Gegenwärtiges und Vergangenes

Kategorie: Hier und Jetzt (Seite 4 von 4)

Familientreffen

Foto: Sven-Erik Knoop

Am Wochenende waren wir zum Familientreffen eines Teils von Hannas Verwandtschaft. Dies fand statt in Hornbostel in der  Lüneburger Heide.

Wie starteten die Reise mit dem Flixtrain. Die Fahrt nach Hannover war unheimlich günstig. Der Preis betrug circa 24 € hin und zurück für uns beide. Naja, an den Komfort der Deutschen Bahn kommt Flixtrain nicht heran, ich würde eher sagen, es ist sowas wie die Ryanair des deutschen Bahnwesens, sehr eng gepackte, unbequeme Sitze im Großraumwagen. Und mit dem Ticket muss man auch genau aufpassen: als ich gebucht hatte, war die Rückfahrt mit dem Zielbahnhof Berlin Hauptbahnhof ausgewiesen. In der Zwischenzeit wurde der Endbahnhof aber geändert in Berlin Gesundbrunnen. Was ich dabei nicht beachtet hatte, war, dass ein neues Ticket ausgestellt wurde und wir auch einen komplett neuen Sitz in einem anderen Wagen zugewiesen bekommen hat. Zum Glück mussten wir nicht durch den halben Zug laufen. Die eigentlichen Inhaber der Sitze haben uns dann diese dankenswerterweise überlassen.

Rückfahrt von Hannover

In Hannover wurden wir von Harald abgeholt und ins Biohotel WildLand gebracht, in das wir für 2 Nächte eingebucht waren. Das Hotel ist sehr schön gelegen, abseits des Dorfkerns im Grünen. Das Hotel ist vollkommen beziehungsweise fast vollkommen auf Bio ausgerichtet. Am Freitagabend hatten wir ein wunderschönes Essen dort, aber als Hanna sagte, sie wolle einen Campari als Aperitif kam die Antwort: haben wir leider nicht. Campari ist nicht Bio. Auf der Karte steht allerdings auch ein Jubiläumsaquavit, der als nicht Bio gekennzeichnet ist. Vielleicht ist das alles eine Frage der Alternative, denn Hanna hat einen vergleichbaren Aperitif bekommen. Das Essen war sehr ordentlich genauso wie das Biofrühstück.

Unser Hotelzimmer von außen

Obwohl das Treffen erst am Samstag stattfand, sind wir mit unserem “Chauffeur” Harald schon zu den Ausrichten und zum Ort des Treffens gefahren und fingen schon an zu quatschen.

Am Samstag trudelten dann nach und nach die Gäste ein, insgesamt waren es weit über 30. Es gab reichlich Kaffee und Kuchen, Getränke und ein großes Buffet inklusive Spanferkel. Alle hatten ihren Spaß, und es kam schon die Meinung auf, das Ganze bald, vielleicht schon im nächsten Jahr, zu wiederholen.

Ein Spaß war eine Fotobox, mit der man sich selber aufnehmen konnte und die diese Bilder dann auf Fotopapier ausdruckte. Die Fotos gingen dann an ein Gästebuch, in dem sich die Gäste auch mit einem Kommentar verewigen konnten.

Axel, Katrin und Hanna aufgenommen mit der Fotobox

Aus dem Takt

Letzten Montag hatte ich mal wieder die Gelegenheit mit einem Blaulichttaxi in das Klinikum am Friedrichshain verfrachtet zu werden. Mein Puls war im Ruhezustand bei 150 und meine Smartwatch hatte mich deshalb angemeckert.

Man will ja nicht den Notruf überfrachten, insofern hatte ich den kassenärztlichen Notdienst angerufen. Die leiteten den Fall aber an den Rettungsdienst weiter und so kam der Arbeiter-Samariter-Bund mit dem Rettungswagen. Die üblichen Maßnahmen, darunter ein EKG, ergaben, dass ich offensichtlich an Vorhofflimmern beziehungsweise Herzrhythmusstörungen leide. Also ging es ins Krankenhaus.

Um es kurz zu machen: ein Herzkatheter ergab nichts richtig Auffälliges, auch irgendwelche Stents wurden nicht gesetzt. Nach zwei Nächten wurde ich wieder entlassen..

