Gegenwärtiges und Vergangenes

Kategorie: Hier und Jetzt (Seite 7 von 12)

Eiswoche

Heute kommt der Wochenbericht aus Gründen etwas später.

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Die letzte Woche war bestimmt durch die Wetterlage. Berlin kämpft mit Glatteis. Ein Beispiel gab es in meinem letzten Wochen mit dem Video über Schlittschuhläufer auf Geh- und Fahrradwegen.

Hanna und ich lieben die Woche zu Hause, Hanna hatte dafür einen Termin am Dienstag abgesagt. Ich dagegen musste am Donnerstag raus, zu einem Arzttermin, den ich nicht verschieben konnte, denn ich brauchte Blutwerte für meine Koloskopie gestern. Wie man an den Fotos sieht, war ich dazu gut ausgerüstet und die Spikes unter den Schuhen sind durchaus zu empfehlen und auch die am Gehstock für die ihn brauchen. So wie auf Fußballschuhen mit Stollen in die Praxis, aber die wenigen Stellen vom Haus ins Taxi waren mit den Hilfsmitteln sehr gut zu überwinden.

Am Sonntag muss ich dann Vorbereitung der Darmspiegelung abführen, was jeweils eine unangenehme Prozedur ist. Die Untersuchung selber ergab ein komplett entzündeten Dickdarm und wir müssen sehen, was die weiteren Untersuchungen zum Beispiel die Biopsie ergeben.

Und noch mal zum glatteis: als es besonders schlimm war, dann der Berliner Senat, Salz freigegeben, besonders für die Gehwege. Und diese Erlaubnis wurde dann vom Berliner Verwaltungsgericht gekippt. Macht doch Sinn da Salz auf gefrorenes Eis nicht so wirksam, es hilft eher dabei, die Eisbildung zu verhindern.

Am Freitag hatte dann der notorische Flughafen Berlin-Brandenburg ein Eis ble, so dass keine Flüge starten oder landen konnten. Das brachte eine Ministerin aus Mecklenburg-Vorpommern in Schwierigkeiten wie dieser Artikel zeigt. Man sollte vorsichtig sein, was man auf Social Media postet.

Digital Independence Day

Digitaler Unabhängigkeitstag

Heute ist der zweite digitale Unabhängigkeitstag. An diesem Tag wird dazu aufgerufen, sich nach und nach aus dem Zangengriff des amerikanischen Big Tech zu lösen. Dazu gibt es viele Initiativen, die man im Netz finden kann..Auch die Stiftung Warentest gibt Tipps zum Digitalen Unabhängigkeitstag.  Darüber wird breit berichtet. Aber googelt selber (Digital Independence Day), am besten mit Ecosia, einem Browser aus Berlin. Am Begriff “googeln” sehen wir schon, dass wir von den USA abhängig sind.

Ich habe schon angefangen, aber es gibt noch viel zu tun.

Als erstes hab ich mich von Instagram, LinkedIn und Google verabschiedet und dort mein Konto gekündigt. Auch Amazon war nicht schwer, ich habe hier jahrelang Prime benutzt. Und weg ist es. Die Videos mit Werbung kann man eh vergessen. Und für kaufen gibt es gute Alternativen. Ich benutze meistens Otto. Und dort gar nichts finde dann geh ich vielleicht sogar zu Amazon, schau was angeboten wird. Und dann bestelle ich direkt bei den Anbietern.

Für WhatsApp gibt es gute Alternativen, wie man oben bei der Stiftung Warentest nachlesen kann. Ich Versuch schon die Leute zu überzeugen, aber das ist leider nicht so einfach. Vielleicht nehme ich den Tipp vom Spiegel wahr und bitte, Hanna auf WhatsApp zu bleiben und mich zu informieren, was dort abgeht und wechsel selber zu Signal, wo ich eh schon bin.

