Es hat sich bei uns so eingebürgert, dass ich morgens zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr Kaffee für mich und Hanna koche. Wenn es angesagt ist, räume ich dabei die Spülmaschine aus. Zunächst mache ich einen großen Becher für mich mit zwei großen Tassen und dann einen für Hanna mit zwei normalen Tassen, weil bei ihr dann noch einmal die Menge an Milch hinzukommt.
Ich hatte gerade meinen Kaffee gemacht, da meldete sich der Automat mit der Anzeige „Tank füllen“. Soweit normal. Da der Tank nur eine endliche Größe hat, passiert das eigentlich recht häufig. Also routinemäßig den Tank gefüllt und wieder in die Maschine gegeben. Doch der Hinweis weigerte sich zu verschwinden. Routinemäßig, wie man es gewohnt ist. Bei elektronischen Maschinen schaltete ich also die Maschine aus und dann wieder ein. Es änderte sich nichts. Ich rief Hanna zur Hilfe und bat sie, den Stecker zu ziehen und nach etwa 10 Sekunden wieder einzustecken. Keine Änderung.
Da erinnerte ich mich daran, dass die Maschine schon seit einiger Zeit zum Entkalken aufgefordert hatte. Weder ich noch Manu hat diesen Hinweis so richtig ernst genommen und gedacht, das macht ja nichts, wenn man es etwas später macht. Ich suchte also im Internet nach Hinweisen und fand tatsächlich die Möglichkeit, dass sich der Schwimmer im Tank, der für die Kontrolle des Wasserstandes zuständig ist, verkantet hatte. Ich habe also mit einem langen Löffelstiel versucht, den kleinen Magneten wieder frei zu bekommen und siehe da: ich war erfolgreich.
Hanna hatte schon Angst, dass wir eine neue Maschine kaufen müssten, da diese schon einmal für ein paar 100 € repariert worden war. Jetzt konnte ich ihren Kaffee machen und sie bat mich sogar darum, den Rest des Ersatztees, ich hatte machen sollen, wegzugießen.
Hanna hat dann am Dienstag ihren Hörtest nachgeholt. Nach fast 2 Stunden wurde ihr Test dann nach etwa 3 Minuten abgebrochen. Der Grund war, dass es sich sehr schnell gezeigt hatte, dass ihr Gehör exzellent war und sie alles hören konnte bis auf vielleicht einige hohe Töne. Also liegt es daran, dass sie offensichtlich sehr selektiv wird, wenn sie, wie so häufig, mich nicht versteht.
Außerdem sind wir beide am Donnerstag gegen Grippe und gegen COVID geimpft worden. Die Grippeimpfung durfte die MTA eigenständig in den linken Arm durchführen, für COVID kam dann der Arzt selber und setzte die Spritze in den anderen Arm.
Ich kenne jemanden, der sehr gut die Technik des Klaviers beherrscht, aber solche Musik sicher nicht machen könnte, da man dazu nicht nur tieferes Musikverständnis benötigt, sondern auch einen gewissen Grad an Empathie.
Gestern kam das oben abgebildete T-Shirt bei mir an. Es klingelte, und Hanna war an der Gegensprechanlage. Sie sagte mir dann, es käme jemand mit einem Paket, der ausgesprochen gut Deutsch spricht. Ich hab mich gewundert, denn ich habe kein Paket erwartet. Der Überbringer war ein junger Mann mit herrlich blauen Haaren und er gab mir das Paket, wobei er fragte, ob ich das im letzten Jahr bestellt hätte.
Hatte ich aber nicht. Die Bestellung hatte ich im Juni gemacht. Dabei handelte es sich um eine Sammelbestellung, bei der der Versand erst erfolgte, nachdem alle Bestellungen gesammelt worden waren. Anfang Juli bekam ich dann eine Mail mit der Frage, wie ich das T-Shirt haben wolle.
E-Mail mit der Versandanfrage
Manchmal bin ich abenteuerlustig und deshalb entschied ich mich für das Chaos Routing. Dann passierte ganz lange nichts. Irgendwann frag ich einmal nach, was denn aus dem T-Shirt geworden ist und erhielt die Antwort, das ist schon in Magdeburg sei. Wie auch immer, gestern war es dann da und auf der Sendung fand sich dann auch der „Laufzettel“.
Umschlag mit Laufzettel
Ich gehe davon aus, dass diese Aktion zumindest von einem der Mitglieder des RaumZeitLabors Mannheim stammt. Diese Angabe ist allerdings ohne Gewähr.
