Gegenwärtiges und Vergangenes

Kategorie: Hanna und Axel (Seite 1 von 5)

Ereignisarme Wochen

(Noch) Unser Oleander

Eigentlich sind unsere Tage zur Zeit immer gleich oder man kann sagen, sie folgen dem immer gleichen Ritual.

Ich wache meist um 5:00 Uhr plus -30 Minuten auf. Hanna ist selten früher dran als ich, häufiger aber später. Am seltensten ist es, dass ich später aufwache als Hanna.

Nach dem Aufwachen schauen wir uns meist eine Folge Serienkrimi in der Mediathek an (noch im Bett). Dann mach unseren  Morgenkaffee und räume die Spülmaschine aus sofern gelaufen. Montags und donnerstags allerdings in der Regel wird der letzte Punkt von unserer Manu erledigt.

Gibt es eine weitere Folge Serienkrimi, nach welchem wir dann jeweils unser Frühstück zubereiten- 2-3 Scheiben Brot, selbst gebacken, mit Wurst und/oder Käse. Hanna bereitet ihren Obstsalat mit griechischen Joghurt zu und dazu meist ein Knäckebrot mit Leberwurst und Snack Tomaten. Auch im Bett genossen und danach vielleicht noch eine Dokumentation oder manchmal sogar noch einen Krimi.

Hanna bleibt dann meist liegen, um noch einige Zeit an ihren Rücken zu schonen, während ich dann meinen zweiten Kaffee zubereiten und an den Computer gehe.

Bis zum Mittag bin ich dann am Computer und lese, gehe durch die sozialen Medien, sofern ich noch drin bin und schreibe, wenn es angesagt ist. Hanna schläft eventuell noch einmal um den versäumten Schlaf aus der Nacht nachzuholen und geh dann an die Vorbereitung des Mittagessens, sie schneidet dann alle Zutaten.

Wenn Hanna dann damit fertig ist, bereite ich dann in der Regel unser Mittagessen vor, es sei denn, es handelt sich um ein Gericht, dass Hannas Spezialität ist. Heute zum Beispiel wird das ein mit Käse überbackener Auflauf mit Lauch (in Hamburg auch als Porree bekannt) der auch Zucchini, Tomaten und Hackfleisch.

Auflauf heute

Irgendwann am Nachmittag gibt es dann noch eine Ruhephase. Bei gutem warmen Wetter spielen wir noch ein paar Runden Cribbage auf dem Balkon. Danach gehen wir dann noch eine Zeit lang an den Computer für Arnno 117. Danach dann wieder ins Bett. Zu großen Teilen ist dieser Tagesablauf Hannas Rücken geschuldet, der längeres Stehen und Sitzen leider nicht aushält.

Kleinere Abweichung gab es natürlich. Am Mittwoch war Hanna bei Rewe und besorgte uns Kalbschnitzel, die wir zu einem schmackhaften Saltimbocca verarbeitet haben mit einer super einfachen Wein-Butter SauceGestern war Hanna mal wieder auf dem Markt und wurde von den üblichen Händlern mit Handschlag begrüßt, nachdem sie zwei Wochen ausgesetzt hatte. Vor dem Markt war Hanna bei Gut, Kerkow und besorg ein recht teures Tomahawksteak. Geschmack nach dem Grillen war super, das Preis-Leistungs-Verhältnis leider nicht, denn es ging ein großer Teil der fast 700 g schweren Steaks auf Festknorpel und Knochen drauf. Unser Fazit: nächstes Mal lieber zwei Entrecotes oder Rumpsteaks. 

Ich war am Mittwoch mal wieder zur Mani- und Pediküre, diesmal bei einer Ukrainerin. Unsere alte langjährige Türkin hat ihr Geschäft aufgegeben. Danach habe ich Vietnamesen probiert, das war nichts. Dann war ich bei einer Deutschen, die mich nur ausnahmsweise behandelt hat, weil sie in der Regel nur Maniküre mit Schellack macht. Und diesmal war es eine Ukrainerin, den Laden recht gut aussah, die auch sehr professionell gearbeitet hat. Sie hat allerdings auch meine Nagelhaut abgeschnitten, was Hanna dann schon gewundert hat. Und Hanna hat Recht: leider schmerzen seitdem ein/zwei Finger.

Also ist mein zukünftiger Plan folgender: ich werde die Maniküre mit Schellack machen, einem lang haltenden Nagellack, der auch professionell entfernt werden muss. Und für die Füße suche ich mir dann eine medizinische Podologin und besorge mir ein entsprechendes Rezept von meinem Arzt.

Und noch einige Notiz zum obigen Oleander. den haben wir jetzt seit 20 Jahren, in denen er kräftig gewachsen ist. Leider muss er im Winter immer in ein frostfreies Quartier, d.h. bei uns ins Treppenhaus. Um das zu bewerkstelligen und Ihn im Frühjahr wieder auf die Terrasse zu bringen, braucht es immer zwei Leute, und diese Leute sind nicht wir. Uns ist der mittlerweile zu schwer. Das habe ich Ihnen beim nebenan.de zum Tausch angeboten, gegen einen leeren Topf gleicher Größe mit Erde gefüllt. Hanna wird sich dann dafür etwas Neues ausdenken. Nur zum Vergleich zum Bild oben folgt zum Vergleich ein Foto vom Oleander zu etwa der Zeit, als wir ihn bekommen haben. Interessant ist es, für die, die ihn kennen, wie sich die Farbe verändert hat über die jahre.

A0719442 84C0 4BBD 9B0F D2CA540A5673_1_105_c.

Unser Oleander im Juni 2005

Es hat sich auch Stoff aus meiner Leseliste angesammelt. Den liefere ich dann morgen oder sogar wahrscheinlich übermorgen nach. Morgen Vormittag ist eine Blutabnahme angesagt, denn am 23. habe ich wieder eine Darmspiegelung und dazu ist ein spezielles Blutbild gefordert. Von der letzten Spiegelung im Februar sitzt noch ein Marker in meinem Darm wegen Unklarheiten. Das soll geklärt werden. Drückt mir die Daumen!

Geburtstagswochen – Teil 3: Bahnreisen

AD69C8C0 0FFB 4D8E BC14 3CF7EE370F64_1_105_c.

