
Weihnachten ist vorbei und wie man sieht, ist der Baum abgeschmückt. Es ist ein Mietbaum und wird heute abgeholt, wenn alles wie angekündigt klappt. Wir haben zwei ereignisreiche Wochen hinter uns.
Am montag, den 29. kamen Natascha, Nadya und Sean aus Kanada zu uns zu Besuch. Natascha und Nadya sind Hannas und damit auch meine Nichten und Sean ist Nataschas Mann. Am Morgen hatte ich mit Manuela Bettwäsche in die Wohnung gebracht, die uns gegen einen günstigen Preis von einer Nachbarin in einer anliegenden Straße zur Verfügung gestellt worden war.
Nach viel quatschen machen Sie sich die drei am Dienstag erst einmal auf dem Weg und dann, als sie zurück waren, ging es in einem Großraumtaxi zum Reichstag, um bei Käfer zu essen. Das habt ihr eventuell schon hier nachgelesen. Am Silvesterabend haben die Nichten uns alle bekocht, es gab Filet Wellington mit einigen Beilagen, darunter auch Garnelen. Sozusagen Surf and Turf. Die drei sich gegen elf auf die Straße bekam, hielten wir noch ein Nickerchen vor Mitternacht. Großes Geböller wie immer in Berlin und sie kamen auch sehr erstaunt zurück.
Donnerstag macht der Hanna dann ihren bekannten Eisbeinauflauf, am Freitag, dann Natascha Spaghetti mit ihrer Sauce, eine Variante von Alfredo. Dazwischen packen alle an und sollen säuberten die Küche gründlich einschließlich der Wände konnten vieles um und am Wochenende ging auch Nadya noch durch den Rest der Wohnung.
Natascha und Sean dagegen reisten am Samstagmorgen ab, um über Dublin nach Kanada zu fliegen. Leider hatten sie aufgrund des Schnees in Berlin. Pech verpassten ihren Anschlussflug in Dublin und mussten dann bis Montag warten, bis sie früh eine Verbindung von Dublin über London Heathrow nach Toronto bekam.
Nadja blieb am Samstag noch da und verbrachte einige Zeit damit, zusammen mit Hanna alte Bilder über den Fernseher anzuschauen. Sonntag besuchte sie die neue Nationalgalerie und flog dann auch am Montag über Dublin zurück nach Toronto. Wir benutzen die Montag dann ein wenig dazu auszuruhen. Weil, Besuch ist sehr schön kann aber auch anstrengend sein.

Ich weiß nicht, ob es das Sauerkraut war am Donnerstag oder was auch immer, aber es kündigte sich mit Durchfall ein heftiger Schub meiner Colitis an, der sich dann am Dienstagabend in einem sehr blutigen Stuhlgang niederschlug. Hat mich beunruhigt und ich hatte mich gefragt, ob ich damit warten könne, bis am nächsten Tag mein Gastroenterologe Sprechstunde hätte. Sicherheitshalber habe ich kassenärztlichen Notdienst angerufen und meine Symptome geschildert und die meinten ich könne nicht bis zum nächsten Tag warten, sondern müsste sofort in die Notaufnahme. Ich also ins Taxi und in mein gastroenterologisches Krankenhaus gefahren, in das virchow, Klinikum der Charité.
Nach 1 Stunde Wartezeit kam ich um 21:00 Uhr dran, es wurde Blut abgenommen und dann darauf gewartet, dass die Ergebnisse kommen. Während dessen hing ich am Monitor und konnte mein Blutdruck und die Sauerstoffsättigung nachvollziehen (beides übrigens okay obwohl ich sämtliche Blutdruckmedikamente Anfang Dezember abgesetzt hatte nach Absprache mit meinem Arzt).
Dann ging es stündlich so, dass gesagt wurde, ich sollte nach Hause kommen, aber man müsse noch einmal meine Hämoglobinwerte überprüfen. Natürlich sagte ich Hanna Bescheid, es war etwa 0:30 Uhr. Und dann kam sie wieder nach 1 Stunde, noch einmal Hämoglobin überprüfen. Und dann noch mal. Kurz nach 3:00 Uhr morgens meinten sie dann ich könnte nach Hause fahren und sollte am nächsten Tag meinen Gastroenterologen für das weitere Vorgehen kontaktieren. Kurz bevor ich mit dem Taxi zu Hause war, war Hanna schon total beunruhigt und schickte mir eine Nachricht, ob ich noch nach Hause käme, die ich durch das Klingeln an der Tür beantworte.
Noch meine E-Mail. Am nächsten Tag rief mich mein Gastroenterologe nachmittags zurück und wie besprachen das weitere Vorgehen. Ersetze mir ein neues Biologicum auf meine Karte und sagte mir, ich solle wieder eine Cortisontherapie machen. Mache ich ungern, weil das mein Zuckerspiegel unnötig erhöht. Aber was soll es? Ich werde diesmal mit Insulin dagegen arbeiten.
Samstag hatte ich alle Sachen beisammen und nach dem ersten Prednisolon Tabletten bessert sich die Lage langsam.

Am Samstag hat Hanna dann ihren Probetermin mit ihrem hoffentlich zukünftigen Tagesdackel Emil. Es lief wohl alles gut, er fühlte sich wohl bei uns und auch ein Probespaziergang war offensichtlich erfolgreich. Am nächsten Samstag wird dann statt Herrchen auch noch Frauchen kommen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. Hanna ist zuversichtlich
Es war sooo schön, dass die Familie hier war und auch Emil das erste Mal bei uns zu haben war wunderbar. Er ist ein ungemein freundlicher und Menschen bejahender Zwergdackel und findet unseren Bezirk auch sehr interessant und beschnuppernswert. Sein Alter und mein Stock vertragen sich ausgesprochen gut und seine 6 Kilo sind auch gut beim Aufstieg der halben Treppe zu bewältigen. Ich hoffe, er kommt öfter.