Da ich gerade von Überraschungssendungen spreche: am Donnerstag wurde ein Päckchen beim Nachbarn abgegeben, von dem ich nicht wusste, von wem es kommen sollte. Es passt zumindest nicht zu einer Bestellung. In dem Päckchen von Harald war ein SSD-Speicher, den er schon vor Monaten für mich besorgt hatte, wobei wir immer wieder vergessen hatten, die Übergabe durchzuführen. Ich speicher es jetzt in meinem Verbatim-Hub eingebaut, über den ich die Peripherie für mein MacBook organisiere, welche selber nur zwei USB-C Ports hat.
Ansonsten ist nicht viel passiert diese Woche. Es ging alles, wie man so sagt, „seinen sozialistischen Gang“.
Fütterungsstelle für Spatzen
Diesmal sieht es zwar immer noch etwas schief aus, aber zumindest scheint es stabil zu sein. Die Schräge hat natürlich auch den Vorteil, dass das Wasser ablaufen kann. Hanna hat sich diesmal ordentlich Gedanken gemacht und für die Arbeiten nicht nur viel Werkzeug benutzt, sondern auch ein Bauzeichnung gemacht.
Felix Schwenzel beschreibt in diesem Artikel sehr köstlich, seine Erinnerung an eine Wohngemeinschaft in Heilbronn, die er mal gegründet hatte. Besonders die Erinnerung an ein Bewohner ist einfach köstlich.
bernie war nicht das hellste licht in der heilbronner strasse, aber er war auch nicht dumm. axel fand den geruch der räucherstäbchen, die bernie im flur abbrannte nicht besonders angenehm und fragte bernie, ob er den geruch gut fände. bernie mochte den geruch auch nicht: „deshalb brenne ich sie ja auch nicht bei mir im zimmer ab.“
Video der Woche
Max Buddenbohm hat nach Coverversionen von Tom Waits und seinen Liedern gesucht. Das habe ich mit Interesse gelesen, da ich doch einigermaßen Fan von Tom Waits bin. Und deshalb ist das Video der Woche diesmal eine dieser Coverversionen..
Am Sonntag hatten wir Mohameds Familie zu Gast. Mohamed kenne ich, seit er in der achten Klasse war. Ich habe ihm seitdem mit Mathematik geholfen und mache das auch jetzt noch, wo er schon ein paar Semester Pharmaziestudium auf dem Buckel hat. Wir waren bei ihm und seiner Familie im letzten Ramadan zum Fastenbrechen eingeladen, und dies war sozusagen eine Gegeneinladung. Es kamen seine Mutter, zwei seiner drei Schwestern und Mohamed.
Hühnerfrikassee
Zu essen gab es Hühnerfrikassee mit Schwarzwurzeln, dazu Reis, Möhren-Erbsengemüse und grünen Salat. Zu trinken gab es für die Gäste Minz-Ingwer-Tee, für Hanna und mich jeweils unsere Fruchtsaftschorlen. Unter normalen Umständen hätte ich sicher eine Weinscholle dazu getrunken, aber dies das aus Respekt vor unseren Gästen bleiben. Und Hanna trinkt zur Zeit sowieso nicht.
Hanna und ich hatten schon vorher beschlossen, nach diesem Event das Wohnzimmer etwas umzugestalten. Wir denken, dass es nicht mehr sobald Essen mit einer solchen Menge an Gästen geben wird. Früher war das anders da wäre dieser Tisch sogar zu klein gewesen in den frühen Jahren dieses Jahrtausend hatten wir zum Beispiel zum Heiligabend zehn oder mehr Gäste zu Besuch. Zum Glück ist unser Tisch variabel und vom etwa dem gleichen Standpunkt sieht unser Wohnzimmer jetzt so aus:
„Neues“ Wohnzimmer
Ein Bild habe ich noch von den Experimenten mit dem Stativ/Selfiestick. Es ist eines von zwei oder drei Selfies, die ich (bisher) in meinem Leben gemacht habe.
Nachdem unser letzter Kater gestorben war, konnten wir daran denken, den letzten Winter über die Vögel auf unserer Terrasse zu füttern. Wir fing an mit gefüllten Kokosnüssen und Meisenknödeln. Dazu kam Körnerfutter in Schalen. Die Vögel kamen zunächst ein paar Spatzen, Meisen, Tauben und Krähen. Irgendwann fing Hanna an, spezielles Futter für Spatzen zu kaufen, in denen auch tierisches Protein in Form von Mehlwürmer enthalten war. Das musst du natürlich vor den anderen Vögeln und auch vor unserem Hauseichhörnchen geschützt werden, und es wurde das obige Futterhäuschen erstanden.