Blick von Gleis 5, Hamm (Westf) Hbf

Im letzten Jahr Hatten wir gute Erfahrungen mit FlixTrain gemacht auf unserer Reise nach Hornbostel. Der Zug war auf der Hin- und auf der Rückreise pünktlich, und er war günstig. Vielleicht ein wenig eng, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Und da die Gesellschaft alle benötigten Teilstrecken (Berlin-Hannover, hannover-Hamm, Hamm-Berlin) abgedeckte, habe ich das alles gebucht.

Zwei Tage vor unserer geplanten Reise fing es an: der Zug von Hannover nach Hamm wurde abgesagt. Natürlich schwierig kurzfristig einen Ersatz zu finden. Also buche ich zwei Plätze, bei der DB und weil der Aufpreis nur gering war, gleich erste Klasse. Kurz vor der Fahrt von Berlin nach Hannover wurde auch dann dieser Zug abgesagt. Also wieder Ersatz gebucht und ihr wisst, dass kurzfristige Buchungen meist teuer sind. 

Der Zug von Berlin nach Hannover kam dann pünktlich, allerdings herrscht am Bahnsteig heillose Verwirrung, denn sowohl auf Gleis sieben als auf Gleis acht fuhr fast gleichzeitig zwei ICEs nach Köln ein. Einnahme davon war heillos, verspätet, da pünktlich war allerdings unser, den wir dann auch gefunden haben. Der Zug pünktlich ab und war auch pünktlich angekündigt, bis er dann in Wolfsburg länger stoppte. Irgendwann kam die Ansage. Wegen einer Störung müsste der Zug einen Umweg fahren. Dieser Umweg gegenüber Braunschweig und nichts wurde es mit pünktlich. Die Ankunft in Hannover erfolgte mit einer Dreiviertelstunde Verspätung.

Gute Fahrt von Hannover nach Hamm in der ersten Klasse funktionierte dann wunderbar, der Zug fuhrf pünktlich los und kam sogar überpünktlich an. 

Mein Verdacht war ja, dass der Flix Train nicht fuhr wegen der heißen Temperaturen und weil sie Angst hatten, dass die Leute in ihren nicht klimatisierten Zügen umkippen. Und richtig, auch der Zug von Hamm nach Berlin wurde einen Tag vorher abgesagt wir mussten wieder auf DB umbuchen. Und richtig, die Anzeigetafel am nächsten Tag in Hamm vermarktet den Flix Train als abgesagt wegen Unwetter.

Der Zug nach Berlin fuhr dann pünktlich ein und schafft es auch bis kurz vor Berlin mit maximal eine Verspätung von 5 Minuten zu fahren. Vor Spandau blieb der Zug dann stehen, und nach einiger Zeit wurde eine Umleitung angekündigt wegen einer Weichenstörung. Es gab einen Umweg über Potsdam und die Verspätung stieg mit dem Stop and Go des Zuges immer weiter an. Und kurz vor einfach in den Hauptbahnhof. Von Berlin blieb der Zug noch einmal einige Zeit stehen wegen angeblicher Personen im Gleis. Das summierte sich dann auch auf fast 1 Stunde Verspätung.

Wenigstens funktionierte die Klimaanlage in den Zügen der Deutschen Bahn.

21835A89 25E5 42C7 B51C 73E4A633FCF2_1_105_c.

Hanna im ICE

Video des Tages

Geburtstagswochen – Teil 2: Münster

215B1891 5DC7 4D3E 9A81 52E58B2CA8BF_1_105_c.

Haus von Birgit und Hermann

Am Sonntag, also an Hannas Geburtstag, fuhren wir mit der Bahn weiter nach Hamm in Westfalen. Dort wurden wir von Birgit und Hermann abgeholt. Birgit ist eine alte Reiterfreundin von Hanna aus Berlin, die sie schon lange nicht mehr ausführlich gesehen hatte. Mit einer Unterbrechung meine Schwester von Birgit, damit sich Hanna Pferde angucken konnte, gehe jetzt dann weiter nach Münster. Dort waren wir für drei Nächte im Hotel Brintrup gebucht. In unserem Alter ist es halt zu viel Arbeit und schwer, Gäste zu Hause aufzunehmen, das würden wir jetzt eher auf so machen.

35B824C0 AD37 4E51 9449 D7AB28574259_1_105_c.

Käseplatte zur Begrüßung

Nach dem Begrüßungessen ging es dann ab ins Hotel, wir waren nach der Fahrt rechtschaffen müde.

CF6EA8A2 D825 4C20 AA99 FBF65C83C873_1_105_c.

Kutschenförmiges E-mobil

Am Montag war dann eine Stadtrundfahrt in Münster angesagt mit dem Gefährt oben. Sieht aus wie eine Kutsche, ist aber keine. Starte Pferde einen eingebauten Elektromotor, mit dem sie auch durch die vielen für Fahrzeuge gesperrten Straßen in Münster fahren konnte.

Der Fahrer war sehr kundig und hat uns auf eine schöne Rundtour durch Münster begleitet.

61191281 9A8E 4A78 959C B71F0981C9E1_1_105_c.

Fahrradparkplatz in Münster

Münster hat es ähnlich gemacht, wie Frankfurt mit dem Römerberg. Die Stadt wurde bis auf wenige Teile stark zerstört im zweiten Weltkrieg. Aber die Stadt beschloss, das meiste nach alten Plänen wieder aufzubauen. Deswegen sieht die Altstadt aus wie vor ein paar Jahrhunderten.

65A8B426 BEBD 4103 92A3 584283525728_1_105_c.

Innenstadt von Münster

Zum Abschluss des Besuches in der Innenstadt nahmen wir ein Getränk zu uns im Café 1648. Auf dem städtischem Gebäude im zwölften Stock bietet es ein sehenswerten Überblick über die Stadt. Münster. Nach einer kurzen Rundfahrt in der Umgebung ging es dann zurück zum Haus von Birgit und Hermann. Dort gab es ein Abendessen mit Nudeln in Tomaten-Shrimp-Soße.

Am nächsten Tag stand eine Rundfahrt durch das zweite Umland auf dem Programm. Wie sahen die Schule der Finanzbeamten in NRW, vielleicht besser bekannt als Schloss Nordkirchen. Leider mal das Schloss eingerüstet und bot keinen günstigen Anblick ohne Autos oder Baustelle.

