BFD4B8CD B604 4172 BB80 1D95F2756678_1_105_c.

Olympiastadion, Berlin

Die Woche war nicht viel los. Das Wetter war so richtig wie im April: Minutenweise Wechsel zwischen Regen und Sonnenschein. Ich war am Montag beim Arzt um die Ergebnisse meiner vierteljährlichen Blutprobe zu erfahren. Nachdem ich kein Cortison mehr nehme, sind auch die Blutzuckerwerte in erträgliche Bahnen gesunken. Ansonsten habe ich entschieden, mein Blutdruck wieder mit Tabletten zu reguliert.

Hanna war dann noch einmal beim Rewe zum einkaufen und hat außerdem eine Blumenlieferung bekommen, eine Ersatzlieferung von einem anderen Lieferanten, da die vorherige Lieferung beschädigt war und kein Ersatz mehr dort zu bekommen war.

Ansonsten hat die WM in den USA begonnen. Hat sich in den letzten Jahren grundsätzlich geändert..

Zum ersten Mal in einem Stadion war ich circa im Alter von zehn Jahren. Mein Vater hatte mich ins Volksparkstadion mitgenommen, und wir saßen damals auf halb verwitterten Holzbänken, wenn ich mich richtig erinnere in der sechsten Reihe in einer Kurve. Das muss ziemlich genau vor 65 Jahren gewesen sein, und der HSV gewann damals in der Oberliga Endrunde gegen den ersten FC Saarbrücken 3:0. Die Bundesliga gab es noch nicht.

1965 sah ich dann bei meinen Großeltern in Lübeck ein Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft. Deutschland spielte in Stockholm gegen Schweden. Als Uwe Seeler den 2:1  Siegtreffer erzielte, sprang ich auf, riss die Arme hoch und zertrümmerte eine Glas Tulpe an der 15 Jahre Deckenbeleuchtung meiner Großeltern.Bei der Weltmeisterschaft im Jahr darauf machte unsere Familie Urlaub im Schwarzwald und ich bin dann mit meinem fast 15 Jahren in die Kneipe gegangen und hab die Spiele bei einer Weinschorle gesehen.

Ich war nie ein großer Stadionbesucher, aber habe dann fast alle Spiele im Fernsehen gesehen, die man nur sehen konnte. In den Neunzigern und auch in den Nullerjahren dieses Jahrtausend in ich dann doch ein paarmal im Stadion gewesen. Den Neunzigern hatte meine Exfreundin bei Ufa Sports (später Sportfive) gearbeitet, und es fielen so manches Mal Tickets ab durchaus auch welche im VIP Bereich. Später hat meine Nichte eine Zeit lang eine Funktion im Volksparkstdion und und so konnte ich den HSV noch zweimal im Olympiastadion sehen, deswegen das Foto oben. Das letzte Live Spiel war ein Freundschaftsspiel oder Vorbereitungsspiel gegen den BFC Dynamo in Berlin im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Die Einsicht in die Vermarktung des HSV schreckte mich schon ein wenig ab. Dann kam irgendwann der Abstieg und irgendwelche Skandale um Identitäten, Alkoholfahrten Doping, Intrigen in der Vereinsführung. Gleichzeitig wurden die Spiele immer langweiliger nicht nur die des HSV, sondern allgemein. Eine Zeit lang hab ich mir immer noch Spiele im Fernsehen angesehen. Aber auch dort waren meistens die Spiele recht langweilig, das Mitreißende fehlte. Der der Ball fällt von links nach rechts und zurück verschoben und alle warten darauf, dass der Gegner einen Fehler macht.

Dazu dann noch die FIFA mit ihrem Hang zu Autokraten. Russland, Qatar und jetzt die USA. Angefangen mit dem lächerlichen Friedenspreis für Trump gab es viele Zurückweisungen bei Fans, Schiedsrichtern und sogar Spielern. 

