Gegenwärtiges und Vergangenes

Mischmasch am Donnerstag

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Dies ist glaube ich das erste oder maximal das zweite Selfie, das ich je gemacht habe. Offensichtlich muss ich noch lernen, irgendwie direkter in die Kamera zu schauen. Das war frisch nach dem heutigen Haarschnitt. Ich habe jetzt eine Sommerfrisur, die der nächsten Hitzewelle angemessen ist. Hanna meinte, dass sie auch besser ist bei den zunehmenden kahlen Stellen auf meinem Kopf. Es gibt einen Anlass für die Frisur, sie ist auf kommende Ereignisse hin gemacht.

Dummerweise werden diese Ereignisse ihre Schatten voraus. Ich hatte gestern eine unangenehme Krise mit Vorhofflimmern, da wollte Hanna mir nicht nachstehen und hat nachts ein wenig gehustet und es war ihr sehr sehr übel. Also werden wir morgen früh zu unserem gemeinsamen Hausarzt gehen und die Sachen abklären.

Trotzdem gehen wir noch davon aus, dass wir an Hannas Geburtstagsparty am Samstag werden teilnehmen können. Mich zumindest haben die Notärzte gestern nicht mit ins Krankenhaus genommen.

Nachtrag am Donnerstag: Und so kam es dann auch: alles in Ordnung und wir können den Plänen folgen.

Wollt ihr wissen, warum dieser dazwischen Post? Nicht wegen der Ereignisse, sondern weil ich wohl in den nächsten Tagen nichts werde ich schreiben können.

Diese Woche aus meiner Leseliste

Nachtrag zu Fußball

https://www.11freunde.de/wm/tony-woodcock-ueber-thomas-tuchel-nur-ein-schotte-waere-schlimmer-gewesen-a-958c4f23-78d8-413e-8783-9d9d9355d671

Tony Woodcock, ein englischer Fußballer, der auch in Deutschland aktiv und erfolgreich gespielt hat, schreibt in einem Artikel über Thomas Tuchel (Achtung Bezahlschranke) als Trainer für die englische Nationalmannschaft, auch über das heutige Fußballspielen und bestätigt noch einmal als Fachmann, was ich gestern ausdrücken wollte.

Seit Pep Guardiola spielen sie alle diesen entsetzlich langweiligen Ballbesitzfußball, bei dem der Torwart mehr Ballkontakte hat als der Mittelstürmer. Ich mache einen Podcast mit Viv Anderson und Peter Reid, der „The Grumpy Old Men Of Football“ heißt, also so viel wie: die Meckerrentner des Fußballs. Aus den Reaktionen, die wir von den Hörern kriegen, weiß ich, dass viele Leute genauso genervt wie wir davon sind, wenn Mannschaften den Ball stundenlang vor dem Strafraum hin- und herschieben. Kein Wunder, dass moderne Verteidiger spielen können, bis sie vierzig sind. Sie müssen ja immer nur von links nach rechts und wieder zurück laufen. Es sei denn natürlich, es gibt einen Eckball. Dann schauen sie nicht mal mehr auf den Ball, sondern liefern sich mit ihrem Gegenspieler einen griechisch-römischen Ringkampf. Halten war und ist ein klares Foul! Es wird bloß nicht mehr gepfiffen, allerdings gilt das nur bei Ecken.

Und noch ein Nachtrag von mir: genau dieser Fußball wird dann von so genannten Garten eine Dreiviertelstunde vor und entsprechend nach dem Spiel auf gut Deutsch gesagt tot geredet

Cafés – now and then

https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/06/16/ein-leicht-buttriges-gefuehl/

Max Buddenbohm schreibt über Cafés heute und in der Vergangenheit. Zu den heutigen Cafés meint er:

Wobei – ist das Wort „Kaffeezeit“ überhaupt noch ein Begriff? Früher war es in meiner Umgebung einer, in meiner Generation ist es wohl immer noch einer. Kaffeezeit, etwa zwischen 15 und 17 Uhr, mit einem deutlichen Peak um 16 Uhr. Man fühlt diese Zeit, ganz deutlich fühlt man sie. Man fühlt auch den die Uhrzeit begleitenden Kuchenhunger, besonders am Wochenende. Es ist ein Gefühl mit einem ausgeprägten Wochentagsbezug, eine Sonn- und Feiertagsemotion. Wir wurden so erzogen. Wir können nichts dafür, es wurde uns so mitgegeben.

und weiter

Wobei ich mir vorstellen kann, dass eine besondere Form der historisch korrekten Inszenierung auch erfolgreich sein könnte. Wenn man nämlich Kaffee und Kuchen so anbieten würde, also in Ambiente, Ausstattung und Angebot etwa so, wie es unsere Großmütter Anfang der Siebziger getan haben. Schon beim Schreiben der Zeilen spüre ich verblüffend deutlich dieses buttrige Frankfurter-Kranz-Gefühl im Mund, sogar zu unpassender Uhrzeit.

Lest ruhig den ganzen Post es lohnt sich. Wer von euch kennt eigentlich noch den Frankfurter Kranz ich habe ihn zumindest schon einmal produziert.

 

Ihr findet mich unter @mouchi@berlin.social

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#FotoVorschlag

Alle Fotos Copyright Axel Wegner – Lizenz CC BY-SA 4.0

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1 Kommentar

  1. Peter Breitenfeld

    Moin Axel,
    hoffentlich hat dein neuer Haarschnitt keine medizinischen Gründe; sondern nur den Temperaturen der Jahreszeit geschuldet.
    Warum wirst du in den nächsten Tagen nichts schreiben können?
    Bist du dann in einem Funkloch?

    Grüße nach Berlin
    Peter

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