6003CE35 9468 47E3 A5CB 091C4D8B67AA_1_105_c.

hanna, vor der Burg Vischering

Weiter ging es dann zur Burg Vischering, einer sehr ansehnlichen Wasserburg. Dort gibt es einen kleinen Laden mit einem so genannten Brot Sommelier. Sowohl Birgit kaufte dort ein Brot als auch Hanna, ein Rosinenbrot, was in den letzten Tagen in Berlin genossen haben.

8AA34D04 9CCC 4763 B17A CAF2205C8402_1_105_c.

Kirchplatz in Werne

Zum Abschluss der Rundfahrt ging es noch in die Heimatstadt von Birgit, Werne. Danach zurück und es wurde den Rest des Tages ausgeruht. Hanna und ich verzogen uns in den Schatten.

Im Schatten wurden wir von Hunden besucht und Hanna freut sich über das Bild von mir mit den zwei Dackel. Dazu muss man sagen, dass Birgit Rauhaardackel gezüchtet hat und es da nur natürlich ist, dass bei unserem Besuch 3-4 Rauhaardackel um uns herumliefen.

Axel mit Dackel

Video des Tages

Mischmasch am Donnerstag

76D1195E 74DA 464E 8E29 08152CA28D66.

Dies ist glaube ich das erste oder maximal das zweite Selfie, das ich je gemacht habe. Offensichtlich muss ich noch lernen, irgendwie direkter in die Kamera zu schauen. Das war frisch nach dem heutigen Haarschnitt. Ich habe jetzt eine Sommerfrisur, die der nächsten Hitzewelle angemessen ist. Hanna meinte, dass sie auch besser ist bei den zunehmenden kahlen Stellen auf meinem Kopf. Es gibt einen Anlass für die Frisur, sie ist auf kommende Ereignisse hin gemacht.

Dummerweise werden diese Ereignisse ihre Schatten voraus. Ich hatte gestern eine unangenehme Krise mit Vorhofflimmern, da wollte Hanna mir nicht nachstehen und hat nachts ein wenig gehustet und es war ihr sehr sehr übel. Also werden wir morgen früh zu unserem gemeinsamen Hausarzt gehen und die Sachen abklären.

Trotzdem gehen wir noch davon aus, dass wir an Hannas Geburtstagsparty am Samstag werden teilnehmen können. Mich zumindest haben die Notärzte gestern nicht mit ins Krankenhaus genommen.

Nachtrag am Donnerstag: Und so kam es dann auch: alles in Ordnung und wir können den Plänen folgen.

Wollt ihr wissen, warum dieser dazwischen Post? Nicht wegen der Ereignisse, sondern weil ich wohl in den nächsten Tagen nichts werde ich schreiben können.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Nachtrag zu Fußball

https://www.11freunde.de/wm/tony-woodcock-ueber-thomas-tuchel-nur-ein-schotte-waere-schlimmer-gewesen-a-958c4f23-78d8-413e-8783-9d9d9355d671

Tony Woodcock, ein englischer Fußballer, der auch in Deutschland aktiv und erfolgreich gespielt hat, schreibt in einem Artikel über Thomas Tuchel (Achtung Bezahlschranke) als Trainer für die englische Nationalmannschaft, auch über das heutige Fußballspielen und bestätigt noch einmal als Fachmann, was ich gestern ausdrücken wollte.

Seit Pep Guardiola spielen sie alle diesen entsetzlich langweiligen Ballbesitzfußball, bei dem der Torwart mehr Ballkontakte hat als der Mittelstürmer. Ich mache einen Podcast mit Viv Anderson und Peter Reid, der „The Grumpy Old Men Of Football“ heißt, also so viel wie: die Meckerrentner des Fußballs. Aus den Reaktionen, die wir von den Hörern kriegen, weiß ich, dass viele Leute genauso genervt wie wir davon sind, wenn Mannschaften den Ball stundenlang vor dem Strafraum hin- und herschieben. Kein Wunder, dass moderne Verteidiger spielen können, bis sie vierzig sind. Sie müssen ja immer nur von links nach rechts und wieder zurück laufen. Es sei denn natürlich, es gibt einen Eckball. Dann schauen sie nicht mal mehr auf den Ball, sondern liefern sich mit ihrem Gegenspieler einen griechisch-römischen Ringkampf. Halten war und ist ein klares Foul! Es wird bloß nicht mehr gepfiffen, allerdings gilt das nur bei Ecken.

Und noch ein Nachtrag von mir: genau dieser Fußball wird dann von so genannten Garten eine Dreiviertelstunde vor und entsprechend nach dem Spiel auf gut Deutsch gesagt tot geredet

Cafés – now and then

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/06/16/ein-leicht-buttriges-gefuehl/

Max Buddenbohm schreibt über Cafés heute und in der Vergangenheit. Zu den heutigen Cafés meint er:

Wobei – ist das Wort „Kaffeezeit“ überhaupt noch ein Begriff? Früher war es in meiner Umgebung einer, in meiner Generation ist es wohl immer noch einer. Kaffeezeit, etwa zwischen 15 und 17 Uhr, mit einem deutlichen Peak um 16 Uhr. Man fühlt diese Zeit, ganz deutlich fühlt man sie. Man fühlt auch den die Uhrzeit begleitenden Kuchenhunger, besonders am Wochenende. Es ist ein Gefühl mit einem ausgeprägten Wochentagsbezug, eine Sonn- und Feiertagsemotion. Wir wurden so erzogen. Wir können nichts dafür, es wurde uns so mitgegeben.

und weiter

Wobei ich mir vorstellen kann, dass eine besondere Form der historisch korrekten Inszenierung auch erfolgreich sein könnte. Wenn man nämlich Kaffee und Kuchen so anbieten würde, also in Ambiente, Ausstattung und Angebot etwa so, wie es unsere Großmütter Anfang der Siebziger getan haben. Schon beim Schreiben der Zeilen spüre ich verblüffend deutlich dieses buttrige Frankfurter-Kranz-Gefühl im Mund, sogar zu unpassender Uhrzeit.

Lest ruhig den ganzen Post es lohnt sich. Wer von euch kennt eigentlich noch den Frankfurter Kranz ich habe ihn zumindest schon einmal produziert.