Futterhäuschen mit Unterbodenschutz
leider waren die Spatzen etwas wild und verteilten das Futter sehr schnell auf dem Terrassenboden, was dann natürlich das Futter auch den Tauben zugänglich machte. Zudem sah das auf dem Terrassenbuden leider nicht so prickelnd aus.
Pfiffig wie Hanna ist, hat sie auch hierfür eine Lösung gefunden und befestigte einen Blumenuntersetzer unter dem Vogelhäuschen. Und siehe da es landete viel weniger Futter auf dem Terrassenboden.
Futterhäuschen mit Unterbodenschutz und Dach
Den Sommer über hat es ja kaum geregnet, aber mit dem beginnenden Herbst zeigte sich, dass bei Regen das Futter doch ein wenig feucht wurde und anfing zu klumpen. Aber auch hier zeigte sich wieder Hannas Erfindungsreichtum und sie bastelte dem Häuschen ein Dach. Das passierte gestern und wie man sieht, ist das leicht schief und etwas verbesserungswürdig.
Stativ und Selfiestick
Leider fliegen die Vögel sofort hoch, wenn man nur an die Scheibe tritt. Dabei hätte ich so gerne mal die Spatzenbande beim Futtern aufgenommen. Ich habe mir daher ein Stativ besorgt, das auch als Selfiestick benutzt werden kann. Das Gerät kommt mit einem Fernauslöser, der 10 m Reichweite hat, so dass ich nicht an die Scheibe treten muss.
Stativ im ausgezogenen Zustand
Ich habe die ersten Versuche schon gemacht, musste dann aber abbrechen, zum einen, weil der Regen etwas stärker wurde, zum anderen, weil Hanna das Häuschen abgehängt hatte, um es zu verbessern.
Spatz am Futterhäuschen
Dies ist der erste Eindruck, eine Ausschnittvergrößerung aus einem größeren Bild. Ich muss noch mit der Vergrößerungseinstellung experimentieren. Leider ist das beim Telefon etwas schwieriger, da es unter Umständen in den Ruhezustand geht, bevor die Spatzen überhaupt auftauchen.
Ansonsten war es eine recht normale Woche ohne größere Begebenheiten. Heute allerdings wird es noch einmal lebendig in unserer Wohnung, es kommen Mohamed, seine Mutter und drei Schwestern zu uns zum Essen. Und wir haben ein schönes Essen vorbereitet, das aus gegebenem Anlass vollkommen halal ist.
Am Montag hatte ich dann in obigen Gesundheitszentrum die Untersuchung meiner Hörfähigkeit. Anders als beim Hörgeräteakustiker war die Untersuchung ein wenig komplizierter. Jeweils auf dem linken und dem rechten Ohr wurden zunächst einmal Töne verschiedene Lautstärke und Höhen aufs Ohr gespielt, und ich musste immer drücken, wenn ich den Ton erkannte. Dann wurden wir Wörter angesagt und ich musste sie wiederholen und danach waren es Zahlen, die ich auch wiederholen musste. Das Ergebnis war un eindeutig. Mir wurde gesagt ich könnte ein Hörgerät haben, müsste aber nicht. Deshalb habe ich diesmal drauf verzichtet und einen Termin für den nächsten Oktober abgemacht.
Eisbeinauflauf
in dieser Woche hatte Hanna mal wieder Lust, ihren Eisbeinauflauf zu machen. Eisbein klingt vielleicht erst einmal schlimm, aber nach dem Kochen wird sämtliche Schwarte und alles fett entfernt und das magere Fleisch in kleine Stückchen gerissen. Dann wird es auf eine Schicht gekochtes Sauerkraut gelegt, und oben drauf kommt eine Kartoffelsauce mit Stampfkartoffeln, Butter und Senf.
Hanna beim Schneiden von Gemüse
Vor einiger Zeit habe ich für ein Interview bei einer Firma einen Amazon-Gutschein bekommen. Diesen habe ich eingelöst für drahtlose Kopfhörer, die Hanna jetzt sehr für sich entdeckt hat. Damit kann sie auf der Terrasse die Blumen pflegen oder, wie man oben sieht, Gemüse putzen und dabei entweder klassische Musik oder irgendeinen Geschichtspodcast hören.
