Gegenwärtiges und Vergangenes

Kategorie: Hier und Jetzt (Seite 1 von 12)

Besuch und Teilnahme

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Baba Ganoush

Am Sonntag hatten wir die beiden Frauen zu Gast, die während unseres Kanadabesuches unsere Pflanzen versorgt hatten. Dazu hatten sie noch die unangenehme Tatsache zu bewältigen, dass während unserer Abwesenheit reichlich Wasser aus einem Überlaufgefäß der Heizung in unser Bad geflossen war. Beide stammen aus Syrien und gehören zu der dortigen Minderheit der Drusen. Die Drusen haben sich aus einer Abspaltung vom Islam entwickelt und betreiben anders als dieser keine Mission. Eine der bekanntesten Angehörigen ist die Frau von George Clooney, Amal Clooney, deren Vater Druse war. Einige weitere Fakten zu den Drusen findet ihr beim Deutschlandfunk.

Unsere beiden stammen aus einem Gebiet von Syrien, das unter Einfluss des IS stand und wo der IS einige 100 Leute getötet hatte. Da war es nur zu verständlich, dass sie aufgrund der durchaus persönlichen Bedrohung das Land verfassen wollten. Für uns war es die erste Begegnung mit Leuten, die hohe Summen an Schleuse gezahlt hatten, um nach Deutschland zu kommen. Die Geschichte beide ist unabhängig voneinander, dass sie sich erst hier in Berlin kennen gelernt haben. Eine von beiden hat mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit und sagt, dass Deutschland ihre Heimat sei und sie sich als Deutsche fühlt.

Wir hatten beiden Gulasch gekocht. Aber sie haben es sich nehmen lassen neben Blumen auch Vor- und Nachspeise mitzubringen: als Vorspeise Baba Ganoush und als Nachspeise Halawet el Jibn.

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Halawet el Jibn

Am Dienstag bin ich nach Hamburg gefahren, um an einem Veteranentreffen teilzunehmen. Es trafen sich Mitglieder meiner ersten Firma nach dem Studium, in der ich von 1977-1990 gearbeitet hatte. Es fühlte sich schon etwas merkwürdig an, nach mehr als zehn Jahren das erste Mal wieder am Gleis 8 des Berliner Hauptbahnhofes auf einen Zug nach Hamburg zu warten.

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Leeres Abteil

Die erste Änderung fehlt mir schon vor der Abfahrt auf. Der ICE brauchte trotz aufwändiger Renovierung der Strecke 20 Minuten länger als früher bis nach Hamburg. Als ich mir den Streckenverlauf anschaute, fand ich auch den ersten Grund dafür: der Zug fuhr nicht wie  damals nach Hamburg durch, sondern hielt in Wittenberg, Ludwigslust und Büchen.

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Baustelle Logistiklager

Anders als damals hatte ich mir diesmal allerdings eine Fahrt erster Klasse geleistet und fand mich dann ohne Reservierung in ein komplett leeren Abteil wieder. Schon kurz vor Falkensee ergab sich eine einschneidende Veränderung im Landschaftsbild. Vorher war ich für mich ein Zeichen dafür, dass ich aus Berlin raus war beziehungsweise auf dem Rückweg nach Berlin rein fuhr, das die überddimensionierte Fabrik und das Lager von Herlitz. In diesem war kaum Betrieb, während ich fuhr und jetzt war es komplett verschwunden. Stattdessen befand sich auf dem Gelände ein Neubau eines Logistiklagers von DHL.

Die Fahrt verlief ereignislos und pünktlich. Schon als es nach Hamburg hinein ging, fiel auf, dass man von fast jeder Stelle das Riesenskelett des geplanten Elbtowers sehen konnte, der wohl meinem letzten Besuch wohl noch nicht einmal angefangen war. Auf ein Foto hab ich verzichtet, das sieht man ja oft genug in der Presse, wenn es um den Bau geht.

