Gegenwärtiges und Vergangenes

Monat: Februar 2026 (Seite 1 von 2)

Netzschnippsel am Samstag (18)

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4 Jahre am 24.2.2026

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Have been on that bed conscious many times. – War sehr oft auf diesem Bett bei Bewusstsein

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Aus den Blogs (3)

Image attribution: Cortega9, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wenn ihr euch dafür interessiert, wo meine Blogpost herkommen, dann solltet ihr euch meine Leseliste anschauen. Durch die gehe ich jeden Tag nach neuen Beiträgen.

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https://buggisch.wordpress.com/2026/02/15/wie-man-social-media-kapert-und-kommunikation-zerstort/

Christian Buggisch schreibt einen interessanten Artikel über die Eskalation in den sozialen Medien über einen relativ lokalen Vorfall beim Kommunalwahlkampf in Bayern, der sich dann aufbauscht und weiter über den lokalen Rahmen hinausgeht.

Bald sind Kommunalwahlen in Bayern, auch in meiner Heimatstadt Erlangen und auch im kleinen benachbarten Adelsdorf, einer freundlichen Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern, fernab der großen Politik und ihrer Verwerfungen. Doch auch hier passieren unschöne Dinge, und so brannte dort kürzlich ein Wahlplakat der SPD-Kandidatin fürs Landratsamt. Die Feuerwehr kam, löschte und machte schnell noch ein Foto, das bald in sozialen Medien zu finden war.

 

Um in sozialen Medien erfolgreich zu sein, setzen rechte Akteure nicht zwingend auf Bots oder automatisierte Manipulation, sondern oft auf organisierte menschliche Aktivität. Politisch hoch motivierte Anhänger agieren in lose geknüpften Netzwerken, greifen Inhalte schnell auf, setzen früh Deutungsrahmen und stabilisieren diese durch Wiederholung. Die Koordination erfolgt häufig informell zum Beispiel über Messenger oder parteinahe Gruppen.

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https://holyfruitsalad.blogspot.com/2026/02/der-dummste-schwachsinn.html

Aus aus der Politik kommt immer mehr die Forderung nach einem Social Media Verbot für Jugendliche und Kinder. Insofern passt das ein wenig zu dem obigen Artikel. Creezy steht dieser Forderung skeptisch gegenüber und meint:

Dieses Verbot würde lediglich bedeuten, dass man Kindern versagt, frühzeitig kompetent in die Nutzung des Internets eingeführt zu werden, damit sie hier so früh wie möglich umfassende Kompetenz aufbauen können. Weil man selber technische wie auch inhaltliche Zusammenhänge nicht begreift – und schon mal gar nicht Geld in die Hand nehmen möchte, um Kindern das Wissen womöglich in Schulen zu vermitteln (für mich heute absolutes Pflichtfach) –, geht man lieber den bequemen Weg: Ein Verbot muss her.

Die Alternative liegt in der Ausbildung von Medienkompetenz bei den Kindern und Jugendlichen. Aber das kostet Geld und braucht Ahnung.

Aber ganz vorne dabei sehe ich die Schulen in der Pflicht. Es braucht Lehrer*innen, die – zwingend – weitergebildet gehören in dem Thema. Die darin Kompetenz erlangen müssen – egal, ob sie es interessiert. Immer noch ist an viel zu vielen Schulen das Thema Internet, Smartphone, Computer bei den Lehrern verankert, die sich dafür interessieren. Das genau reicht eben nicht mehr! Da dürfen sich heute immer noch viel zu viele Lehrkräfte wegducken.

Und: Es braucht Investitionen. Aber die schieben CDU/CSU und SPD ja lieber den reichen Lobbyorganisationen auf das Konto, anstatt in unsere Zukunft zu investieren.