So eine Notaufnahme ist ein interessanter Querschnitt durch die Gesellschaft. Neben mir lag ein tätowierter absolut Mensch, der sich die Seele aus dem Leib spuckte, offensichtlich wegen einer Magenschleimhautentzündung. Er machte sich Sorgen, um seine Katze zu Hause und war offensichtlich vorher schon einmal nicht im Krankenhaus geblieben, der Kompromiss war, dass er sich in der Notaufnahme in einer ruhigen Ecke erst einmal ausschlafen durfte.

Dann war dann noch Herr M., der offensichtlich nicht wusste, wo er war. Bei ihm hatte seine Bank den Rettungsdienst gerufen, weil er in der Filiale offensichtlich auf dem Boden saß und nichts machte. Er wurde, nachdem er mehrfach versucht hatte, zu gehen, letztendlich in ein Taxi gesetzt, um nach Hause zu fahren, wobei Pfleger dem Taxifahrer noch 20 € gab, um die Fahrt abzudecken.

Da war das dunkelhäutige Paar aus Norwegen, dass sich mit dem Personal auf Englisch verständigte, und erzählte, dass es mit dem Auto auf Besuch in Berlin sei. Worum es dabei ging, blieb mir unklar.

Kurz nachdem ich wieder zu Hause war, hätte ich eigentlich einen Termin bei meinem Hausarzt gehabt. Aber nach diesem Krankenhaus hatte ich da nicht recht Lust zu und deshalb nahm Hanna diesen Termin war, weil auch sie mit dem Arzt zu sprechen hatte. Und ihr gegenüber sprach er, nachdem sie ihm den Arztbrief aus dem Krankenhaus gegeben hatte, davon, dass der Herzkatheter nicht notwendig gewesen wäre und man das auch hätte anders lösen können. Zudem riet dringend davon ab, die vorgeschlagene Ablation des Herzens vorzunehmen.. Dabei wird mit einer Sonde ins Herz vorgedrungen, die Herzklappe durchstoßen und Gewebe im Linksherz verödet. Mittlerweile habe ich auch gelesen, dass diese Operation in meinem Alter eigentlich nicht notwendig ist..

Der nächste Krankenhaustermin liegt an. Am Mittwoch will man bei mir eine Nierenbiopsie vornehmen. Sicherheitshalber werde ich morgen meinen Hausarzt fragen, ob er das auch nicht für notwendig hält.

Geburtstagsessen im Rutz-Zollhaus

Gestern hatte Hanna Geburtstag und wir hatten geplant,schön essen zu gehen. Die Wahl war gefallen auf das Rutz-Zollhaus, ein Ableger des einzigen drei Sterne Lokals in Berlin, des Rutz. Das Haus hat (noch) keine Sterne, sondern bietet regionale Küche 2.0. Ein sehr schönen Tisch auf der Terrasse direkt am Landwehrkanal und das Wetter passte auch.

Wie man sieht, musste das Essen natürlich dokumentiert werden, waswir beide auch fleißig taten.

Links: Gebackene grüne Erbse & Paprika, Joghurt, eingelegte Radieschen

Rechts: Tatar vom Holsteiner Weideochsen & eingelegte Gurke, geräucherte Crème Fraîche, Forellenkaviar, Speckstaub

Haselnusskaltschale & Fichtenöl, Kohlrabi, Rauchforelle, Forellenkaviar

Blutwurst auf Kartoffelpüree (genaue Zusamemensetzung vergessen)

Gegrillter Kopfsalat & ausgelassener Landspeck, Honig-Estragon-Vinaigrette

Nackensteak vom Iberischen Schwein aus Westfalen, Schweineragout, dreierlei vom Spargel, geröstete Brotwürfel

 

 