Ehemaliges Kirchenpauergymnasium
Zufällig bin ich auf einen Wikipediaeintrag gestoßen über die Nachfolgeschule meines alten Gymnasiums. Das Bild oben zeigt die Eingangstür und ist insofern für mich interessant, als daß meine Abiturklasse genau in dem Raum saß, der sich hinter den kleinen Fenstern links vom Eingang versteckt.
Video der Woche
Ich hatte erfahren, dass unsere früherer Nachbar und Freund Bert seit kurzem das Schlagzeug in einer zweiten Band bedient. Nach kurzer Recherche habe ich herausgefunden, dass diese Band Pothead ist, in der er schon vor circa zehn Jahren einmal ein Gastspiel hatte. Auf der Facebookseite der Band steht folgender Text:
Da es umfangreicher Vorbereitungen bedarf, kurzfristig einen neuen Bassisten einzuarbeiten, haben wir uns außerdem dafür entschieden, Bert wieder am Schlagzeug dabei zu haben. Für alle, die sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, Bert hat bereits 2016 Robert vertreten.
Und beim näheren Suchen habe ich dann noch ein Amateurvideo von dieser Formation aus dieser Woche gefunden.
Zur Zeit gibt es bei uns zwei Blumensträuße: einen drinnen, einen draußen. Die Lilien machen viel Sinn drinnen, denn sie duften sehr, sehr stark. Leider gibt es noch keine Geruchsübertragung im Internet.
Mathematik, 6. Klasse, Berlin
Seit kurzem habe ich wieder eine Nachhilfeschüler, Dani. Er ist in der sechsten Klasse und bereitet sich gerade auf einem Mathematikarbeit vor. Ich hoffe, dass die dreimal üben in dieser Woche langen werden, sicher bin ich mir leider nicht. Am Samstag hat er die von mir gestellten Aufgaben einigermaßen geschafft. Ich drücke ihm die Daumen für die Klassenarbeit morgen.
Verpackter Griil
Trotz der immer noch angenehme Temperaturen hat Hanna in dieser Woche darauf bestanden, den Balkon auf den Winter vorzubereiten. Das bedeutet nicht nur, dass der Grill abgedeckt wird, sondern das auch die Sitzmöbel von der Terrasse entfernt werden. Auf Wiedersehen im nächsten Frühling.
Apple Watch
Am Donnerstag habe ich mich spontan entschlossen, eine neue Apple Watch zu kaufen. Grund war, dass Hanna mit ihrer derzeitigen nicht so zufrieden war und sie auch das letzte Sicherheitsupdate nicht installieren konnte. Und wieso häufig bei Geräten bekam sie dann meine alte. Sie hat jetzt die Apple Watch 10, ich die 12.
Heute Früh kam dann überraschend Nico zu Besuch. Er wohnt eigentlich in Mecklenburg-Vorpommern, hat aber schräg gegenüber von unserer Wohnung bei Julia anlässlich ihrer Geburtstagsfeier übernachtet. (Liebe Julia, auch von mir einen herzlichen Glückwunsch nachträglich).
Morgen werden wir beide dann einen Hörtest beim HNO-Arzt absolvieren. Ich befürchte, dass er zumindest mir ein Hörgerät empfehlen wird.
Schon bei Hannas Geburtstagsfeier in der Heide hatten Steffi und Carsten sowie Gaby und Stephan uns einen Ausflug nach Buckow versprochen, ohne uns genau zu sagen, warum gerade Buckow. Ich, neugierig, wie ich bin., hatte natürlich vorher schon etwas recherchiert, was ist mit Buckow auf sich haben könnte..Und ich hatte richtig vermutet: es ging zum Brecht-Weigel Haus. Dieser Link zu Wikipedia, gibt euch Hintergründe zum Haus. Ich war erst einmal verblüfft, das obige Holzhaus mit dem großen Zeichen davor zu sehen. Es handelte sich aber nur um den Eingangsbereich, der mit Mitteln der europäischen Kommission erst vor kurzem gebaut wurde.