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Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/20/der-trost-von-topcheckern-umgeben-zu-sein/

 

Ja ich weiß, Buddenbohm noch einmal. Liegt aber daran, dass ich fast 40 Jahre in Hamburg gelebt habe und die Stadt glaube ein wenig zu kennen. Zumindest zur Zeit bis 2000. Zu dieser Zeit war für mich der Kirchturm von Sankt Jacobi, ein wenig ein Fremdkörper in der Stadt. Den von Sankt Nikolai habe ich hier mit der Stadt in Verbindung gebracht, da es sich eigentlich um ein Denkmal des zweiten Weltkrieg handelt. Nun sollte Kupferform von Sankt Jakobi zerstört werden. Max Boom hat einige kluge Gedanken dazu, geht aber wiederum auf die vielen Leute, die alles besser wissen.

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https://www.coldheat.de/2026/02/beobachtungen-aus-dem-wartezimmer

Ich kenne Wartezimmer und die Wartezeiten ganz gut. Die Beschreibung hier trifft es, obwohl eigentlich gar nicht um das Wartezimmer geht, sondern wieder einmal um die Nutzung von Smartphones und Social Media. Trotzdem lesenswert.

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https://www.spiegel.de/panorama/azubis-aus-vietnam-kamen-nach-thueringen-und-wurden-arbeitslos-sachen-packen-raus-a-389ea9ec-47b1-4383-ad1a-9b237c5b385b

Diesen Artikel muss ich etwas zwischen schieben, auch wenn er nicht so richtig was mit Blogs zu tun hat.

Es dreht sich dabei, um die Behandlung von vietnamesischen Auszubildenden in der Pflege, und das in Altenburg in Thüringen. Das sind schlimme Zustände und ich frage mich, ob es da irgendeinen Zusammenhang mit den vietnamesischen, “Fremdarbeitern”in der DDR gibt. Damals sind viele Vietnamesen nach Deutschland geholt worden und es muss schon die Verbindungen geben, die das ermöglicht haben. Vielleicht bestehen die doch immer.

Es ist ja auch so, dass die Vietnamesen nach der Wiedervereinigung sicher etwas hängen gelassen wurden. Ich erinnere mich, wie sie um 2000 in den Straßen von Berlin präsent waren und Schmuggelzigaretten verkauft hatten. Das Geschäft war dann vorbei mit dem Beitritt Polens zu EU. Seitdem wären die Bustouren für neun Euro zu den Namen Polenmärkten angeboten von Berlin. Über die Situation der Vietnamesen in Nagelstudios hatte ich ja schon geschrieben. Vielleicht ist das Ganze ein Problem, was unter dem Radar bleibt, aber größer ist, als es scheint.

https://steady.page/de/nminkmar/posts/273d6a08-b358-4d68-8c24-2adc44ec4e20

Nils Minkmar schreibt in seinem wöchentlichen Newsletter über Epstein und das Verhältnis zwischen Schuld und Sühne in diesem Fall.

Dieses Jahrhundert ist gekennzeichnet durch die Entkopplung von Schuld und Verantwortung.

Im ersten großen Krieg der Nullerjahre, dem Feldzug der USA im Irak und seinem Vorläufer, dem Einmarsch in Afghanistan, sind schwere Kriegsverbrechen geschehen, sogar der Kriegsgrund der amerikanischen Regierung für das Vorgehen gegen Saddam war gelogen. Es wurde gebombt und gefoltert, ohne die mindeste Rücksichtsnahme und weit über jede militärische Notwendigkeit hinaus. Das wurde zum Glück von Medien aufgedeckt – doch nie juristisch aufgearbeitet – ein schweres Versäumnis des Westens.

In der einige Jahre darauf folgenden Bankenkrise ging es weiter: Die Steuerzahlerinnen verhinderten den Kollaps der Finanzwelt, aber die Verursacher des Schlamassels blieben juristisch unbehelligt

Danach besteht das von der römischen Elite entwickelte Programm der Sorge um sich in einer regelrechten Lebenskunst, die Philosophie nicht als Theorie, sondern als tägliche Praxis organisiert: Der freie Mensch soll an sich arbeiten, um sich als moralisches Subjekt zu formen—durch Übungen der Aufmerksamkeit und Selbstprüfung, Lektüre und Schreiben (Notizbücher, Briefe), Gespräche mit einem Lehrer oder Freund, sowie asketische Übungen. wie Gedankendisziplin, Vorbereitung auf Unheil, Maßhalten in Lust, Essen, Schlaf, und Körperpflege.