Erdbeergranite & Schokoladenerde, Waldmeister, Sauerklee, Honig

Alles war sehr gut, natürlich mit gewissen Vorlieben. Das Tatar war ungewöhnlich, aber sehr schmackhaft, da durfte ich die Hälfte von Hannas Teil mitessen, weil das nicht so ihr Ding ist. Die Praline war gut. Mir hat der gebratene Salat nicht so gut gefallen, einmal weil er zwar warm, aber nicht richtig gebraten war, es fehlt ein paar Röstaromen und die Vinaigrette war mir zu oft zu sehr auf der sauren Seite. Hanna, dagegen fand den Salat gut, weil die Sauce sie an die ihrer Mutter erinnerte. Der Hauptgang rief gemischte Gefühle vor. Hanna mochte das Nackensteak nicht, weil sie kein Fleisch mit einem höheren Fettanteil mag aber die Sauce fand sie toll. Mir hat es geschmeckt. Ich fand es aber nicht überwältigend, interessant die Spargelbeilage. Der Nachtisch war wieder Spitze.

Highlight der Speisenfolge war allerdings die Haselnusskaltschale.

 

Das war unsere sehr angenehme Weinbegleitung, ein säurearmerTrollinger, genannt Sine (ohne) ohne Zusätze und auch ohne Druckerschwärze. Deswegen war das vordere Etikett leer und Hanna bekam ein Stift, um es nachgeben zu verzieren.

Fazit: Es würde mich nicht wundern, wenn auch dieses Restaurant irgendwann einmal einen Stern bekommen würde. Vor einigen Jahren hatten wir am an meinem Geburtstag im Skykitchen gegessen, das ein Stern hatte, aber hier fanden wir es dann doch prinzipiell ein wenig besser

Millo

Seit jemand bei uns nachts die Wohnungstür offen gelassen hat und unser Kater Camillo, genannt Millo, für einige Zeit entwischt war, ist er krank. Er war jetzt schon dreimal beim Tierarzt. Aber gut ist es immer noch nicht. Wir hoffen sehr, dass er diese Phase übersteht.

Dezemberschnippsel

Jahresende

Eine Kantate von Bach zum Jahresende.

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Spotify

Das Geschäftsmodelle von Spotify ist mal gründlich durchleuchtet worden. Hier findet man ein paar Argumente, warum man sich die Anwendung vielleicht überlegen sollte.

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Titel, Thesen, Temperamente

Der neue Moderator der Sendung ist durchaus umstritten, aber die ARD hält an ihm fest.

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HSV

Mein Vater hatte früher häufiger als Musiker mit der Bundeswehrband im Stadion Pausen des HSV gespielt und mich im Alter von circa neun Jahren mitgenommen. Seitdem war ich Fan des HSV, allerdings seit einigen Jahren nicht mehr, auch Begeisterung für Fußball hat sich ein wenig gelegt. Den Niedergang des HSV kann man sehr gut in dem Blog HSV Arena verfolgen, manchmal in drastischer Sprache und in anderer Zielrichtung als die Hamburger lokalen Medien. Diesen Song über den in diesem Jahr gefeuerten Chef, Jonas Boldt, habe ich diesen Blog entnommen.

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Kultur

Berlin streicht die Mitte für Kultur. Hamburg erhöht sie.

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Wikipedia

Elon Musk ist nicht gerade ein Freund der Wikipedia.

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Bier

Die Taz schreibt über die Krise des deutschen Bieres und macht das auch ein wenig am Reinheitsgebot fest und nennt es einen Marketingtrick, um Veränderungen zu verhindern.

Fest steht: Das berühmte Reinheitsgebot von 1516 und seine Vorläufer waren ein historisches Verdienst gegen Panscherei. Spätestens seit seiner PR-mäßig lancierten Renaissance im 20. Jahrhundert muss es aber vor allem als Versuch gelten, deutschem Bier einen Marktvorteil gegenüber günstigerer und – wie manche sagen – auch besserer Konkurrenz aus den EU-Nachbarländern zu verschaffen. Neun von zehn belgischen Produkten etwa sind nach deutschen Vorstellungen kein Bier. Außerdem ist die Frage auch nicht unberechtigt, was das für eine Reinheit sein soll, die mit Glyphosat im Malz und Filterung durch Mikroplastik weniger Probleme hat als mit Kräutern oder Haferflocken.

Ich mag das deutsche Einheitpils auch nicht so richtig, mein Lieblingsbier ist zur Zeit ist Schwarzer Abt.