Auch mein Googlekonto hab ich gelöscht. Damit verzichte ich auf viel Datensammeln. Ein wenig lästig ist es, dass ich kein YouTube Verlauf mehr habe. YouTube gehört halt zu Google. Ich schau mir übrigens YouTube Videos meistens in einem anonymen Browserfenster an, um zu verhindern, dass meine Daten abgegriffen wird. Zusammen mit einem Adblocker vermeide ich auch den lästigen Anzeigen.

Was mir sicher erst mal schwer fällt, ist der Ausstieg aus dem Apple Universum. iCloud, Apple TV und die Hardware und Mailadresse benutze ich noch. Auch Netflix aufzugeben, könnte ich schwer fallen, weil Hanna liegt die Weihnachtsfilme und einige Serien dort.

Aber wenn man streamen will, hat man schon sehr gute Alternativen zum einen die Mediatheken von ARD und ARTE und das Streamingportal, wie neuerdings heißt, vom ZDF.

Einen kleinen Tipp habe ich noch, mindestens für Berlin, aber wohl auch für andere Städte. Ein digitaler Bibliotheksausweis kostet zehn Euro im Jahr. Dazu muss man noch nicht einmal in die Bibliothek gehen, das muss man nur, wenn man auch physisch Bücher ausleihen will, denn dann muss man den Ausweis vorlegen. Über die öffentliche Bibliothek hat man dann Zugriff auf das gesamtdigitale Angebot dazugehören medien, Filme und so weiter. Auch eingeschlossen ist der Zugang zu einem Videostreamingdienst, der viele Filme und teilweise auch Serien anbietet und zwar werbungsfrei. Einfach mal schauen, 

Aus den Blogs

Restaurants haben es schwert seit der Pandemie. Die Leute gehen weniger aus, beachten offensichtlich nicht ihre Reservierung. Zu Weihnachten mussten wir im Heiligen Teufel Vorkasse leisten, um überhaupt einen Platz reservieren zu können. Maximilian Buddenbohm berichtet jetzt darüber, das Restaurants in Hamburg einen Mindestumsatz verlangen, wenn man Reservierung möchte. Er macht auch Anmerkungen zu diesem Monat, die mir sehr bekannt vorkommen.

Wie ein Amateur, der mit diesem Leben immer noch nicht recht umzugehen weiß, fragte ich mich im Laufe dieser Woche, was denn eigentlich mit mir los sei. Dieser fehlende Schwung, diese spürbare Eintrübung der Laune schon am frühen Vormittag. Diese geradezu albern anmutende Wehleidigkeit gegenüber der winterlichen milden Kälte da draußen, die so schlimm nun auch wieder nicht ist. Dazu noch dieses allgemeine Gefühl der Hinfälligkeit und die sich manchmal generalisiert anfühlende Unlust, die interessierte Teilnahme an den Freundeskreisen Dysphorie und Anhedonie.

Und danach noch

Währenddessen haben wir alle immerhin schon den 24. Januar erreicht. Den haben wir also fast schon verbraucht, erledigt und durchgebracht, diesen Monat. Danach nur noch eben die vollkommen erwartbare Februarverelendung durchmachen, dann kann man im März schon wieder ansatzweise vorwärtsorientiert denken und fühlen.

Noch ein letztes Mal möchte ich auf Maximilian Buddenbohm eingehen. Er spricht über neu eröffnete Restaurants in einer Ausgehmeile in seiner Nähe. Als ehemaliger Hamburger schätze ich, dass es sich dabei um die Lange Reihe handelt. Die Namen dieser Restaurants sind sich sehr ähnlich, weswegen er sich eine absurde Situation sind.

Im Goa auf Godot warten, der aber im Gao sitzt. Mit Blick auf das Gaia, in dem noch weitere Personen warten: Das ist dann unser Beckett 2026. Eine betont offene Inszenierung, an der zweifellos zahlreiche Laien spielfreudig teilnehmen werden.