Straßenansicht
Das eigentliche Haus hatte ich gar nicht gesehen, weil Carsten uns direkt vom Eingang abgesetzt hatten. Carsten und Steffi hatten uns nämlich zu Hause abgeholt und mit einem geliehenen Elektro-Mini nach Buckow gefahren. Man gelangt also von dem Eingangsbereich über einen Kiedrich zum eigentlichen Haus. Drinnen gab es hauptsächlich ein Ausstellung mit Schrifttafeln rund um Brecht, Helene Weigel und die Zeit in diesem Haus.
Zimmer mit Originalausstattung
Dieses Zimmer das einzige mich originalen Möbeln aus der Zeit von Bertolt Brechts Aufenthalt. Auf einer Tafel vor dem Haus hatte ich gesehen, dass man in diesem Haus Trauungen buchen kann und ich kann mir vorstellen, dass dies diese in diesem Zimmer stattfinden könnten. Alle Lieben war ein Bereich im Obergeschoss für Besucher abgesperrt beziehungsweise nur für Besucher mit Termin zugelassen. Auffällig in diesem Zimmer war das große Fenster das einen Blick auf den Schermützelsee frei gab.
Blick auf den See aus dem Haus
Aus dem Haus sieht man zentral einen Steg, der als einziges nicht recht gepflegt war, wie man später sehen wird. Auch die Außenansicht des Hauses von der Gartenseite ist durchaus eindrucksvoll.
Ansicht vcom Garten aus
Der Garten war sehr gepflegt bis auf den oben schon genannten Bootssteg. Der Zugang zum Steg war zurecht abgesperrt aufgrund des etwas baufällig Zustandes. Aber der Anblick war trotzdem schön.
Verfallener Steg
Aber es gab auch einen schönen Platz im Garten, wo man sich auf eine Bank setzen und den folgenden Blick genießen konnte.
Blick aufs Schilf mit Pferdestatue
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Nach dem Besuch wollten wir in eine Eisdiele, mussten dieses Vorhaben aber aufgeben, da sich angesichts des warmen Wetters vor der Eisdiele eine sozialistische Warteemeinschaft (wie man früher gesagt hätte) eingefunden hatte.
Warteschlange vor Eisdiele
Stattdessen hatte Gabi ein geöffnetes italienisches Restaurant gefunden, wo wir dann zum Essen hin gingen.
“Mein Lieblingsitaener“
Hanna und Stephan bestellten sich eine Pizza, die wohl sehr gut war. Alle anderen bis auf mich Namen Pasta verschiedener Art mit Pfifferlingen. Ich bestellte wie häufig Spaghetti Carbonara, weil auf der Karte stand „nach italienischer Art”. Leider war sie es nicht, denn die Spaghetti schwammen in einer dicken Sauce wahrscheinlich mit kräftigem Sahneanteil. Also mein Lieblingsitaliener würde das nicht werden.
Während Carsten und Steffi uns abgeholt hatten, bereiten uns Gabi und Stephan dann nach Hause. Ein dickes Dankeschön für Fahrt, Eintritt und Essen. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für uns beide.
Was sonst noch war
Anfang des Monats hatte ich über die Badezimmer Probleme bei uns berichtet. Mittlerweile war ein Handwerker da und hat zumindest das Wasserleck abgeklemmt. Leider nicht zu unserer. vollen Zufriedenheit, das leckende Rohr wurde einfach abgeklemmt, aber optisch unbefriedigend hinterlassen. Dagegen wurde der fehlende Hauptwasserhahn für das Warmwasser wieder eingesetzt, was optisch befriedigend ist. Leider habt ihr überhaupt keine Funktion. Der Hahn funktioniert einfach nicht.
Am Freitag war der Dackel EM bei uns für ein paar Stunden, und als er wieder abgeholt wurde, brachte er deutlich zum Ausdruck, dass er eigentlich keine Lust hat, uns zu verlassen. Seinen Besitzer musste ihn alleine über den Boden schleifen und dann hoch nehmen, damit er ihn abtransportieren konnte.
Ach ja, es gab ja auch noch die Wahl in Berlin, bei der die regierende CDU eindeutig abgewählt wurde. Dass danach eine Kampagne speziell von der CDU angezettelt wurde, dass man mit dieser Linken nicht regieren könne, war trotz einiger unschöner Töne aus der Linken in Neukölln mehr als durchsichtig. Dazu gibt es einen lesenswerten Beitrag von Jürgen Trittin. Mal sehen, ob Grüne und SPD diesem Druck nachgeben. Um das Thema ein bisschen auflockern, sollte man diese kleine Anekdote von Bosch sich zu Gemüte führen.