 

Ihr findet mich unter @mouchi@berlin.social

Bildschirmfoto 2026-06-14 um 12.38.05.

Bildschirmfoto 2026-06-17 um 12.45.13.

 

#FotoVorschlag

Alle Fotos Copyright Axel Wegner – Lizenz CC BY-SA 4.0

Bildschirmfoto 2026-06-15 um 12.09.35.

Schwedenwoche

74D3DF1B 7EB2 4DEC A4D2 ECFA0BD828A0_1_105_c.

Elisabeth, Börje und Hanna

Am Montag hatten wir sehr lieben Besuch aus unserem Mikrokosmos*, nämlich Elisabeth und Börje aus Schweden. Es war sehr entspannter und schöner Nachmittag. Eigentlich kamen sie regelmäßig einmal im Jahr nach Berlin. Aber mittlerweile ist es aus allseitigen Altersgründen nicht mehr so sicher, dass es nochmal geht. Vielleicht schaffen wir es noch einmal nach Hendaye im Herbst mit Michael.

07A1B278 7D53 4F76 8A8F 8F17FBDF5964_1_105_c.

Gegrillter Spargel auf Erdbeeren

Zu Essen gab es natürlich auch, unter anderem die obige Vorspeise und als Hauptspeise das unten in der Entstehung abgebildete Lammkarrée.

55C3E253 CE7C 4F4C 9C38 8B8A26B0AD9D_1_105_c.

Lammkarrée auf dem Grill

Das waren auf jeden Fall einige schöne und vergnügliche Stunden.

Ansonsten gab es einige Neuigkeiten in unserem Haus. Es kam eine neue Wasserfilterkanne, weil sich in der alten Algen gebildet hatten. Und diesmal ist es dann eine aus Glas, die man in der Spülmaschine säubern kann. Es kam eine Lieferung mit Katenschinken von Basedahl, der für den Rest der Spargelzeit sicher langt. Und es kamen Pflanzen, die Hanna für die Terrasse bestelltte.

Last but not least:  Es kam Hannas vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, ein neues und aktuelles iPhone. Zum ersten Mal bekommt sie nicht mein abgelegtes, sondern sie hat jetzt genau das gleiche wie ich. War eine schwere Geburt. Eigentlich sollte es am Mittwoch geliefert werden, aber wir haben es nicht schnell genug zu an den Drücker für die Klingel geschafft, da war der DHL Bote schon weg. Am Donnerstag bekam ich dann um 6:00 Uhr die Nachricht, dass um 9:00 Uhr niemand angetroffen wurde und die Lieferung gescheitert sei. Ich war schon auf 80, aber dann kam eine neue Nachricht, dass das schon in der in der Zustellung sei. Und um die Mittagszeit war es dann auch da. Den restlichen Tag haben wir dann mit Datentransfer und Einrichtung verbracht.

Am Mittwoch war ich beim Arzt, um meine vierteljährliche Blutprobe abzuliefern. Das Aufzugproblem, dass wir für anderthalb Jahre hier im Haus hatten, scheint sich jetzt zur Arztpraxis verlagert zu haben, der Aufzug war kaputt und vor zwei Wochen war er es auch schon. Zum Glück geht es dort für diesen Termin nur in den zweiten Stock, in den vierten brauche ich nicht mehr wie noch Anfang des Jahres. Als ich auf dem Rückweg auf ein Taxi wartete, kam eine Frau auf dem Gehweg mit dem Fahrrad vorbei, hinter ihr saß ein Kleinkind, und in der Hand hatte sie ein Telefon, auf das sie während der Fahrt schaute. Da kann man nur hoffen, dass auf der Fahrt alles gut gegangen ist.

*Mikrokosmos: Meine Schwester hat uns gewünscht, dass wir in unserem  Mikrokosmos glücklich werden sollen. Deswegen kommt das hier häufiger vor, weil ich glaube, dass unser Kosmos eher Makro ist gegenüber ihrem. Mit Sicherheit ist er geographisch weiter verteilt als ihrer.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Sylt

https://rueckseitereeperbahn.blogspot.com/2026/05/fundstucke-275278.html

Matt Wagner macht Beobachtungen in Norddeutschen Seebädern, speziell Sylt.

Dort staunten wir immer mal wieder, zum Beispiel über die Espressopreise. Nach keineswegs reiflicher Überlegung verzichteten wir deshalb darauf, einen Sylter Barista mit neun Euro neunzig für einen Doppio zu entlohnen. Ich meine: Das sind fast zwanzig D-Mark! Über vierzig Ostmark! Fünfhundertsechsunddreißig türkische Lira! Achthundertdreißig Rubel! Neunzehntausenddreihundert italienische Lire – für einen einzigen Doppio! Gut, dass ein Teil dieser Währungen das nicht mehr erleben musste.

Chancengleichheit

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/31/chancengleichheit/

Dort bietet sich ein etwas zynischer Blick auf unsere Republik. Sehr lesenswert.

Schlimm, schlimm: Deutschland ist zu alt. Diese bösen Boomer, die ansonsten Respekt verdienen, da sie als letzte Knalltütenkohorte CDU wählen, sie wollen nicht abkratzen.

Lied der Woche

Passend zur Schwedenwoche

Blütenwoche

E88841CE 0D03 41E3 B1B2 4D68EBF136BB_1_105_c.

Lammköfte mit Cacik und selbst gebackenen Fladenbrot

Das ist der letzte Woche versprochene Beweis, dass wir dann wieder gegrillt haben. Allerdings fiel es für den Rest der Woche wegen Wind beziehungsweise etwas niedrigerer Temperaturen aus. Trotzdem will ich noch mal auf den Spargel und die Spargelzeit zurückkommen und teile hier einen Ode an den Spargel.