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Die Kaltmamsell spricht über das Verhältnis zu Ärzten und darüber, dass man als kritische Patientin bezeichnet wird, wenn man einfach nachfragt. Das erinnert mich daran, dass eine Ärztin mich angemacht hat, als ich eine Nachfrage hatte, und gemeint hat, sie hätte nicht ihre Zeit zu verschwenden. Seitdem meide ich diese Ärztin in meiner Hausarztpraxis.

Und ich wurde wieder mal “kritische Patientin” genannt. Empfinden Ärzt*innen mein Bedürfnis nach detaillierter Information bis zum laienhaften Kapieren wirklich als “kritisch”? Ich widerspreche doch gar nicht oder äußere gar Kritik?

Im gleichen Post verweist sie auf La Vialla, bei denen wir auch Saucen und Olivenöl bestellen. Eigentlich sind wir sehr zufrieden, andererseits geht aus diesem Post hervor, dass auch die Leute in der Toskana Rinderhörner vergraben, also in Richtung Demeter gehen, eine Richtung, die wir als esoterisch eigentlich nicht unterstützen wollen. Sie verweist auch auf einen Artikel aus der Financial Times, der La Vialla beschreibt. Uns ärgert allerdings auch die Menge an Prospekten und Werbematerial, mit denen wir geflutet werden.

Seit ich dort selbst mal bestellte, werde ich von Marketing-Material geflutet – das mich mit seinem Idyll- und Heile-Welt-Branding in erster Linie misstrauisch machte

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Meqito schreibt über seine Einbürgerung in Berlin. Ich bin immer froh, wenn unsere Stadt bunter wird und heiße anders als manche Leute alle willkommen, die gerne hier leben. Auch wenn sie dann mit unfreundlichen Biodeutschen zu tun haben.

 

Gleich danach ging ich spontan direkt ins mobile Bürgeramt nebenan, wo man unkompliziert und ohne Termin Pass und Perso beantragen kann. Dort saßen zwei gut gelaunte Frauen mit eng gezurrtem Kopftuch und gratulierten mir fröhlich zur Staatsbürgerschaft. Bei den beiden Damen konnte ich auch ein Foto von mir schießen lassen und nach ein paar Unterschriften war alles erledigt.

Ich erwähne das mit dem Aussehen und dem Kopftuch deswegen, weil die einzige Person, die mich etwas schlecht gelaunt von der Seite anschnauzte, eine offensichtlich biodeutsche Frau in meinem Alter war, weil ich mit der Kamera etwas falsch verstanden hatte.

 

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Zu guter Letzt noch etwas über das Reisen mit dem Zug. Ich bin ja circa 15 Jahre mit dem Zug zwischen Berlin und Hamburg hin und her gependelt und war froh, dass ich das nicht mit dem Auto machen musste. Ich fahre gern Zug. Meine interessanteste Reise allerdings war 1972, als ich direkt von Frankfurt nach Istanbul mit dem Istanbul Express gefahren bin. Es war gut 50 Stunden mit einer Dampflok in einem Abteil mit acht Sitzen. Die Bundesbahn hatte damals ihre ältesten Wagen auf dieser Strecke eingesetzt, wahrscheinlich, weil sie glaubte, das besseres Material auf dem Balkon nur zu Schrott gefahren. Der Zug war voll besetzt mit freundlichen Menschen. Wir haben uns mit den Türken in unserem Abteil gut verstanden und wurden von Ihnen in Istanbul gleich in ein einfaches sauberes Hotel vermittelt, das wahrscheinlich Bekannten gehörte und damals 5 DM pro Nacht kostete.