Rest ist noch geblieben an Interesse, aber ich guck mir keine Spiele mehr an. Wenn überhaupt, dann lese ich ein Spielbericht oder schaue auf eine Zusammenfassung im Morgenmagazin.

Anderen geht es genauso.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Tschernobyl

https://hmbl.blog/11-6-2026-strahlende-nachbilder/

In diesem Beitrag gibt es einige interessante Informationen zu Tschernobyl.

Dass ich am ehesten hätte Angst haben sollen, weil – so sagt man – das AKW um die Ecke* die Situation nutze, um gleich mal den Dreck vom letzten Unfall aus dem Fenster zu blasen, das erfuhr ich erst Dekaden später – aber das nur am Rande.

Darüber hinaus wird aus einem Artikel bei den Krautreportern zitiert:

Die Bestände von Wölfen, Füchsen, eurasischen Luchsen, Elchen und Wildschweinen haben deutlich zugenommen. Tierarten wie der Braunbär und das Wisent sind zurückgekehrt. Was hier geschieht, ist eine Renaturierung in ihrer radikalsten Form: Weil der Mensch nicht eingreifen kann, entstehen in der Sperrzone ökologische Prozesse, die so nicht vorhersehbar waren.
Es wird nicht gejagt, es gibt keine Landwirtschaft und keine Bebauung. Studien deuten darauf hin, dass dieser positive Einfluss auf die Natur größer ist als die negativen Folgen der Strahlung.
Im belarussischen Teil der Sperrzone gibt es genauso viele oder sogar mehr große Säugetiere als in unbelasteten Naturschutzgebieten. Unbestritten ist allerdings, dass die anfängliche Strahlung Flora und Fauna massiv geschädigt hat, besonders im sogenannten Roten Wald, einem etwa zehn Quadratkilometer großen Gebiet in der Nähe des Atomkraftwerks.

Thermische Schädelerweichung

https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/06/14/thermische-schaedelerweichung/

Diesen Beitrag zitiere ich in voller Länge:

Wir brauchen unbedingt Atomkraft. Jedenfalls tönt das aus jeder Ecke, wo konservative Knalldeppen unter dem Stein herausgekrochen kommen. Atom für die Grundlast, sonst droht Blackout. Davon mal abgesehen, dass der eher durch marode Netze oder Angriffe unserer Gaslieferanten verursacht wird, in Frankreich sehen wir gerade, dass man auch als Komplettversager in Physik höhere Staatsämter mit seiner Existenz entwerten kann. Unsere Nachbarn praktizieren das, unter anderem mit dem Problem, dass ständig teurer werdender Strom aus maroden Reaktoren durch preiswerte Solar- und Windenergie verdrängt wird. Die erste Hitzewelle, die in diesem Jahr die Kühlsysteme in die Bredouille bringt (und genug Solarstrom produziert), zwingt die Konzerne zur Abregelung der Grundlast. Mit genug Batterie- oder Pumpspeichern ließe sich der Übergang wohl managen, allein diese ideologisch unzuverlässige Technik macht, was sie will. Das Hochfahren eines Kernreaktors, laut Expertise von Universalgenies wie Söder, Merz oder Spahn eine Sache weniger Sekunden, wird durch die steigende Konzentration von Xenon erheblich verzögert. Zwei Tage Pause. Perfekt, wenn man in wenigen Stunden reagieren muss. Dazu verursachen die ständig veränderten Betriebstemperaturen durch unterschiedlich schnell verlaufende Abkühlung und Erhitzung Schäden an Rohren und Schweißnähten, die zu gefährlicher Materialermüdung beitragen. Etwa so darf man sich die thermische Schädelerweichung bei unseren Größen aus Politik, Suff und Korruption wohl auch vorstellen. Alle weiteren Anzeichen, dass wir es mit gründlich verstrahltem Regierungspersonal zu tun haben, wie immer in den Suchmaschinentreffern der vergangenen 14 Tage.

Video der Woche