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Anlieger Jungfernstieg

Nach Ankunft fuhr mit der S-Bahn direkt zum Jungfernstieg, muss ich die Gruppe um 13:00 Uhr treffen sollte. Ich war dann um 12:30 Uhr, der erste. Nach und nach trudelten dann die anderen ein. Interessant war, dass ich zumindest einen großen Teil der Teilnehmer wieder erkannte, obwohl ich die meisten vor 45 Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Mich allerdings hat kaum jemand identifiziert. Nur einer hat auf Anhieb meinen Namen genannt, und bei dem geh ich davon aus, dass es von Zeit zur Zeit diesen Blog besucht hatte.

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Café Leinpfad

Mit dem Alsterdampfer ging dann quer über binnen und Außenalster, vorbei an Segelclub und prächtigen Villen, bis zum Winterhuder Fährhaus. Dort saßen wir alle zusammen bei Kaffee und Kuchen, für mich gab es einen Käsekuchen und einen doppelten Espresso. Für für den größeren Teil der Gruppe ging es dann mit der U-Bahn weiter bis zum Café Strauß in Eimsbüttel. Weil diese U-Bahn fahrt, allerdings nur mit zweimal Umsteigen klappte. Deshalb nahm ich mit zwei anderen den Bus ohne umsteigen und einem leicht längeren Fußweg.

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Streckenanzeige in der Buslinie 25

Auch im Verkehrssystem gibt es einige Änderungen gegenüber meiner Zeit in Hamburg. Die Buslinie 25 kannte ich noch nicht genauso wenig wie die S-Bahn S7, mit der ich zum Jungfernstieg gefahren war. Und ein Blick auf den Verkehrsplan zeigte mir, dass es auf meinem alten Arbeitsweg in Richtung Harburg sogar eine neue S-Bahn-Station gibt, die Station Elbbrücken.

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Café Strauß

Das Abendessen fand statt im Café Strauß. Und es heißt nicht nur so, sondern es gibt auch viele Gerichte mit Straußenfleisch: Burger, Steaks, Bowls und anderes. Mir war nicht so nach Strauß, deswegen bestätige ich eine Chicken Bowl.

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Chicken Bowl

Die Bowl ging so. Ich fand die Hähnchenteile mit Panade eher nicht so passend, ich hätte mir mariniertes und gegrilltes Hähnchen gewünscht. Ansonsten war der Abend angenehm. Es gab schöne Gespräche und Erinnerungen. Mir fiel auch auf, dass einige Leute über mich in die Firma gekommen waren, entweder, weil ich sie eingestellt oder vorgeschlagen hatte. Da gab es dann Verbindungen zu meiner ersten Frau und zur letzten Freundin meines Vaters. Interessanterweise hat der erste keinen Kontakt mehr mit meiner Ex unter der zweite, keinen mehr mit meiner Schwester, obwohl sie lange Zeit gemeinsame Sachen gemacht haben. Oder war das der Exmann meiner Schwester, der den Kontakt gehalten hat?

Obwohl mir eine Teilnehmerin aufgrund ihrer Schicht Erfahrung mit einem ausgefallenen Zug von Berlin nach Hamburg Angst machte, verlief die Rückfahrt. So wie ich’s geplant hatte, der Zug fuhr mit 10 Minuten Verspätung los und war dann in Berlin mit. Unter 5 Minuten Verspätung nach Maßstäben der Deutschen Bahn pünktlich. Kurz nach 0:30 Uhr war ich dann im Bett.

Video der Woche

Briefwahl

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Wahlbriefe

Nachdem Hanna ihren Wahlbrief erhalten hat und gleich ausfüllte, hab ich auch meinen fertig gemacht und zum gelben Briefkasten gebracht. Der grüne Briefkasten von PIN ist zwar fast direkt vor unserem Haus, aber die Berliner Wahlbehörden schreiben ausdrücklich, dass die Briefe in einem Kasten der Deutschen Post gehören. Naja, ist ja auch im Gegensatz von PIN ein Staatsunternehmen.