Am Mittwoch hatte ich dann meinen halbjährlichen Termin beim Zahnarzt. Zahnreinigung und Ersatz einer herausgebrochen Füllung, also eigentlich nichts Besonderes. Auf dem Rückweg lichtete ich auf einer Bankumrandung eines Baumes eine kleine Pause ein. Gegenüber saßen zwei Männer vor einem kleinen Café. Wobei der eine doch sehr interessant aussah: er hat eine Art schwarzes Tuch um den Kopf, eine Art schwarzen Hijab. Das passte gar nicht zum sonstigen Mann, groß mit grauem Bart. Wäre die Kopfbedeckung nicht gewesen, hätte ich ihn vielleicht für einen Rocker gehalten. Er merkte, dass ich ihn anschaute und fragte in leicht drohendem Ton: „was machst du?” worauf ich antwortete „ich ruhe mich aus.”.  Seine Antwort. „das ist auch gut so.” Danach versuchte ich natürlich, ihn nicht mehr anzuschauen.

Ansonsten entwickelte sich die Blütenpracht auf der Terrasse.

02F15A96 FAAB 4795 87B2 1E4CE82E4CE4.

Lupinen

Die Lupinen sind jetzt soweit, wie sie im letzten Jahr etwa zwei Wochen früher waren (siehe entsprechenden Post). Dagegen kommt die Pflanze, die Hanna immer Veilchenblau nennt, früher als von ihr gedacht. Vor etwas über einer Woche meinte sie, die sind bestimmt am Blühen zu ihrem Geburtstag und der ist erst in drei Wochen. Wie man sieht, blühen sie jetzt.

1B7B3E64 A89F 46D3 B613 C65BB1C8E121.

Veilchenblau

Am unteren Bildrand sieht man noch den auch blühenden Fingerhut.

670E7DBD 4646 4A9F 9456 9CF9A5E5431D.

Balkontisch mit neuem Belag

Ach ja, ich muss noch nachtragen, dass wir die Tischdecke auf Balkon, die er oben noch seht, gegen eine transparente ausgetauscht haben. Wir hatten gehofft, die Terrasse mit unserem lieben, schwedischen Besuch morgen zu nutzen, aber es ist fraglich, ob das Wetter mitmacht.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Alkohol

https://krautreporter.de/sinn-und-konsum/6379-vielleicht-macht-weniger-alkohol-die-gesellschaft-gar-nicht-besser

Die Krautreporter schreiben über die soziale Funktion von Alkohol und meinen:

Ich wünschte, es gäbe etwas, das dasselbe leistet wie Alkohol. Etwas, das die Schwellen zwischen Menschen senkt, Gespräche leichter macht und aus Fremden solche werden lässt, die gemeinsam auf Tischen tanzen und große Ideen schmieden. Etwas, das auch mal Rausch ermöglicht, legal erhältlich ist und überall verfügbar, ohne die Schäden von Alkohol mitzubringen. Aber dieses Mittel existiert bisher nicht, auch wenn Cannabis-Fans vielleicht widersprechen würden. Ich sehe in naher Zukunft keine bayerischen Politiker mit großen Joints statt Maßkrügen auf Podien sitzen.

Solange es kein besseres Mittel gibt, bin ich nicht mehr so sicher, dass wir gut beraten sind, das einzige wegzuoptimieren, das wir haben. Sollte jemand eine bessere Lösung erfinden oder legalisieren, bin ich die Erste, die dafür Schlange steht. Bis dahin wäre ich für einen Mittelweg. Also nicht die Kultur des Komasaufens verteidigen oder so tun, als wäre Alkohol harmlos. Aber auch nicht bei jedem Glas Bier verlorene Lebensminuten ausrechnen.

Brit Awards – Rosalia

Buddenbohm zitiert einen ungenannten Amerikaner bezüglich des Auftritts von Rosalia bei den Brit Awards:

Americans complaining about a citizen singing in Spanish. Meanwhile Europe, celebrating Spanish singer Rosalía who sings in German and Spanish with Icelandic singer Björk singing in English and performing three different genres about a club in Berlin and everybody joins in when the Techno beat hits. That’s my crowd.

Und meine auch

Terrassenwoche

A98B227B 1D2D 49AD 906C 8228FE5D39C7_1_201_a.

Spargelzeit

Eigentlich ist zur Zeit absolutes Grillwetter. Allerdings ist auch Spargelzeit, da muss dann der frisch erworbene Spargel auch verarbeitet werden. Insofern gab es am Samstag Spargel, gedämpft. Wenn es am nächsten Samstag immer noch so gutes Wetter ist, werden wir den Spargel dann grillen. Übrigens: zur Not schmeckt Spargel auch ohne Schinken, besonders, wenn man vergessen hat, den guten Katenschinken aus der Tiefkühltruhe zu nehmen.

45ADA023 01D8 45B1 B51A 18CA17B6F9EB_1_105_c.

Hanna beim griechischen Salat

Gestern, wurde dann allerdings gegrillt. Wenn Hanna auf dem obigen Bild hungrig ist und schon bei der Beilage anfängt, deutet dann doch der bereitgestellte Senf darauf, dass noch was anderes kommt. Die Würstchen brauchen halt ihre Zeit.

E76CB353 3475 436A 8D74 BBB44C7A4227_1_201_a.

Bratwürste auf der Plancha

Heute gibt es dann türkische Köfte mitg Cacik und selbst gebackenen Fladenbrot (Pide). Nächste Woche lange ich dann die Bilder nach.

In dieser Woche hatten wir doch einige Besuch auf unserem Balkon neben den Krähen, die ich schon erwähnt hab.

Eichhörnchen

Unser Hauseichhörnchen ist regelmäßig da, auch im Winter. Und es hinterlässt seine Spuren, denn wir finden immer wieder leere Nussschalen auf unserer Terrasse.

Haubenmeise

Wann immer die Krähen den Platz räumen, kommt auch eine Haubenmeise neben unseren Hausspatzen in das Vogelrestaurant.

 

Diese Woche aus meiner Leseliste

Das Grauen

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/18/das-grauen/

bee Beschäftigt sich satirisch mit der ehemals Liberalen Partei.