Zum Abschluss noch eine kleine Bemerkung: mir fällt auf, dass praktisch alle jungen Frauen als Frisur lange Haare mit Mittelscheitel haben. Ich dachte, dass das früher nicht so gleichförmig war. Und das wird in diesem Artikel doch auch bestätigt:
Abends begannen wir einen 24-Rewatch – mein Gott, 25 Jahre her. Erzählenswert auch nur, weil uns beiden als erstes auffiel, dass es 2001 noch Frauen mit kurzen Haaren gab. Sogar Teens.
Am Sonntag hatten wir die beiden Frauen zu Gast, die während unseres Kanadabesuches unsere Pflanzen versorgt hatten. Dazu hatten sie noch die unangenehme Tatsache zu bewältigen, dass während unserer Abwesenheit reichlich Wasser aus einem Überlaufgefäß der Heizung in unser Bad geflossen war. Beide stammen aus Syrien und gehören zu der dortigen Minderheit der Drusen. Die Drusen haben sich aus einer Abspaltung vom Islam entwickelt und betreiben anders als dieser keine Mission. Eine der bekanntesten Angehörigen ist die Frau von George Clooney, Amal Clooney, deren Vater Druse war. Einige weitere Fakten zu den Drusen findet ihr beim Deutschlandfunk.
Unsere beiden stammen aus einem Gebiet von Syrien, das unter Einfluss des IS stand und wo der IS einige 100 Leute getötet hatte. Da war es nur zu verständlich, dass sie aufgrund der durchaus persönlichen Bedrohung das Land verfassen wollten. Für uns war es die erste Begegnung mit Leuten, die hohe Summen an Schleuse gezahlt hatten, um nach Deutschland zu kommen. Die Geschichte beide ist unabhängig voneinander, dass sie sich erst hier in Berlin kennen gelernt haben. Eine von beiden hat mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit und sagt, dass Deutschland ihre Heimat sei und sie sich als Deutsche fühlt.
Wir hatten beiden Gulasch gekocht. Aber sie haben es sich nehmen lassen neben Blumen auch Vor- und Nachspeise mitzubringen: als Vorspeise Baba Ganoush und als Nachspeise Halawet el Jibn.
Halawet el Jibn
Am Dienstag bin ich nach Hamburg gefahren, um an einem Veteranentreffen teilzunehmen. Es trafen sich Mitglieder meiner ersten Firma nach dem Studium, in der ich von 1977-1990 gearbeitet hatte. Es fühlte sich schon etwas merkwürdig an, nach mehr als zehn Jahren das erste Mal wieder am Gleis 8 des Berliner Hauptbahnhofes auf einen Zug nach Hamburg zu warten.
Leeres Abteil
Die erste Änderung fehlt mir schon vor der Abfahrt auf. Der ICE brauchte trotz aufwändiger Renovierung der Strecke 20 Minuten länger als früher bis nach Hamburg. Als ich mir den Streckenverlauf anschaute, fand ich auch den ersten Grund dafür: der Zug fuhr nicht wie damals nach Hamburg durch, sondern hielt in Wittenberg, Ludwigslust und Büchen.
Baustelle Logistiklager
Anders als damals hatte ich mir diesmal allerdings eine Fahrt erster Klasse geleistet und fand mich dann ohne Reservierung in ein komplett leeren Abteil wieder. Schon kurz vor Falkensee ergab sich eine einschneidende Veränderung im Landschaftsbild. Vorher war ich für mich ein Zeichen dafür, dass ich aus Berlin raus war beziehungsweise auf dem Rückweg nach Berlin rein fuhr, das die überddimensionierte Fabrik und das Lager von Herlitz. In diesem war kaum Betrieb, während ich fuhr und jetzt war es komplett verschwunden. Stattdessen befand sich auf dem Gelände ein Neubau eines Logistiklagers von DHL.
Die Fahrt verlief ereignislos und pünktlich. Schon als es nach Hamburg hinein ging, fiel auf, dass man von fast jeder Stelle das Riesenskelett des geplanten Elbtowers sehen konnte, der wohl meinem letzten Besuch wohl noch nicht einmal angefangen war. Auf ein Foto hab ich verzichtet, das sieht man ja oft genug in der Presse, wenn es um den Bau geht.