Ziel war nicht eine verbietende Moral, sondern eine kontrollierte, rationale Führung der eigenen Begierden und Affekte, damit Freiheit als Selbstbeherrschung möglich wird: Wer sich regieren kann, kann auch Haushalt und Polis regieren; die Ethik der Selbstführung wurde so zur Grundlage politischer Handlungsfähigkeit.

Eine solche philosophische Vorbereitung auf mögliche Funktionen in der Gemeinschaft oder die Rolle als Bürgerin und Bürger einer Republik – das ist in unserer Gegenwart schlicht nicht vorgesehen. Darum gibt es ganz oben immer wieder Männer und Frauen, die alles haben und dennoch so völlig verwahrlosen. Kompetenzen in BWL und Informatik sind eben nicht alles.

http://aufildesmots.biz/2026/02/mimosen-outdoor/

Dieser Beitrag ist speziell für Hanna. Wir waren sehr häufig mit Freunden bei Michael in der Wohnung in Hendaye Plage der französischen Atlantikküste direkt an der spanischen Grenze. In diesem Ort gibt es eine Straße mit dem Namen Avenue de Mimosas. Leider war es uns nicht möglich, diese Straße irgendwann einmal in Blüte zu sehen, obwohl Hanna es sich häufig gewünscht hat. Deshalb dieser Eindruck von der französischen Mittelmeerküste.

Woche mit eisfreiem Ende

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Eis- und schneefreie Terrasse

Eis und Schnee scheinen jetzt erst einmal weg zu sein. Ich hoffe schon, dass es hält, denn auch diese Woche kamen wir nicht raus. Eigentlich wollte Hanna Samstag zum Markt, aber da fing es an zu tauen und das bedeutet schlimme Straßen oder nein, eher Fußwege.

Ansonsten eine Woche nach dem üblichen Muster. Morgens vor dem Frühstück beim Kaffee gucken wir etwas fern. Dann gehe ich an den Computer, und Hanna schont noch ihren Rücken im Bett, damit sich der Schmerz nicht so breit macht. Nach der Mittagspause geht auch Hanna Computer guckt sich noch mal in den sozialen Medien um und dann fangen wir in der Regel an etwas Über unser Haus eigenes LAN zu spielen, zur Zeit ist es Anno 117.

Gestern allerdings stieg das Spiel immer wieder mit Fehler aus, so dass wir es aufgegeben haben. Hoffentlich funktioniert es heute wieder.

Eine Nachbarin kam, um sich unsere Leiter auszuleihen, eine Nachbarin, die wir ganz gerne mögen, die jetzt allerdings auszieht und nach Hamburg geht. Aus49 entwickelte es sich ein längeres Gespräch, denn sie ist in Harburg aufgewachsen, wo ich lange Jahre gearbeitet habe und ihr Mann nimmt eine Stelle an als Stadtplaner in der Hafencity, wo die auch die Hafencity Universität, einst Spinoff der TU Hamburg Harburg,  ihren Sitz hat. Ein Grund des Auszug: sie ist schwanger und deswegen brauchen sie eine größere Wohnung, von der sie schon eine in Hamburg haben. Außerdem sind ihre Freunde hier in Berlin alle kinderlos und in Hamburg scheint das mit den Kindern besser zu laufen.

Diese Woche hab ich übrigens per Bildersuche rückwärts nach einem Glas gesucht, was ich eigentlich wieder kaufen möchte. Habe allerdings nichts gefunden außer Gastro-Großpakete mit über 30 Gläsern. Falls also einer von euch helfen kann, wäre ich sehr über Kontaktaufnahme erfreut.