„… es auch wieder besser werde, wenn mit Kubicki ein junges, unverbrauchtes Gesicht in die deutsche Politik einziehe, das zum Markenzeichen eines regenerationsfähigen Liberalismus in der Gestalt einer optimistischen Reformkraft für das…“

re:publica26

Anfang letzter Woche fand in Berlin die re:publica26 statt. Anfang der Zweitausender fing sie an als eine Veranstaltung, die von frühen Internetaktivisten, besonders von Bloggern, initiiert wurde und hat sich mittlerweile zur größten online Konferenz Europas entwickelt. Einige Blogger, denen ich folge, dort und berichteten darüber, zum Beispiel Felix Schwenzel oder die Kaltmamsell (Tag 1, Tag 2, Tag 3). Beide waren auch auf einem Panel, auf dem die Erfahrung der frühen Blogosphäre diskutiert wurde: „Mythos Blogosphäre – Wie war es damals wirklich?”. Die dritte in diesem Bunde war Franziska Blum, die zu dem Thema auch einen extra Beitrag geschrieben hat: Mythos Blogosphäre – Was mir noch durch den Kopf geht.

Das Thema hätte mich auch persönlich interessiert. Ich habe auch in den Nuller Jahren mit dem Blog angefangen, mit einer kleinen Software für den Mac, die das Schreiben sehr einfach machte. Die damaligen Blogger allerdings meines Erachtens publizierten auf zwei Plattformen: blogger.de und wordpress.com. War natürlich einfach und sie lernt sich schnell kennen. Jemand da außerhalb, kam nicht zu leicht in diesen Kreisen leihen. Zwar hatte ich auf einem Magazin von Don Dahlmann Beiträge veröffentlicht und sogar an eine Lesung von Bloggern teilgenommen. Allerdings denke ich, weil ich entweder nicht gut genug oder man hat mich außerhalb dieser engen Community einfach nicht wahrgenommen. Hätte gerne teilgenommen an der Konferenz. Aber mittlerweile ist sie eher für Profis mit einem Teilnehmerbeitrag von 400 € und nicht für Rentner.

Die Blauen

https://krautreporter.de/politik-und-macht/6377-warum-wahlen-menschen-die-afd-obwohl-sie-ihnen-schadet

Die krautreporter untersuchen die Frage, warum die AfD gewählt wird und schälen drei Missverständnisse heraus.

Viele Leser:innen fragen uns deshalb immer wieder: Warum wählen Menschen eine Partei, die ihnen schadet? Das scheint unlogisch. Aber wer das für irrational hält, sitzt drei Irrtümern über Wahlentscheidungen auf.

Lesestoff

https://www.theguardian.com/books/ng-interactive/2026/may/12/the-100-best-novels-of-all-time

Der Guardian veröffentlicht eine Liste der 100 besten Romane der Welt. Solche Listen sind natürlich nie objektiv, bringe aber Spaß und Regen zum diskutieren an. Und eine oder andere könnte vielleicht Empfehlungen finden.

Happy Towel Day

… Für alle, die es feiern. Hier die Erklärung.

Eisheiligenwoche

CD997DFC 098D 42E8 8FC2 035F2A099237.

Teilanblick der Terrassenbepflanzung

In dieser Woche waren die Eisheiligen und das Wetter hat sich entsprechend dem angepasst. Zwar nicht mit Frost, aber zu kühl für die Jahreszeit und mit reichlich Regen. Das scheint sich jetzt so langsam zu ändern. Auf unserer Terrasse kommen so langsam auch die Pflanzen, obwohl sie gegenüber dem letzten Jahr hinterher sind.

Die hanfartigen Blätter gehören zu den Lupinen in diesem Jahr.:

9BF229E9 40CB 4FFB AB98 B713ED850E67.

Und das sind sie zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr:

9727D3D5 B2E3 493F 941A C452592C0F69_1_105_c.

Ansonsten eine eher langweilige Woche. Am Donnerstag ein Feiertag und unsere Manu, die Donnerstags kommt in der Regel, um uns in der Wohnung zu helfen, nahm sich verständlicherweise frei. Wir mussten also ein paar Grundsachen selber machen. Unter anderem, also auch Wäsche gewaschen und Geschirr gespült.

Hanna hat es am Samstag zum Markt geschafft. Neben Gemüse und den Plattpfirsichen, die sie für ihre “Bowle” benötigt, hat sie wieder ein paar Blumen für ihren Balkonstrauß gekauft. Die Blumen vom Markt halten bis zu drei Wochen, im folgenden Foto sind sie zumindest zum Teil so alt.

B656E73D 3D59 4A88 A946 BE0B58F6E6A0.

Und da sie wegen ihres Rückens am Montag beim Arzt war, hat sie auf dem Rückweg bei Lidl noch eine Cala für einen Euro entdeckt und dazu eine zweite zum Normalpreis gekauft.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Texten

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/05/18/ueberlagerungen-unterbrechungen-und-erzaehlstraenge/

Herr Buddenbohm ist zur Zeit in der Bewegung behindert und beschäftigt sich dann notgedrungen mit Fernsehsendungen und Streams. Dabei fällt ihm auf, das in vielen Sendungen Dialoge durch eingeblendete Textnachrichten ersetzt werden.

Der Text dieser Nachrichten auf den Smartphones war als Dialogsurrogatextrakt für den Fortgang der Handlung natürlich wichtig und wurde daher folgerichtig jeweils eingeblendet. Wurde also kurz, manchmal auch zu kurz, über die weiterlaufende Handlung oder über die Gesichter mit der auf die Nachricht reagierenden Mimik gelegt. In einigen Fällen auch in äußerst kleiner Schrift, und ich könnte an dieser Stelle also schon wieder etwas zum fortschreitenden Alter anmerken, zur Lesebrillen- oder Gleitsichtproblematik etc. Aber egal.

Bei einer skandinavischen Serie sah man jeweils gleich zwei Einblendungen. Eine in der Originalsprache mit all den lustigen Sonderzeichen, eine in der übersetzten Fassung für das deutschsprachige Publikum. Da waren in einer Sequenz dann immerhin drei Informationsebenen zusammen zu sehen: das klassische Handlungsbild, der Originalsprachentext und die Übersetzung.

und weiter

Dabei war doch das klingelnde Telefon, schon gar in der mobilen Variante, als potenziell jederzeit drohende Unterbrechung bei allem schon schlimm genug. Könnte man meinen.

Volkspark Friedrichshain

https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2026/05/journal-sonntag-17-mai-2026-berlin-4-ohne-schwimmen-aber-mit-volkspark-friedrichshain-anita-berber-park-einchecken-auf-der-republica.htm

Die Kaltmamsell aus München ist zur Zeit in Berlin, um die Re:publica26 zu besuchen. Diese Veranstaltung würde mich sicher auch interessieren. Allerdings ist sie für mich als Rentner etwas zu teuer. Das Wochenende hat die Kaltmamsell unter anderem benutzt, um den Volkspark Friedrichshain zu erkunden und hat einige schöne Bilder gepostet.

