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Kennenlernen
https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/25/der-alltag-als-kennenlernspiel/
Und wieder einmal Max buddenbohm, dem ich mich wohl als Hamburger und (fast) als Altersgenosse verbunden fühle. In diesem Fall geht es um Kennenlernen, und da haben wir allerdings andere Erfahrungen gemacht als Max. Er sagt:
Ich sprach neulich mit einem jüngeren Menschen über das Thema Kennenlernen. Dieser Mensch hat generationstypisch, wie man in dem Fall wohl sagen kann, Erfahrungen mit Tinder etc. Ich habe dergleichen, vielleicht auch noch generations- und außerdem sicherlich familienstandstypisch, noch nie benutzt. Mir fehlt da jede Erfahrung oder ein ganzer Lebensbereich, wie es sich für Jüngere vielleicht anfühlt.
Und weiter:
Ich überlegte dann im weiteren Verlauf, wann ich überhaupt zum letzten Mal jemanden in freier Wildbahn kennengelernt habe. Also jemanden, der mir nicht „serviert“ wurde, etwa durch berufliche Umstände. Und ich kam nicht darauf. Auch nach langem Nachdenken nicht. Die letzte große Kennenlernwelle in meinem Leben war die Spielplatz- und Grundschulzeit, in der vermutlich fast jede und jeder noch einmal einen ganzen Schwung an neuen Kontakten erlebt.
Naja, was ist das Kennenlernen außerhalb des Kontextes angeht, habe ich schon Erfahrungen, wenn sie auch schon weiter zurückliegen, die neueren gehen eher auf Hanna zurück.
Was allerdings das Kennenlernen über Apps, wie es neuerdings heißt, oder wie es früher war, über Websites angeht, da haben Hanna und ich durchaus Erfahrung. Wir haben uns nämlich im Jahr 2000 über das Internet kennen gelernt. Damals war das eine schwedische Website namens Spraydate. Als wir uns kennen gelernt hatten, wechselten wir zu einer Seite namens berlinonline.de und als diese in das offizielle Berlin Portal, Berlin.de überging, blieben wir als kleiner Rest von Usern auf einer Seite namens palmania (der Link führt zu einem veralteten des Adressbucheintrag) hängen. Da waren wir wohl neben dem Betreiber die letzten User.
Kennenlernen 2
https://hmbl.blog/28-2-2026-fragestunde/?pk_campaign=feed&pk_kwd=28-2-2026-fragestunde
Im Fragen-Doc diese hübsche Frage entdeckt:
Wenn ich fragen darf: Sie sagten mal, dass Sie gelegentlich Kunden aus dem Leserkreis des Blogs haben. Kann es nicht furchtbar schief gehen, wenn man einen Kunden schon aus dem Blog „kennt“ und dann beim zusammen arbeiten merkt, was für ein Mensch das ist?
Und obwohl ich die Richtung der Frage auf den ersten Blick verstehe: So geht das mit dem Kennelernen doch eigentlich immer, oder? Die Arbeitskollegin, die auf der Weihnachtsfeier auf einmal cringe daher redet, der seit Jahren unauffällige Gärtner, der im exakt richtigen Moment die richtige zutiest menschliche Frage stellt – jede kann uns doch immer überraschen. Und das ist manchmal überraschend schön und manchmal auch überraschend enttäuschen.
Fazit: das Leben steckt voller Überraschungen.
Lächeln
https://unterwegsistdasziel.blog/sich-eine-positive-haltung-bewahren/
Ich bin ja eher der norddeutsche Typ. Vielleicht eher gewesen. In Hamburg und auch besonders in London, wo ich studiert habe, da guckt man sich gegenseitig nicht an. Vor allem und besonders auch nicht in öffentlichen Verkehrsmittel. Das thematisiert die Zugbegleiterin in ihrem Blogpost. Über das Lächeln schreibt sie:
Die menschliche Mimik ist eine der grundlegendsten Kommunikationsformen. Wir lernen Gesichtsausdrücke lesen bevor wir Worte verstehen oder gar sprechen können. Ein Kleinkind reagiert darauf, ob die Mama lächelt oder bös guckt. Und auch später lesen wir viel mehr Gestik und Mimik der Person gegenüber als uns bewusst ist. Manchmal merken wir einer Person an das irgendwas nicht stimmt wenn diese lügt oder unehrlich ist. Wissen aber oft gar nicht woran. Und viel zu oft interpretieren wir „der mag mich nicht“ hinein.
Dabei liegt das Dilemma ja eher daran das viele Menschen das „freundlich gucken“ komplett verlernt haben. Und deshalb im Normalzustand einen „unzufriedenen Flunsch ziehen“. Die wenigstens denken darüber nach wie sie damit auf ihre Umwelt und auf einzelne Situationen wirken.
Ich habe das von Hanna gelernt und versuche, auch auf der Straße, die Leute freundlich anzulächeln. Und zum Beispiel auch in Restaurants mit dem Nachbartischen in Kontakt zu kommen durch Lächeln und Ansprache. Und ich muss sagen es wirkt. Zumindest werden die Leute in der Regel freundlicher.
Alkoholfreier Wein
https://rueckseitereeperbahn.blogspot.com/2026/02/und-wieder-einmal-nahe-null.html
Matt Wagner schreibt über alkoholfreien Wein. Und ich muss sagen, er hat Recht. Bei uns im Regal liegen auch noch zwei Flaschen Weißwein. Wir werden sie nicht anrühren und wenn überhaupt zum Kochen verwenden. Da ist der Alkohol nicht so wichtig. Hier sein Fazit zu einem Probierpaket
Doch ach, es war wieder zum Weinen. Zwei der drei Sorten musste ich bereits nach dem ersten Schluck dem Ausguss übergeben (sic!), nur dem Pinot Bianco von Nett aus Duttweiler (zweites Foto) vermochte ich mit Ach und Krach und über mehrere Tage den Garaus zu machen. Ob es sich beim Wort „Reverse“ auf dessen Etikett um ein Wortspiel oder einen Tippfehler handelt, interessiert mich angesichts dieser Erfahrung nicht mehr die Bohne. Das dürfen Sie die KI gern selbst fragen.
Mein auf einem weiterhin sehr schmalen empirischen Fundament ruhendes Fazit lautet: Je trockener ein Wein ausgebaut ist, desto fataler wirkt sich die Ethanolabsenz auf seine Genießbarkeit aus.
Immerhin gibt er einen Rat für die Verwegenen:
Sollten auch Sie sich also einmal in diese seltsame und (un)gefährliche Welt der alkoholfreien Weine begeben wollen, so achten Sie in Bacchus Namen wenigstens auf ordentlich Oechsle.
In Hamburg sagt man Tschüß
https://zynaesthesie.wordpress.com/2026/03/03/in-hamburg-sagt-man-tschuess/
Eine lebenswerte Satire über das alt werden in der Zukunft. Warum nicht gleich den Alterssitz in Thailand buchen, da ist die Pflege billiger.
Menschlichkeit
https://holyfruitsalad.blogspot.com/2026/03/menschlichkeit.html
Einfach lesen. Es geht um Deutsche in Dubai, um den hohen Benzinpreis und um Tanker.

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