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Vogelhäuschen mit Auffangbehälter

Am vogelhäuschen mit dem Spatzenfutter wird immer kräftig gearbeitet, so dass Mengen von Körnern auf dem Boden fielen. Hanna hat deshalb eine Auffangschale aus einem alten Blumentopfuntersetzer fabriziert. Auf dem Bild sieht das noch etwas schief aus, sie hat es mittlerweile nachgearbeitet, so dass es ordentlich aussieht. Allerdings sieht das Bild in dieser Form spannender aus. 

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Ausschnitt aus dem Mathematiktest für angehende Mediziner

am Donnerstag früh hatte ich eine FaceTime-Sitzung mit Mohamed, der sich auf den TMS vorbereitet. TMS ist der Test für mathematische Studiengänge, den Mohamed im November ablegen möchte. Der Test ermöglicht potentiell auch Bewerbern zum Studiengang im Medizin, die aufgrund ihres Notenschnitt sim Abitur nicht direkt den Studiengang aufnehmen können. In Mathematik gibt es allerdings für Mohamed noch ein wenig zu tun.

Ansonsten nichts besonderes in dieser Woche. Hanna hat auf ihren Gang zu Rewe verzichtet, da es einfach nicht genug einzukaufen gab. Am Samstag war sie üblich auf dem Markt, und ich gehe entgegen, um ihr den schweren Rucksack mit den Einkäufen für die letzten Schritte abzunehmen.

Heute haben wir die zwei syrischen Frauen zu Gast zum Essen, die während unserer Abwesenheit die Blumen versorgt haben und auch das Nässeproblem im Badezimmer gemanaged haben. Mehr dazu dann demnächst.

Aus meiner Leseliste

 

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/09/07/die-hinbewegung/

Max Buddenbohm betrachtet das Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt und redet über Reaktionen dazu.

Ich finde die etwas royal wirkende Erhabenheit eines schlichten Satzes bei der geschätzten Frau Novemberregen sympathisch: „Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie geht danach aus verständlichen Gründen und außerdem lesenswert zu anderen Gründen für Sorge über. Und verhält sich dabei pädagogisch wertvoll, denn es ist mit Gewissheit richtig, was sie den jungen Menschen da mitgibt.

Das Wahlergebnis habe ich jedenfalls auch zur Kenntnis genommen. Danach habe ich das aber nicht weiterverfolgt. Kein Interesse an absehbaren Kommentaren, an oberschlauen Analysen und ätzender Kritik, an Vulgärforderungen von denen rechtsaußen und an peinlichen Hohlphrasen aus der Regierungspartei des Bundes. Alles ist erwartbar bis zum Anschlag, geradezu brechreizerregend kam es mir einen Moment lang vor.

 

Video der Woche

Ein Video oder Woche geht es heute nicht. Ich habe auf YouTube gesucht zum Stichwort ”Wahl Song”. Was ich hauptsächlich vorgeschlagen bekam, waren Songs von oder über die blaue Partei. Danach hatte ich keine Lust mehr.

Nach der Reise

Hanna sammelt die Steine des neu erworbenen Spiels Rummikub ein

Einräumen nach dem ersten Spiel

Wer das Bild sieht und unsere Kanadaberichte gelesen hat, könnte meinen, dass wir noch nicht zurückgekehrt sind. Aber nein, bald nach unserer Ankunft haben wir das Spiel besorgt und gleich dann den ersten Versuch gemacht.

So langsam haben wir uns wieder zu Hause eingefunden. Hanna hat immer noch den doofen Husten, den sie aus Kanada mitgebracht hat, und wir hoffen, dass der Hustenlöser, den ich ihr besorgt habe, letztlich helfen wird.

Hanna hat ihre Marktbesuche wieder aufgenommen und war am Mittwoch auch bei Rewe. Ergebnis des Einkaufs war, dass wir Kalbleber Berliner Art gegessen haben. Auf dem Markt hat Hanna natürlich wieder ihre Platt Pfirsiche besorgt, um solange es noch geht ihren Drink zu machen.

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Hannas Pfirsichbowle

Auch ich war draußen, aber allein im persönlicher Mission hinsichtlich meiner Gesundheit. Du besuche in der Gastroenterologie. Der Charité hat erbracht, dass alles im Moment eher zufrieden stellend ist und die Colitis im Griff ist.