Anlieger Jungfernstieg
Nach Ankunft fuhr mit der S-Bahn direkt zum Jungfernstieg, muss ich die Gruppe um 13:00 Uhr treffen sollte. Ich war dann um 12:30 Uhr, der erste. Nach und nach trudelten dann die anderen ein. Interessant war, dass ich zumindest einen großen Teil der Teilnehmer wieder erkannte, obwohl ich die meisten vor 45 Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Mich allerdings hat kaum jemand identifiziert. Nur einer hat auf Anhieb meinen Namen genannt, und bei dem geh ich davon aus, dass es von Zeit zur Zeit diesen Blog besucht hatte.
Café Leinpfad
Mit dem Alsterdampfer ging dann quer über binnen und Außenalster, vorbei an Segelclub und prächtigen Villen, bis zum Winterhuder Fährhaus. Dort saßen wir alle zusammen bei Kaffee und Kuchen, für mich gab es einen Käsekuchen und einen doppelten Espresso. Für für den größeren Teil der Gruppe ging es dann mit der U-Bahn weiter bis zum Café Strauß in Eimsbüttel. Weil diese U-Bahn fahrt, allerdings nur mit zweimal Umsteigen klappte. Deshalb nahm ich mit zwei anderen den Bus ohne umsteigen und einem leicht längeren Fußweg.
Streckenanzeige in der Buslinie 25
Auch im Verkehrssystem gibt es einige Änderungen gegenüber meiner Zeit in Hamburg. Die Buslinie 25 kannte ich noch nicht genauso wenig wie die S-Bahn S7, mit der ich zum Jungfernstieg gefahren war. Und ein Blick auf den Verkehrsplan zeigte mir, dass es auf meinem alten Arbeitsweg in Richtung Harburg sogar eine neue S-Bahn-Station gibt, die Station Elbbrücken.
Café Strauß
Das Abendessen fand statt im Café Strauß. Und es heißt nicht nur so, sondern es gibt auch viele Gerichte mit Straußenfleisch: Burger, Steaks, Bowls und anderes. Mir war nicht so nach Strauß, deswegen bestätige ich eine Chicken Bowl.
Chicken Bowl
Die Bowl ging so. Ich fand die Hähnchenteile mit Panade eher nicht so passend, ich hätte mir mariniertes und gegrilltes Hähnchen gewünscht. Ansonsten war der Abend angenehm. Es gab schöne Gespräche und Erinnerungen. Mir fiel auch auf, dass einige Leute über mich in die Firma gekommen waren, entweder, weil ich sie eingestellt oder vorgeschlagen hatte. Da gab es dann Verbindungen zu meiner ersten Frau und zur letzten Freundin meines Vaters. Interessanterweise hat der erste keinen Kontakt mehr mit meiner Ex unter der zweite, keinen mehr mit meiner Schwester, obwohl sie lange Zeit gemeinsame Sachen gemacht haben. Oder war das der Exmann meiner Schwester, der den Kontakt gehalten hat?
Obwohl mir eine Teilnehmerin aufgrund ihrer Schicht Erfahrung mit einem ausgefallenen Zug von Berlin nach Hamburg Angst machte, verlief die Rückfahrt. So wie ich’s geplant hatte, der Zug fuhr mit 10 Minuten Verspätung los und war dann in Berlin mit. Unter 5 Minuten Verspätung nach Maßstäben der Deutschen Bahn pünktlich. Kurz nach 0:30 Uhr war ich dann im Bett.
Nachdem Hanna ihren Wahlbrief erhalten hat und gleich ausfüllte, hab ich auch meinen fertig gemacht und zum gelben Briefkasten gebracht. Der grüne Briefkasten von PIN ist zwar fast direkt vor unserem Haus, aber die Berliner Wahlbehörden schreiben ausdrücklich, dass die Briefe in einem Kasten der Deutschen Post gehören. Naja, ist ja auch im Gegensatz von PIN ein Staatsunternehmen.
Vogelhäuschen mit Auffangbehälter
Am vogelhäuschen mit dem Spatzenfutter wird immer kräftig gearbeitet, so dass Mengen von Körnern auf dem Boden fielen. Hanna hat deshalb eine Auffangschale aus einem alten Blumentopfuntersetzer fabriziert. Auf dem Bild sieht das noch etwas schief aus, sie hat es mittlerweile nachgearbeitet, so dass es ordentlich aussieht. Allerdings sieht das Bild in dieser Form spannender aus.