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Kurzstieliges Burgunderglas

Aus den Blogs

Heute mal wieder ein Einblick in ein paar Sachen, die mir in den Blogs aufgefallen sind. Für die krause Formatierung entschuldige ich mich, es passiert immer, wenn ich Zitate aus Blogs kopiere und MarsEdit mir nicht die Freiheit lässt, Sachen detailgenau zu korrigieren.

Dein Fahrplan für ein freieres digitales Leben

https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-dein-fahrplan-fuer-ein-freieres-digitales-leben-teil-1/

Wie ihr wisst, ist es mir ein Anlegen, von den amerikanischen BigTech Firmen loszukommen. Der Kuketzbloggibt hierzu in ein paar Folgen Anleitung, die nicht sofort befolgt werden, müssen aber einen Weg aufzeigen, den man gehen könnte

#UnplugBigTech ist deshalb eine Artikelserie für alle, die raus wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Im Mittelpunkt steht Orientierung statt Aktionismus: Was bringt wirklich etwas? Wo sind schnelle, sinnvolle Hebel? Welche Kompromisse sind vertretbar – und wo wird es kritisch? Nur ehrlich muss man sein: Das ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Wer unabhängiger von Big Tech werden will, muss Zeit investieren und ein paar Grundlagen verstehen. Wir versuchen, das so verständlich und praktikabel wie möglich aufzubereiten.

Am Ende geht es nicht darum, alles auf einmal neu zu machen. Es geht darum, Schritt für Schritt wieder mehr Kontrolle zu bekommen, weniger abhängig zu sein – und einen Weg zu haben, der im Alltag wirklich funktioniert.

Das Epstein-Grauen

https://holyfruitsalad.blogspot.com/2026/02/das-epstein-grauen.html

Creezy macht Ein paar Gedanken zu Eppstein, die auch das Unvorstellbare in Gedanken vorstellbar macht.

Und zum Thema „Sie essen Menschen!”, kann man sich sehr sicher vorstellen, dass in solchen Kreisen mindestens sehr schlechte Witze darüber gerissen werden. Was, wenn diese Idee in den erlauchten engen Kreisen hochstillisiert wurde bis zum Machbaren?

Die Leere in der Stadt

https://steady.page/de/nminkmar/posts/9b5993c4-5a9f-43d8-ab24-16025c6a05f5

Nils Minkmar beobachtet Trends in seiner Stadt, die sich immer mehr zu leeren scheint.

Dass die digitalisierte Stadt eine leere Stadt wird, hat niemand kommen sehen. Wozu noch in die Innenstadt, in der ich an leeren Flächen entlanglaufe?

Der zweite Trend, oft beschrieben, ist die Konzentration des Geldes. Immobilien sind eine beliebte Parkmöglichkeit für die immensen Summen, über die die Megareichen weltweit verfügen, also kommt es zu Spekulationsgeschichten wie diesem Luxushochhaus. Und weil im Kapitalismus das Geld seine eigenen Regeln schreibt, können auch die Feinde des Westens wie die Familie des iranischen Revolutionsführers oder des russischen Präsidenten mitten in Deutschland Immobilien besitzen. Niemand hat ein Interesse daran oder traut sich, dagegen etwas zu unternehmen. In allen Städten Europas sieht man die extrem teuren Wohnungen in den Innenstädten pittoresk leer stehen. Dort wohnt nur Geld.

Am anderen, dem normalen Ende der Skala, kann man die Horrorgeschichten sammeln: Mieterhöhungen, Klagen auf Eigenbedarf, dessen Begründung später niemand mehr kontrolliert und der nicht nachvollziehbare Weiterverkauf von Wohnhäusern setzen die Gesellschaft unter Stress. Familien rackern sich ab, streben nach Wohneigentum, um sicher wohnen zu können – dabei gibt es Modelle, die solche Sicherheit vor Kündigung vermitteln, ohne dass immer weiter neu gebaut und investiert werden muss – Genossenschaften, Werkswohnungen und öffentliche Baugesellschaften beispielsweise.