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Hauptwasserhähne im Badezimmer

Vor gut einer Woche war auch ein Handwerker da und hat die Schäden im Bad angesehen, die den Leuten, die unsere Blumen gegossen haben, während unser Abwesenheit aufgefallen sind. Diese hatten sie mir schon per Videokonferenz in Kanada mitgeteilt. Der Handwerker hat unseren Haushalt gleich per Telefon benachrichtigt. Seitdem ist nichts weiter passiert.

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Blick auf die Terrasse

wie man sieht, haben es die Blumenpfleger richtig gut gemacht. Unsere Terrasse blüht üppig wie selten. Das hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass Hanna in diesem Jahr vielleicht zum ersten Mal konsequent die Pflanzen gedüngt hat. Der wöchentliche Blumenstrauß auf die Balkontisch wird allerdings kleiner, man merkt, dass in der letzten Woche der astronomische Herbstanfang war.

Aus meiner Leseliste

https://marilyncarr.com/cottage-status-report-20260905/

Mir war gar nicht klar, dass die Kanadier Probleme mit Ahornsirup haben, der mit Zucker versetzt ist. Das ist dann doch das gleiche wie bei uns mit dem Honig aus China und weiteren dubiosen Ländern.

Video der Woche

Hibiskuswoche

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Der neue Oleanderersatz – Ein Hibiskus. Die erste Blüte am Rand des roten Daches.

Über meine Taxi Erfahrung. Am Montag habe ich in diesem Post schon extra berichtet. Des Weiteren ist unser Oleander jetzt weg und steht nun vor einer Feuerwache. Sein Nachfolger ist mittlerweile da, ein winterfester Hibiskus. 

Auch diese Lieferung hat ihre Geschichte. Hanna hatte die Pflanze online bestellt und wir warteten auf die Ankunft. Und nichts passierte, obwohl die Lieferung zwischen vier und sechs Tagen versprochen war. Also hat Hanna den Gartenbetrieb angerufen und nachgefragt. Es stellte raus, dass der Betrieb auf das Geld bei Hanna hat Vorkasse bestellt. Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass das wie üblich per PayPal oder Kreditkarte funktioniert. Also passierte nichts.

Dann hab ich das Geld überwiesen und innerhalb eines Tages kam die Bestätigung. Es dauerte einige Tage, bis die Bestellung abgeschickt wurde und dann passierte DHL Lieferung wurde für Samstag angekündigt und dann für Freitag, aber am Freitag war sie nicht im Zustellfahrzeug. Das passierte dann erst am Samstag. Wir haben was zu Fahrzeug per Live Tracking verfolgt, ist sechs Stopps vor unserem Haus, dann verschwand das Liverackking und es passierte – nichts. Irgendwann kam dann die Meldung, dass die Lieferung aus Gründen nicht erfolgen konnte, wobei verschiedene Arten von Gründen angegeben waren. Also stand die Pflanze am Wochenende irgendwo in einem Lager herum und Hanna hatte schon Angst, dass sie das nicht überstehen könnte. Am Montag wieder die Ankündigung mit dem Lieferfahrzeug und diesmal klappt es mit der Lieferung. Und die Pflanze sah besser aus als erwartet. Mittlerweile fängt sie an zu blühen. Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man die erste Blüte auf dem Foto.

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Mitbringsel für die Familie

Unsere Reisevorbereitung gehen weiter. Mittwoch hatte Hanna einen Teil der Mitbringsel, die gewünscht werden, bei Lidl erstanden. Am Donnerstag waren wir dann beide bei Rewe und haben den Rest erstanden. Darunter auch zwei Flaschen Wodka, die einen wesentlichen Teil des Caesars Cocktails ausmachen, den wir in den nächsten Wochen wohl häufiger zu uns nehmen werden.

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Mitbringsel – Teil 2

Am Freitag fahren wir dann beide beim Ohrenarzt und haben uns die Ohren professionell reinigen lassen. Ich habe das Gefühl, dass mein Hörvermögen dadurch schon erheblich verbessert ist. Wir werden aber trotzdem Anfang Oktober noch einmal einen Hörtest beim HNO-Arzt machen.