Ausschnitt aus dem Mathematiktest für angehende Mediziner
am Donnerstag früh hatte ich eine FaceTime-Sitzung mit Mohamed, der sich auf den TMS vorbereitet. TMS ist der Test für mathematische Studiengänge, den Mohamed im November ablegen möchte. Der Test ermöglicht potentiell auch Bewerbern zum Studiengang im Medizin, die aufgrund ihres Notenschnitt sim Abitur nicht direkt den Studiengang aufnehmen können. In Mathematik gibt es allerdings für Mohamed noch ein wenig zu tun.
Ansonsten nichts besonderes in dieser Woche. Hanna hat auf ihren Gang zu Rewe verzichtet, da es einfach nicht genug einzukaufen gab. Am Samstag war sie üblich auf dem Markt, und ich gehe entgegen, um ihr den schweren Rucksack mit den Einkäufen für die letzten Schritte abzunehmen.
Heute haben wir die zwei syrischen Frauen zu Gast zum Essen, die während unserer Abwesenheit die Blumen versorgt haben und auch das Nässeproblem im Badezimmer gemanaged haben. Mehr dazu dann demnächst.
Sie geht danach aus verständlichen Gründen und außerdem lesenswert zu anderen Gründen für Sorge über. Und verhält sich dabei pädagogisch wertvoll, denn es ist mit Gewissheit richtig, was sie den jungen Menschen da mitgibt.
Das Wahlergebnis habe ich jedenfalls auch zur Kenntnis genommen. Danach habe ich das aber nicht weiterverfolgt. Kein Interesse an absehbaren Kommentaren, an oberschlauen Analysen und ätzender Kritik, an Vulgärforderungen von denen rechtsaußen und an peinlichen Hohlphrasen aus der Regierungspartei des Bundes. Alles ist erwartbar bis zum Anschlag, geradezu brechreizerregend kam es mir einen Moment lang vor.
Video der Woche
Ein Video oder Woche geht es heute nicht. Ich habe auf YouTube gesucht zum Stichwort ”Wahl Song”. Was ich hauptsächlich vorgeschlagen bekam, waren Songs von oder über die blaue Partei. Danach hatte ich keine Lust mehr.
Wer das Bild sieht und unsere Kanadaberichte gelesen hat, könnte meinen, dass wir noch nicht zurückgekehrt sind. Aber nein, bald nach unserer Ankunft haben wir das Spiel besorgt und gleich dann den ersten Versuch gemacht.
So langsam haben wir uns wieder zu Hause eingefunden. Hanna hat immer noch den doofen Husten, den sie aus Kanada mitgebracht hat, und wir hoffen, dass der Hustenlöser, den ich ihr besorgt habe, letztlich helfen wird.
Hanna hat ihre Marktbesuche wieder aufgenommen und war am Mittwoch auch bei Rewe. Ergebnis des Einkaufs war, dass wir Kalbleber Berliner Art gegessen haben. Auf dem Markt hat Hanna natürlich wieder ihre Platt Pfirsiche besorgt, um solange es noch geht ihren Drink zu machen.
Hannas Pfirsichbowle
Auch ich war draußen, aber allein im persönlicher Mission hinsichtlich meiner Gesundheit. Du besuche in der Gastroenterologie. Der Charité hat erbracht, dass alles im Moment eher zufrieden stellend ist und die Colitis im Griff ist.
Hauptwasserhähne im Badezimmer
Vor gut einer Woche war auch ein Handwerker da und hat die Schäden im Bad angesehen, die den Leuten, die unsere Blumen gegossen haben, während unser Abwesenheit aufgefallen sind. Diese hatten sie mir schon per Videokonferenz in Kanada mitgeteilt. Der Handwerker hat unseren Haushalt gleich per Telefon benachrichtigt. Seitdem ist nichts weiter passiert.
Blick auf die Terrasse
wie man sieht, haben es die Blumenpfleger richtig gut gemacht. Unsere Terrasse blüht üppig wie selten. Das hat vielleicht aber auch damit zu tun, dass Hanna in diesem Jahr vielleicht zum ersten Mal konsequent die Pflanzen gedüngt hat. Der wöchentliche Blumenstrauß auf die Balkontisch wird allerdings kleiner, man merkt, dass in der letzten Woche der astronomische Herbstanfang war.
Mir war gar nicht klar, dass die Kanadier Probleme mit Ahornsirup haben, der mit Zucker versetzt ist. Das ist dann doch das gleiche wie bei uns mit dem Honig aus China und weiteren dubiosen Ländern.
Die Jahreszeiten, wie schön