 

Aufzug

Mietoilette (Symbolbild)

Seit gut einem Jahr ist der Aufzug in unserem Haus kaputt, was sich auch nicht durch diverse Reparaturversuche ändern ließ. Irgendwann in diesem Herbst wurde uns dann versprochen, dass er bis zum 20. Dezember wieder betriebsbereit sein sollte. Je weiter die Zeit voranschritt, desto größer wurden die Zweifel, dass es klappen könnte.

Nun scheint tatsächlich etwas zu passieren. Anzeichen dafür sind ein Handwerker, der in der letzten Woche am Aufzug herumhämmerte. Und als ich am Samstag die fünf Treppen hinunter gehen musste, um ein Päckchen abzuholen, das nicht bei uns im Haus gelandet war, stand vor dem Haus eine Miettoilette, die daraufhin deutete, dass die Handwerker einige Zeit in unserem Haus arbeiten sollten. Und unser Weinhändler hatte mir erzählt, dass am Freitag auch eine große Palette mit einem Kompressor im Hausflur stand. Das heißt wohl, dass nicht nur einfach eine Elektroplatine ausgetauscht werden muss, sondern dass die Arbeiten doch etwas größer sind. Unser Aufzug ist ein hydraulischer, so dass ein Kompressor durchaus Sinn macht.

Adventszeit

Seit letzter Woche steht nun unser Weihnachtsbaum auf der Terrasse. Wie jedes Jahr haben wir ihn vom Weihnachtsurwald gemietet, er wird dann am 7.  oder 8. Januar wieder abgeholt. 

Geschmückt hat ihn wie jedes Jahr unsere gute Fee Manuela. Sie liefert uns auch jedes Jahr einen Adventskranz und ein Gesteck, nicht aus dem Blumenladen, sondern wie von uns gewünscht von ihr persönlich gefertigt.

Baum - 1 (1).

 

Brot

Dinkelsauerteig im Gärkörbchen…

Schon seit einigen Monaten kaufen wir kein Brot mehr, außer vielleicht einmal ein paar Tiefkühlbrötchen, wenn ich nicht zum Backen gekommen bin. Das Brotbacken ist nämlich schon so etwas wie ein Hobby geworden ist. Auf dem Bild sieht man auch, dass ich durchaus schon einige Geräte habe wie zum Beispiel den Teigschaber links am Tontopf oder das Gärkörbchen, in dem der Teig zum Aufgehen platziert ist.

Das Brot, das hier im Entstehen ist, ist ein Dinkelbrot mit Sauerteig. An den Sauerteig habe ich mich erst in letzter Zeit gewagt und versuche auch meinen eigenen, wie man so sagt, “Hermann“ zu züchten. Mal sehen wie das geht. Unten ist das Foto von dem Brot wie es nach dem Backen aussieht.

…und das fertige Brot.

Gerüst am Haus

Vor ein paar Wochen haben sie angefangen, ein Gerüst an unserem Hinterhof aufzubauen. Gleich war die Freude groß, weil wir dachten, es ginge um die Reparatur beziehungsweise den Neuaufbau des Fahrstuhls.

Ein wenig skeptisch war ich, weil das Gerüst eher seitlich des Fahrstuhl stand und einen Aufzug beinhaltete. Hanna war sich aber sicher, dass es um den Fahrstuhl ging. Leider hatte ich Recht.

Vor kurzem kamen dann Handwerker und fingen an, die Dachpappe zu erneuern. Allerdings kam in dem Zusammenhang auch ein anderer Handwerker und arbeitete einen Tag an dem Fahrstuhl. Nach diesem Tag war aber nichts mehr passiert, als das ein Schild an den Fahrstuhltüren hing, in dem auf die Reparatur des Fahrstuhl hingewiesen wurde.

Gestern hat nun ein neuer Mieter, der uns einen Paket brachte, da Amazon und andere Lieferdienste es nicht mehr schaffen, uns im Dachgeschoss direkt zu beliefern. Dieser Mieter hat erzählt, dass der Hausbesitzer ihm versichert habe, dass der Fahrstuhl bis Dezember komplett repariert sein soll.

Na, das würde aber auch endlich Zeit. Der Fahrstuhl ist schließlich seit etwas mehr als einem Jahr bis auf ein paar Tage immer kaputt.

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