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Hanna Spezialgetränk mit Plattpfirsichen

Gestern war ich bei der Apotheke, um noch einige Medikamente zu besorgen, die ich für die Reise brauche. Hanna hatte nicht so die rechte Lust, zum Markt zu gehen. Zum einen da wir nicht so viel brauchen, da es am Mittwoch losgeht. Zum anderen ist sie schon etwas aufgeregt wegen der Reise. Also bin ich los und hab nach dem Apothekenbesuch die paar Schritte zum Markt gemacht und für sie Plattpfirsiche und Cocktailtomaten besorgt. 

Video der Woche

Taxi! Taxi?

Bilder der Taxi-Demo In Berlin 2019 (CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication.)

Heute hatte ich vormittags einen meiner regelmäßigen Termine in der Charité/Virchow Klinikum wie so häufig mit Blutabnahme und Urinprobe. Zu diesen Terminen fahre ich in der Regel mit dem Taxi.

Diesmal war es eine Taxifahrt der anderen Art. Das bestellte Taxi war pünktlich da und es war ein Großraumtaxi, eine Art, die ich eigentlich hasse. Man kommt nur schwer hoch, wenn nicht, wie es manche Taxifahrer haben, eine kleine Extra Stufe für den Einstieg gestellt wird. Aber ich hab mittlerweile meine Method: ich setz mich von außen auf dem Sitz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung, schieb mich rein und wechsel dann auf dem Sitz in Fahrtrichtung.

Soweit so gut. Als ich deinen Taxi saß und mein Ziel angab wegen der Taxifahrer an zu klagen. Er wollte doch nur eine Fahrt von 12-15 € machen um sein Tages soll zu erfüllen und er hätte seinen Kindern ganz doll versprochen sie um 11:00 Uhr zu irgendwas abzuholen. Ich dachte Pech gehabt. Aber praktisch wieder und wieder vor, bis ich nach gab, und ihm erlaubte mich an einem Taxistand am Alexanderplatz abzusetzen. Das Taxameter hatte er schon in der Fahrt abgestellt und damit es schnell ging, zahlte ich ausnahmsweise bar.

Also Taxiwechsel. 

Es ging am Alexanderplatz in eines der heutzutage häufigsten Taxis, ein Toyota Hybrid. Als sie dem Fahrer das Ziel nannte, das Virchowklinikum, sagte er sofort: also Seestraße. Seestraße ist der Hauptzugang, aber ich wollte zu einem Nebeneingang also sagte ich zu ihm: Nee, ich will in Richtung Augustenburger Platz. Den kann er nicht, heutzutage müssen die Taxifahrer ja nicht mehr die Stadt kennen, sondern es gibt ja Google Maps. Da musste er dann erst mal umständlich suchen. Dann hielt er mir die Navigation hin und sagte: dahin? Konnte ich nicht lesen, also erst die Brille hervor bekam und mein Ja gegeben.

Ich zeigte ihm auch die Nebeneinfahrt, die nehmen wollte und wir kamen dann tatsächlich am Ziel an. Ich also den Fahrer gesagt, dass ich mit Karte, sprich mit Mobiltelefon, bezahlen wollte. Er fummelte rum und stellte dann fest, dass er Bedienung des Geräts nicht zurecht kam, und er gab auf Nachfrage zu, das ist das erste Mal für ihn war, dass er eine Kartenzahlung bearbeiten musste. Das konnte er nur dadurch lösen, dass sie jemanden anruft, der ihm die Bedienung erklärte. Danach klappte es dann.

Auf der Rückfahrt gab es dann als einziges Problem, dass ich dem Fahrer sagte, wie er fahren sollte.

Woche im Mikrokosmos

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Wuchernde Pflanzen auf unserer Terrasse

Unser Balkon ist ein wunderbares kleines Biotop, auf dem kaum eine Minute vergeht, in der nicht irgendwelche Insekten an die Blüten ran wollen. Das ist in diesem Jahr ganz offensichtlich, weil Hanna angefangen hat, den Pflanzen auf der Terrasse regelmäßige Nährstoffe zuzufügen.