Zu guter Letzt noch etwas über das Reisen mit dem Zug. Ich bin ja circa 15 Jahre mit dem Zug zwischen Berlin und Hamburg hin und her gependelt und war froh, dass ich das nicht mit dem Auto machen musste. Ich fahre gern Zug. Meine interessanteste Reise allerdings war 1972, als ich direkt von Frankfurt nach Istanbul mit dem Istanbul Express gefahren bin. Es war gut 50 Stunden mit einer Dampflok in einem Abteil mit acht Sitzen. Die Bundesbahn hatte damals ihre ältesten Wagen auf dieser Strecke eingesetzt, wahrscheinlich, weil sie glaubte, das besseres Material auf dem Balkon nur zu Schrott gefahren. Der Zug war voll besetzt mit freundlichen Menschen. Wir haben uns mit den Türken in unserem Abteil gut verstanden und wurden von Ihnen in Istanbul gleich in ein einfaches sauberes Hotel vermittelt, das wahrscheinlich Bekannten gehörte und damals 5 DM pro Nacht kostete.

Ruhige Woche

Cottage Pie

Diese Woche haben wir zweimal etwas gekocht, was wir in den letzten Jahren nicht oder überhaupt noch nicht gemacht haben. Einmal einen Cottage Pie, der mich an meine Zeit in London während des Studiums erinnerte. Gekocht nach diesem Rezept (Cottage Pie, weil mit Rinderhackfleisch statt Lammhackfleisch gemacht). Und einen anderen Tag einmal Matjesfilet Hausfrauenart, eine Abwechslung zudem von uns etwas häufiger gemachten Matjessalat mit roter Beete. Auch hier das Rezept.

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Matjes, Hausfrauenart

Ansonsten: Diese Woche ist wirklich nicht viel passiert. Hauptsächlich Zu Hause ohne große Action. Hanna hat diese Woche Twin Peaks (alle Folgen) gesehen, eine Serie, mit der ich nicht viel anfangen konnte. Aus Anlass des Todes von David Lynch ist sie zur Zeit in der arte Mediathek zu finden. Zu der Zeit ihrer ersten Ausstrahlung habe ich sehr wenig ferngesehen, konnte also nicht aus nostalgischen Gründen adarn gefallen finden.. Und darüber hinaus ist mir die Serie einfach zu mystisch oder surreal.

Ich habe während dessen das Netz unsicher gemacht und einiges gelesen. Dazu werde ich einen Extrapost vorbereiten.

Zweite Januarwoche

Knüppeleis (Symbolbild)

Zunächst einmal alles ruhig los. Eigentlich hätte unser Mietweihnachtsbaum am letzten Sonntag abgeholt werden sollen, aber es passierte nichts. Im Laufe der Woche habe ich nachgefragt und die Ankündigung ist jetzt, dass die Abholung heute erfolgt.

Am Montag hatte Hanna dann einen Termin zur Maniküre und Pediküre. Hat aber abgesagt, da sich wegen des Tauwetters dick Knüppeleis gebildet hatte und zudem ihr Termin von mittags in die abendliche Dunkelheit gelegt worden war. Wir haben jetzt eine neue Vereinbarung: Sie kommt jetzt circa alle sechs Wochen zu uns und bearbeitet unsere Nägel gegen ein Pauschalpreis.

Ich dagegen hatte am Mittwoch einen Zahnarzttermin und machte mich auch wohlgemut auf dem Weg, aber nach etwa einem Drittel gab ich auf und sagte den Termin ab. Auf den vorher nicht vom Schnee befreiten wegen hatte sich eine dicke Schicht eingebildet auf der nicht nur echt schlitterte. Meinen Termin hätte ich ohnehin nicht geschafft, da ich mich kaum auf den Füßen halten konnte und entsprechend warm war.

Ansonsten nur etwas sehr, sehr Unangenehmes aus dem privaten Bereich. Nachdem man mich wegen eines Vorkommnisses in unserer Wohnung und der von mir gezogenen Konsequenzen ein gutes Jahr lang mit Nichtbeachtung bestraft hat, habe ich die Kommunikation auch von meiner Seite aus für beendet erklärt. Darauf kam eine Nachricht voller Selbstmitleid. Ursprünglich hätte es eine Entschuldigung getan, dann wär auch von meiner Seite gut gewesen. Aber offensichtlich sind die Welten beider Lichtjahre voneinander entfernt.

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