Das Grauen

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/05/18/das-grauen/

Eine schöne Satire über eine einstmals liberale Partei, die zur Zeit mit einem etwas älteren Kandidaten versucht, ein neues frisches Image zu bekommen.

Curacao

https://herzbruch.me

Letzte Woche hatte ich zwei Links zu einer Reise nach Curacao geteilt. Die Reise geht weiter, Beschreibung findet ihr auf dem verlinkten Blog bis zu am heutigen Tag Teil neun.

Volle Maiwoche

Krähe beim fressen

Hanna hat extra für die Krähe zwei Stangen platziert. Und was macht diese!? Hockt daneben auf einer Blumenschale. Und das Futterhäuschen dahinter hängt auch zu tief, deshalb wird es von einem Eichhörnchen sehr schnell leer gefuttert.

Ansonsten gab es in dieser Woche nicht viel. Am Donnerstag hatten wir Besuch von Claudia, einer Bloggerin, der ich schon viele Jahre folge und die in der Nähe wohnt. Sie hatte irgendwann acht Blogs, einer davon benannt nach einer Straße um die Ecke, aber den pflegt sie schon recht lange nicht mehr.

Am Samstag haben es wir beide zum Markt geschafft. Hanna ist das immer sehr recht, damit sie nicht den schweren Gemüserucksack schleppen muss. Ich hatte darauf spekuliert, mal wieder eine Thüringer Bratwurst essen zu können. Aber alle Stände, die früher mal da waren, sind mittlerweile verschwunden. Scheint mittlerweile oldfashioned Streetfood zu sein.

Am Sonntag hatten wir wieder einmal für ein paar Stunden Emil zu Gast. Emil ist der Dackel, den ich hier schon einmal vorgestellt hatte.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Hegseth

https://marilyncarr.com/cottage-status-report-20260508/

Marilyn Carr vergleicht den US-amerikanischen Verteidigungsminister mit der Rückkehr auf die Cottage nach der Wintersaison.

Pete’s tragic flaw, in my opinion, is that he doesn’t understand the key components of how to approach a thorny problem: you must consider the known knowns, the known unknowns, and the unknown unknowns. Since I feel sorry for him, I will, completely free of charge, provide a case study on this concept as illustrated by the realities of cottage life, especially when opening, closing, or in fact any time at all.

Sie gibt dann einige Beispiele dazu, was passieren kann nach dem Winter. Und ihr Fazit ist dann das folgende.

Your guess is as good as mine, Pete. But what you are forgetting is that something is always, eventually, going to bite you in the nether regions. Expect it when you least expect it. Advice on the house. You’re welcome.

Fachsprache

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/05/08/schoene-aussichten/

Max Buddenbohm hatte einen Unfall und musste deshalb erste aufsuchen. Wie bekannt ist, sprechen, die häufig ihr fachchinesisch, was der Normalbürger nicht versteht. Heutzutage gibt es Hilfen, die er auch in Anspruch genommen hat. Sein Fazit:

Wir werden jedenfalls alle älter und dabei in aller Regel nicht gesünder, das steht fest. Wir haben also tendenziell öfter Kontakt mit der medizinischen Fachsprache. Immerhin aber können wir uns jetzt alles, was Ärztinnen und andere in kleingedruckten Berichten, Diagnosen etc. gekonnt verklausulieren und mit viel längst vergessenem Latein darin festhalten, auf unser schlichtes Niveau herunterbrechen lassen.

Das ist großartig. Denn wir werden durch diese technischen Neuerungen die erste Generation sein, die über ihre Gebrechen fortlaufend sensationell gut Bescheid wissen wird. In einer bisher unter schlichten Patienten ungeahnten Detailtiefe werden wir nahezu alles verstehen, was gerade an und in uns zerfällt. Wir werden dauernd nachlesen können, was uns noch an Möglichkeiten bleibt, was vermutlich als Nächstes kommen wird, für was es zu früh oder zu spät sein wird. Inklusive der Heilungschancen und der therapeutischen Aussichten.

Und wir werden am Ende auf diese Art also viel informierter sterben.

Curacao

https://herzbruch.me/herzbruch-auf-curacao-teil-1/

https://herzbruch.me/herzbruch-auf-curacao-teil-2/

Einfach eine Leseempfehlung. Beispielszitat:

Pool ist natürlich die kleine Schwester von Meer, der Unterschied ist: Man schwimmt in Desinfektionsmittel versus man schwimmt in Fischabfällen.

Frauensolidarität

https://hmbl.blog/8-10-5-2026-keine-besonderen-vorkommnisse/

Bei einer Sendung namens Schlag den Star (klingt nach Privatfernsehen) weigern sich vier Frauen, eine Siegerin auszuspielen. Und es wird folgendes Fazit gezogen:

Ok, vielleicht war das auch nur alles Bla, aber wie wär’s, wenn wir die Situation mal wirklich so deuten? Dass Frauen gegeneinander ins Rennen geschickt werden und die Situation dann miteinander lösen, auch wenn es eventuell gegen irgendwelche Regeln ist? Wäre das nicht eigentlich genau das, was sich bis auf ein paar Menners alle wünschen? Ja, es ist nur eine Fernsehshow, aber ich mochte sehr, dass Gedanken über nicht patriarchalisches Handeln sich auch dort rein schummeln können. Erfolgreich rein schummeln können.

Muttertag

Gestern war ja Muttertag, aus diesem Anlass möchte ich zwei Videos teilen, die sich mit einem ähnlichen Thema in Bezug auf Mütter befassen.

Terrasseneinweihung

6B90BCFC DD01 4B1D 9D23 75AEB846668D_1_105_c.

Hanna zeigt auf unser Spiel

Am Freitag haben wir unsere Terrasse einweihen können.Es gab 1 oder 2 (oder vielleicht auch drei?) Gintonic und dazu das erste Mal Cribbage. Für die, die es noch nicht wissen, hier der Eintrag in der Wikipedia dazu. Und wenn ihr selbst schon mal gespielt habt oder den Eintrag sorgfältig gelesen habt, könnt ihr erkennen, dass es für Hanna gleich mit einem Hammerblatt losging (die Karten oben). Gezählt wurden 20 Punkte.