Ansonsten war die letzte Woche bis auf einige Kleinigkeiten so wie immer. Am Donnerstag letzter Woche hatte ich meine Koloskopie. Vorher hatte ich ja einige Bedenken, weil die angesetzt war, obwohl ich vor einem halben Jahr die letzte hatte. Damals war vieles unklar, auch weil ich einen akuten Colitisschub hatte. Diesmal war aber alles soweit in Ordnung. Ich habe einen Gastroenterologen, der mich per E-Mail darum gebeten hatte ihm sofort mitzuteilen, dass ich die Coloskopie hatte. Und da hat sich nach meiner Erinnerung gleich die Ergebnisse angeschaut und meinte da ist nichts weiter als noch eine leichte Entzündung.

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Lilie auf unserer Terrasse

Im Titel dieses Posts habe ich ja den Mikrokosmos erwähnt. Dass ich das immer wieder erwähne, richtet sich im Wesentlichen an meine Schwester, die gemeint hatte, ich solle in meinem Mikrokosmos glücklich werden.

Diesmal hatten wir am Samstag Besuch von Julia, die wir schon einige Zeit lang nicht getroffen hatten. Da wurde viel gequatscht und wir brachten uns gegenseitig auf den neuesten Stand. Das Essen dazu war einfach: ein Entrecôte vom Grill mit Salat. Und das war viel besser als das T-Bone-Steak von der Woche davor. Biofleisch mit bestem Geschmack und wenig Abfall, den man mitbezahlen muss wie der Knochen und das Fett beim T-Bone.

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Charlotte, Steffi und Carsten

Am Sonntag wurden wir dann von Carsten abgeholt und nach Falkensee in ihr Haus gefahren, wo es dann Kaffee und Kuchen und ein Abendessen gab. Zurückgefahren wurden wir dann von Charlotte. Normalerweise wären wir mit der Regionalbahn bis Falkensee gefahren und von dort abgeholt worden. Aber zur Zeit ist die Stadtbahn zu voll für Fernzüge als auch für die S-Bahn gesperrt wegen Bauarbeiten, so dass dieser Verkehr ein wenig komplizierte wird durch Schienenersatzverkehr oder mehrfaches Umsteigen. Zu essen gab es eine linsenbasierte Vorspeise, panierte Hähnchenstückchen mit Kartoffelsalat und ein selbst gemachtes Halbgefrorenes.

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Nachtisch in Falkensee

Das Foto oben von unseren Gastgebern war, wie man sieht, gestellt. Ich liebe ja eher Fotos, die einen Moment einfangen, ohne dass sich die Fotografierten dessen bewusst  sind. Das noch ein kleiner Nachschlag

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Charlotte und Steffi

Carsten war bei dieser Gelegenheit in der Küche und hat das Essen vorbereitet.

Ansonsten geht hier alles ein Gang. In dieser Woche gab es Kontrastessen. Zunächst zwei Tage Hähnchen vom Grill mit etwas sautierten Kohlrabi und Tomaten und gestern und heute als Ausgleich ein vegetarisches Ratatouille.

Ratatouille

Ansonsten rückt Kanada immer näher. Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir’s mit dem Bargeld machen, da EC-Karten in Kanada zur Zeit nicht akzeptiert werden wegen VPay. Ich habe schon Stecker und Adapter bestellt für unsere aktuelle Ausstattung an Telefonen, Uhren und iPads. Heute versucht Hanna noch zu organisieren, wie das mit der Bewässerung der Pflanzen während unserer Abwesenheit funktioniert.

Und ich bin gespannt, was die Kanadier für meinen Geburtstag vorbereitet haben.

Vorbereitungswoche

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Blumenstrauß der Woche

Am Donnerstag hab ich mal wieder einen Termin zur Koloskopie. Im Februar war der Befund etwas unklar, deswegen diese Wiederholung. Allerdings geht es mir mit meiner Colitis seit Ende März sehr viel besser als in dem halben Jahr zuvor. Wir werden sehen.