Valentinstag

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/09/herzchen-bluemchen-zitate-refrains/

 

Max Buddenbohm teilt seine Beobachtungen zum Valentinstag mit und stellt eine immer größer werdende Eventisierung statt.

Einen anschwellenden Hype gibt es aber auch, wie überall zu sehen ist, und das ist der um den Valentinstag. Es ist nicht allzu lange her, dass sich der in meinem Umfeld hauptsächlich durch Billigpralinensondereditionen in rosafarbenen Herzchenkartons beim Discounter sowie durch die großen Außenwerbungsplakate des Floristenverbandes ausgezeichnet hat. Und außerdem noch durch enorm lange Schlangen von fortgeschritten genervt aussehenden Männern vor den Blumenläden im Hauptbahnhof.  Männer, die nach Feierabend am 14.2. noch mal eben das obligatorische und am besten rotrosige Blühzeug zum spontan erhöhten Preis mitnehmen wollten, und die da dann unerwartet lange dort anstanden. Die dabei leise knurrend all die anderen ihrer Art verfluchten und dabei unruhig zappelnd und mit den Oxford-Schuhen oder Sneakers scharrend auf die Uhren sahen, mit dem Smartphone nebenbei noch schnell anderes delegierend.

Das ändert sich zunehmend.

Jetzt aber wird es auf einmal deutlich aufwändiger. Jetzt geht der Trend zur intensiven Eventisierung des Tages, und neuerdings spielt dabei ein gewisses Segment der Gastronomie begeistert mit. Nämlich das Segment, in dem man sich für exklusiv, schick, originell oder auf irgendeine Art wenigstens romantisch genug hält, um den geeigneten Rahmen für ein Date an diesem Tag zu geben.

Da wird nun auf einmal mit Nachdruck geworben und Valentinsmenüs werden angepriesen wie sonst nur die Speisefolgen zu Silvester etc. Aber selbst bei imbissähnlichen Etablissements kleben Sonderkarten in den Fenstern, versehen mit dem schnörkeligen Hinweis: „Cheers to love.“

Der Frühling kommt

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/13/wir-wissen-bescheid/

Das weiß der eben schon, zitierte Max Buddenbohm und macht es fest an der Beobachtung, wie sich das Licht in Hamburg ändert

Ich weiß, ich schreibe es immer wieder. Aber ich finde es zu und zu schön, dass es bei uns irgendwann im Februar diesen besonderen Lichteffekt gibt, bei dem so viele Menschen auf einmal ein urzeitlich anmutendes Reaktionsmuster in sich spüren. Bei dem sie wie witternd kurz stehenbleiben, sinnend verharren und in den Himmel, in das Licht sehen und instinktiv wissen – etwas ändert sich nun. Und zwar gründlich und bald.

Man weiß ab diesem Moment sicher um den Frühling. Auch wenn von dem sonst rein gar nichts zu sehen oder zu fühlen ist. Man hat ihn dennoch erkannt, und es hat etwas ungemein Erfreuliches und seltsam Tröstliches, wenn man damit nicht allein ist. Ein sehr altes Programm ist es, das bei vielen von uns noch läuft und läuft, eine Rückkoppelung an jagende und sammelnde Vorfahren wird es sein.

Mandelblüte

http://aufildesmots.biz/2026/02/mandelbluete/

Passend dazu ein paar Bilder von der Mandelblüte in Südfrankreich.

Zug zum Karneval

https://unterwegsistdasziel.blog/zug-zum-karneval/

Eine Zugbegleiterin, die ICE fährt, macht so ihre Beobachtung im Verkehr während der Karnevalstage, die genauso gut bei anderen Großveranstaltung zählen könnten wie zum Beispiel Fußballspielen. Dabei fällt auf, wie schon so oft, dass Menschen eigentlich Herdentiere sind.