4378FC04 770B 42C3 BDD3 3BB31B27517B_1_105_c.

Hammerblatt für Hanna

Von meinem Sitzplatz konnte ich Hannas Vogelstation sehr gut beobachten. Es gibt ein Futterhäuschen mehrere halbe Kokosnüsse mit Futter und außer Sichtweite steht noch eine Schale mit Körnern. Ein Taubenpärchen besucht alles regelmäßig, dazu Spatzen Blaumeisen und, wie Hanna sagt, sogar eine Haubenmeisen.

5B0496BA 4276 4E72 80F6 6B09596E54D8_1_105_c.

Vogelfutterstation

Ihr besonderer stolz ist aber das Krähenpärchen, das auch regelmäßig die Stationen besucht. Und da es für die Krähen schwierig war, sich an die Kette zu hängen und an die Kokosnüsse zu kommen, hat Hanna ihnen eine Sitzstange montiert.

02FA8120 5570 4719 9178 67C56D40BF40.

Krähe im Wartestand

Was auch funktioniert, denn wie man sieht, kommt die Krähe. Sogar wenn wir auf der Terrasse essen und wartet geduldig, bis wir den Platz geräumt haben.

72ECDE03 B51E 4B19 B5F9 6E7BCEB62734_1_105_c.

Lammkarré in Arbeit…

Am Samstag wurde dann auch der Grill eingeweiht. Bei unserem Besuch bei Rewe. Am Donnerstag hatte Hanna, ein Lammkarré im Sonderangebot entdeckt. Normalerweise machen wir das geteilt als Lammkoteletts, aber diesmal meinte Hanna, es wäre besser, ist im Ganzen zu grillen. Es wurde also angegrillt, dann mit der Marinade eingepinselt und auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Das Ergebnis waren schmackhafte und saftige kleine Koteletts.

B7190487 1D87 4B0C 9C3C A89D22AB0A64_1_105_c.

…und auf dem Teller

Dazu habe ich dann nebenbei noch ein kleines Sauerteigbrot gebacken. Besser gesagt zwei, weil ich bei den größten Scheiben diese sowieso immer halbiere. Ich orientiere mich an diesem Rezept, aber mache meine kleinen Anpassungen. Diesmal habe ich Gerstenmalz hinzugefügt, man nimmt etwa 10 % der Mehlmenge, das erzeugte dann eine schöne Kruste und einen schönen würzigen Geschmack. Und ich habe gleich zwei Brote gebacken, das eine ging dann ab in den Gefrierschrank.

08C3061F 7649 4D1F 9F0E 898D66541FE9.

Roggenmischbrot, bereit zum einfrieren

Diese Woche aus meiner Leseliste

Bunker

https://www.fluter.de/hochbunker-fotoarbeit-niklas-grapatin

Es gibt Leute ungewöhnlich Hobbys. Auf diesem Blog sind diverse Bunker in ihrer heutigen Verwendung fotografiert.

Katzen und Tauben

https://hotelmama.it/2026/04/tauben-balkon-katze/

Was ich oben beschrieben hab. Mit unserer Vogelfutterstelle ist nur möglich, seitdem wir leider unsere vier Kater haben gehen lassen müssen. In diesem Beitrag wird beschrieben was passiert, wenn die Katze noch da wäre. Unsere Erfahrungen waren ganz ähnlich. Wir hatten ähnliche, aber spezialisierte Katzen. Der eine ging auf Ratten und brachte eine junge Ratte zu uns ins Dachgeschoss, um sie dann vor den anderen zu töten. Der zweite sah aus wie ein kleiner, doofer Kater aber war spezialisiert auf Vögel und schlicht sich in Zeitlupe an der Stange des Katzennetzes empor und erwischte durchaus mal eine Meise. Unsere Kater waren keine Freigänger, das passierte einzig auf der Terrasse. Der Dritte hatte sich auf Eichhörnchen spezialisiert, die wir ihm doch häufiger mal hinreißen mussten.

die blutspur interessierte die katze dann schon nicht mehr, sie sauste wieder unter die palette, wo ich sie mit einigem theater hervorlocken konnte. nach vollbrachter tat liess sie sich zur haustür treiben und verschwand dann wieder im treppenhaus, während ich eine tote taube und etliche blutspuren beseitigen musste. sehr, sehr unangenehme erfahrung, für die taube wars natürlich definitiv noch schlimmer. gelesen, das tauben sich lebenslang verpaaren, jetzt bin ich noch deprimierter. unter der palette war alles voller flaum und federn, aber da habe ich noch nie drunter gesehen! die lebten da im geheimen bestimmt schon länger. fassungslos, dass das genau heute passiert. ich weiß, warum ich keine katzen mag.

Naja, das mit den Katzen mögen oder nicht, kann man schon anders sehen. Hanna ist mehr der Hundemensch von uns. Ich bin allerdings ein Katzenmensch.

Vorsorge

https://staude.net/alles-ist-gebackupt-nur-der-zugriff-nicht/

In diesem bewusst wird ein Thema angesprochen, was wir alle nur zu gern verdrängen. Das fängt an bei Testament, Patientenverfügung, Handlungsvollmacht. Was aber kaum bedacht wird, ist er digitale Nachlass beziehungsweise die digital gespeicherten wichtigen Dokumente. Also eindeutige Leseempfehlung.

In Simons WP-Letter geht es um den digitalen Nachlass eines Menschen, der gestorben ist. Ich schreibe diesen Text noch lebendig. Aus dem Pflegebett im Wohnzimmer. Mit einer Wunde am linken Bein, die langsam, sehr langsam, zuheilt. Mit Muskeln, die nur langsam zurückkommen.

Die Grundfrage ist für Tote und Lebende dieselbe: Was passiert, wenn Sie selbst für ein paar Wochen, ein paar Monate oder für immer nicht ansprechbar sind? Wer kommt an Ihre Dokumente? Wer darf mit Ihrer Krankenkasse sprechen? Wer weiß, welche Rechnung nicht per Lastschrift läuft und welche Domain in drei Wochen verlängert werden muss?

« Ältere Beiträge