Zur Vorbereitung war ich am Montag in meiner Hausarztpraxis. Ich brauche nämlich ein weniger als zehn Tage altes Blutbild für den Termin am Donnerstag.  Da ich das Ergebnis nicht mit meinem Arzt besprechen musste, bat  ich darum, mir das Ergebnis per Post zuzusenden, was mir auch zugesichert wurde. Allerdings ist es stand heute noch nicht bei mir eingetroffen, weshalb ich per E-Mail um die Zusendung per Mail gebeten habe. Es würde mir zumindest einen Weg ersparen.

Gleichzeitig wollte ich ein Rezept bekommen und eins für Hanna. Gleich danach habe ich in der Apotheke vorgesprochen. Das Medikament für Hanna bekam ich ohne weiteres, denn als pensionierte Beamten ist sie Privatpatientin und bekommt ihr Rezept auf Papier. Ich als Kassenpatient dagegen auf meine Karte und da hatte der Arzt mein Medikament noch nicht hinterlegt. Also gab es einen Extraausflug zur Apotheke am Dienstag. Den Weg dorthin konnte ich im Trockenen machen. Später am Tag gab es ein angedeutetes Gewitter mit einem einzigen Donnerschlag.

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Toronto am 15. Juli

Am Mittwoch war Hanna bei Rewe. Und am Donnerstag hatte sie ein Gespräch mit ihrer Nichte Natascha in Toronto und war ganz erschreckt, denn Natascha für das Videotelefonat mit einer Mund-Nasenmaske, die ganz braun aussah. Wegen der Waldbrände in Nordontario ist die Luft bis hin nach New York kontaminiert. Soweit, dass Trump deswegen neue Strafzölle gegenüber Kanada angekündigte. Hanna war auch sehr beunruhigt und versuchte ihre Schwester zu erreichen. Was nicht sofort gegangen. Spielt er dann hat sich ihre Schwester gewundert, warum sie so dringend gesucht wurde. Es ginge doch blendend und sie habe ja nur draußen gearbeitet.

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Hannas Sommergetränk

Am Samstag ist Hanna wie üblich zum Markt. Seit einiger Zeit gehe ich nicht mit, weil ich selbst nichts mehr dort kaufe. Vorher war ich auch mit, um an einem freistand Wurst und Aufschnitt zu kaufen, aber der ist so unfreundlich das ist mir kein Spaß brachte mitzukommen. Hanna war nicht glücklich darüber, weil ihr Einkauf von Gemüse, Obst und Blumen doch sehr schwer war. Jetzt haben wir ein Kompromiss gefunden: wenn sie eingekauft hat, komme ich ihr entgegen und nehme ihr diesen schweren Rucksack ab. Neben anderen Sachen, unter anderem Radieschen für mich, sind Hanna die Blumen für unseren Balkon Strauß (siehe oben) sehr wichtig und zu dieser Jahreszeit die Plattpfirsiche für ihr Spezialgetränk.

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Urlaubslektüre

Ich habe mich in der Woche spontan entschlossen, für unseren Urlaub Bücher in traditioneller be Papierform zu kaufen, weil ich nur selten das iPad benutzen will und mein Laptop als vorherigen, vergleichbaren Reisen zu Hause lassen möchte.

Jetzt habe ich mehrfach vergeblich versucht, meine Arztpraxis wegen des Blutbildes anzurufen und warte auf eine Antwort per E-Mail. Ich habe dann mittlerweile eine Antwort bekommen, dass der Befund rausgegangen sei per Post und dass sie es noch mal senden wollen. Aus Datenschutzgründen dürfen Sie das nicht per E-Mail. Ich weiß nicht, wen sie damit schützen wollen, denn ich hatte sie darum gebeten.

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Sauerstoffkonzentrator

Unterbrochen war der Vormittag von einem Handwerker der meinen Sauerstoffkonzentrator gewartet hatte. Das Gerät steht in unserem Gästezimmer hinter der Tür und ist über einen Elfmeter langen Schlauch mit meiner Maske am Bett verbunden. Ich benötige nur in der Nacht Sauerstoff und komme damit gut zurecht.

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