Meistens wollen diese Gruppen gemeinsam einsteigen und drängen sich alle in die gleiche Türe. Denn oft hat nur einer die Fahrkarte und den Überblick über die Reservierungen. Wenn aber gerade aus dieser Türe vorher viele Leute aussteigen, kann dies allein schon zu verspäteter Abfahrt führen. Meine Aufgabe als Zugbegleiterin im Fernverkehr ist es dann auch, solche einen Knuppel zu verhindern. Ich versuche dann meistens einzelne Reisende zu bitten woanders einzusteigen. Doch leider wird das selten richtig verstanden.

Die meisten Menschen wollen in der Mitte des Zuges einsteigen und möglichst wenig laufen. Dabei realisieren sie nicht, das es weit einfacher ist neben dem Zug bis zur nächsten Türe zu gehen als später im überfüllten Wagen durch die Sitzreihen zu drängeln.

Und

Seit dem Fahrplanwechsel gibt es an vielen großen Bahnhöfen eine zusätzliche Bandansage „Bitte benutzen Sie zum schnelleren Einstieg die gesamte Zuglänge“. Ich persönlich habe den Eindruck, dass diese Ansage absolut nichts nützt. Die Menschen verstehen nicht, was gemeint ist. „Verteilt Euch auf dem Bahnsteig“ wäre vielleicht hilfreicher.

Regelmäßig knuppeln sich hunderte Menschen in der Zugmitte und beschweren sich am besten noch bei uns der Zug sei sooooo voll und ich muss ihnen dann antworten „Wagen 1-4 sind fast leer“.

 

 

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Ruhige, unangenehme Woche

Eichhörnchen in unserem Weihnachtsbaum

In dieser Woche ist nicht viel passiert. Für mich war sie unangenehm, weil mein Darm komplett gesponnen hat nach der Koloskopie und mit einem akuten Schub der Colitis. Deswegen habe ich am Samstag wieder angefangen, eine Prednisolonkur zu machen. Am Donnerstag war ich dann wieder in der Charité, diesmal bei den Nephrologen ein halbjährlicher Routinetermin. Die nächsten wollten Sie mir per Doctolib auf auf meinem 75. Geburtstag legen, aber nach meiner Beschwerde ist er jetzt am 3. August.

Das Bild oben zeigt ein Eichhörnchen in unserem Weihnachtsbaum. Wieso wir noch einen Weihnachtsbaum haben? Er ist gemietet und sollte eigentlich schon Anfang Januar abgeholt werden, Termine war vereinbart. Als sie dann immer wieder verschoben wurden, hat Hanna den Vermieter telefonisch kontaktiert. Er erklärte ihr dann, dass wegen des Frostes der Baum bei uns am besten aufgehoben wäre, weil die anderen in einer großen Halle ständen, da sie wegen des Frostes nicht eingepflanzt werden können. Das Eichhörnchen kommt nicht so raus, weil das Foto im Gegenlicht gemacht wurde, aber wenn das Licht auf das Eichhörnchen gefallen wäre, hätte es auch mich getroffen. Und dann wäre ich wahrscheinlich nicht zum Foto gekommen.

Heute ist Rosenmontag, und wir meinten alle Veranstaltungen und Sendung, die Karneval und Fasching betreffen. Ist nicht unser Ding. Trotzdem möchte ich anlässlich dieses Tages eine spezielle Landkarte teilen, die ein Bild von der Benennung eines saisonal Gebäcks gibt.

Eiswoche

Heute kommt der Wochenbericht aus Gründen etwas später.

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Die letzte Woche war bestimmt durch die Wetterlage. Berlin kämpft mit Glatteis. Ein Beispiel gab es in meinem letzten Wochen mit dem Video über Schlittschuhläufer auf Geh- und Fahrradwegen.

