber zur Zeit ist die Stadtbahn zu voll für Fernzüge als auch für die S-Bahn gesperrt wegen Bauarbeiten, so dass dieser Verkehr ein wenig komplizierte wird durch Schienenersatzverkehr oder mehrfaches Umsteigen. Zu essen gab es eine linsenbasierte Vorspeise, panierte Hähnchenstückchen mit Kartoffelsalat und ein selbst gemachtes Halbgefrorenes.
Nachtisch in Falkensee
Das Foto oben von unseren Gastgebern war, wie man sieht, gestellt. Ich liebe ja eher Fotos, die einen Moment einfangen, ohne dass sich die Fotografierten dessen bewusst sind. Das noch ein kleiner Nachschlag
Charlotte und Steffi
Carsten war bei dieser Gelegenheit in der Küche und hat das Essen vorbereitet.
Ansonsten geht hier alles ein Gang. In dieser Woche gab es Kontrastessen. Zunächst zwei Tage Hähnchen vom Grill mit etwas sautierten Kohlrabi und Tomaten und gestern und heute als Ausgleich ein vegetarisches Ratatouille.
Ratatouille
Ansonsten rückt Kanada immer näher. Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir’s mit dem Bargeld machen, da EC-Karten in Kanada zur Zeit nicht akzeptiert werden wegen VPay. Ich habe schon Stecker und Adapter bestellt für unsere aktuelle Ausstattung an Telefonen, Uhren und iPads. Heute versucht Hanna noch zu organisieren, wie das mit der Bewässerung der Pflanzen während unserer Abwesenheit funktioniert.
Und ich bin gespannt, was die Kanadier für meinen Geburtstag vorbereitet haben.
O, welch Überraschung! Ich weiß gar nicht, was mich mehr überrascht: dass überhaupt noch jemand in meinem Blog mitliest – oder…