Hanna und ich lieben die Woche zu Hause, Hanna hatte dafür einen Termin am Dienstag abgesagt. Ich dagegen musste am Donnerstag raus, zu einem Arzttermin, den ich nicht verschieben konnte, denn ich brauchte Blutwerte für meine Koloskopie gestern. Wie man an den Fotos sieht, war ich dazu gut ausgerüstet und die Spikes unter den Schuhen sind durchaus zu empfehlen und auch die am Gehstock für die ihn brauchen. So wie auf Fußballschuhen mit Stollen in die Praxis, aber die wenigen Stellen vom Haus ins Taxi waren mit den Hilfsmitteln sehr gut zu überwinden.

Am Sonntag muss ich dann Vorbereitung der Darmspiegelung abführen, was jeweils eine unangenehme Prozedur ist. Die Untersuchung selber ergab ein komplett entzündeten Dickdarm und wir müssen sehen, was die weiteren Untersuchungen zum Beispiel die Biopsie ergeben.

Und noch mal zum glatteis: als es besonders schlimm war, dann der Berliner Senat, Salz freigegeben, besonders für die Gehwege. Und diese Erlaubnis wurde dann vom Berliner Verwaltungsgericht gekippt. Macht doch Sinn da Salz auf gefrorenes Eis nicht so wirksam, es hilft eher dabei, die Eisbildung zu verhindern.

Am Freitag hatte dann der notorische Flughafen Berlin-Brandenburg ein Eis ble, so dass keine Flüge starten oder landen konnten. Das brachte eine Ministerin aus Mecklenburg-Vorpommern in Schwierigkeiten wie dieser Artikel zeigt. Man sollte vorsichtig sein, was man auf Social Media postet.

Eiswoche

Eiszapfen an unserem Vogelhäuschen

Kalt war’s diese Woche. Aber ich konnte nicht umhin, meine vielen Arzttermine wahrzunehmen. Am Dienstag zum Blut abnehmen in Vorbereitung einer Koloskopie, am Mittwoch bei der Lungenärztin. Und am Freitag habe ich meinen ausgefallenen Zahnarzttermin nachgeholt. Und aufgrund davor schlechten Erfahrung hab ich diesmal zum ersten Mal für die 800 m ein Taxi genommen und zurück. Erfreulich wart ihr bei der Lungenärztin. Sie meint, dass ich vorerst keinen Termin mehr brauche und mich melden sollte falls esProbleme gibt.

Einen Eindruck von den Gehwegverhältnissen in Berlin bietet dieses kleine Video: https://youtu.be/ngCw3YxxMOg

Es gab noch einen sehr erfreulichen Termin: am Freitagabend haben wir uns mit meinen Hamburger Schulkameraden getroffen, zum großen Teil mit Begleitung. Wir waren im Marktlokal in Kreuzberg. Ab sieben Personen bietet das Restaurant ein Dreigängemenü für 55 € an. Dabei ist drei Gänge untertrieben, denn es gibt neben Brot und Oliven auch noch drei verschiedene Vorspeisen. Sehr lecker, obwohl ich im Hintergrund eine leichte Kritik zu den Kohlrouladen gehört habe, nämlich, dass sie zu süß sein. Aber alles in allem sehr empfehlenswert, das Essen vom schwedischen Koch ist teilweise wohl auf Schwedisch inspiriert. Und wenn man nicht sieben Personen voll bekommt, dann kann man à la carte essen.

Diese Woche haben wir auch noch eine schöne Serie mit schwarzem Humor gesehen: The Danish Woman in der ARTE Mediathek. Nils Minkmar schreibt dazu im Siebten Tag:

Aber in Wahrheit hänge ich am Gewaltmonopol des Staates, obwohl es, ich gestehe, Lebenslagen gibt, in denen man die Alternativen testen möchte. Das kennt eben auch Ditte Jensen und im Unterschied zu mir ist sie in der Praxis der effektiven Gewaltanwendung sehr virtuos. Also wendet sie ihre Erfahrung als Spezialkämpferin im Dienst der dänischen Krone in ihrer Nachbarschaft an, sie ist nach Island gezogen. Sehr schräge Komödie rund um Trine Dyrholm.

Eine ausführlichere Rezension findet ihr hier.

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