
Hanna wartet bei den Mobility Services

Axel wartet bei den Mobility Services
Heute ging es los nach Kanada. Der Flug war gebucht mit den so genannten Mobility Services, was nichts anderes bedeutet/bedeuten soll, als dass wir von Helfern mit Rollstühlen zum Gate gefahren werden. Neben der Tatsache, dass wir nicht die ewig langen Wege im Flughafen laufen müssen, besteht ein Vorteil darin, dass wir keine Schlangen aushalten müssen. Wir werden sozusagen an der Sicherheitskontrolle, der Passkontrolle und beim Boarding von Amts wegen immer nach vorne „gedrängelt“.
Da Direktverbindung ab Berlin rar sind, ging es über Frankfurt nach Toronto. Der Flug nach Frankfurt war zunächst pünktlich und ereignislos, bis das Flugzeug ganz kurz vor der Landung plötzlich durch startete. Die Anzeige vom Piloten nach kurzer Zeit war folgende: das Flugzeug voraus glaubte, ein Kaninchen auf der Landebahn angefahren zu haben, und da mussten die folgenden Flugzeuge eine Schleife fliegen, damit die Landebahn inspiziert werden konnte.
Das brachte uns eine Verspätung von 25 Minuten und Hanna bekam schon Panik, dass wir unseren Anschlussflug verpassen könnten. Allerdings war das Boarding bei weitem noch nicht beendet, so dass wir keine Probleme hatten, noch ins Flugzeug zu kommen. Beim des Passes unter Bordkarte kam ich einen kleinen Zettel in die Hand gedrückt, mit der lapidaren Bemerkung, dass uns ein neuer Sitz zugeteilt worden war. Und das bedeutete, dass wir dann plötzlich in der Business Class saßen statt wie geplant in Premium Economy.
Und so begann der Flug noch vor dem Start mit einem Drink, hat er sich Lufthansa Avionik schimpfte. Die gelben Tütchen neben dem Cocktail enthielt übrigens Cashew Nüsse.

Lufthansa Avionik Cocktail
Zu essen gab es dann ein dreibändiges Menü, wir entschieden uns für ein Vitello Tonnato mit frittierten Kapern und geräucherten Thunfischstückchen, als Hauptgang, ein Rinderfilet mit einer Pfeffersauce, Rosmarinkartoffeln und Bohnen (alles gut bis auf die Bohnen, die waren einfach am Boden nicht weich genug gekocht worden. Dazu gab es reichlich zu trinken, ein zwei Gläser Merlot (bei Hanna vielleicht eins mehr). Als Nachtisch gab es dann eine Speise auf Erdbeerbasis, Hanna bestellte sich noch frische Früchte dazu und war dann so verwegen, zu den Früchten um einen Champagner zu bitten. Ich trank danach, übrigens, zum ersten Mal auf einen Flug, einen Espresso und dazu einen Portwein.Für den Rest sehen wir uns dann mit Alkohol zurück. Vor der Landung gab es dann noch einen kleinen Imbiss, eine Tapasvariation. Und dazu verzichten wir auf Alkohol.
Der Flug landete fast pünktlich mit nur 15 Minuten Verspätung in Toronto. Allerdings war der Flug nicht an Verspätung hatte, brauchten die Mobility Services vom Gate bis zum Ausgang knapp 2 Stunden. Es gab nämlich ein Problem, dass auf unseren Flug 29 Passagiere waren, die den Service mit den Rollstühlen in Anspruch genommen. Es ging also immer nur etappenweise voran. Dazu kam dann Probleme mit Leuten, die sich den WLAN Zugang erklären lassen mussten oder Probleme an der Passkontrolle, weil der Pass vom elektronischen Einreisesystem zurückgewiesen wurde. Es ging immer nur schrittweise von einer Station zur nächsten, und dann mussten wir wieder auf die nächste Begleitung warten.
Hannas Schwester Heide erwartet uns schon am Ausgang und dann mussten wir noch etwas warten, bis Rudi ihr Lebensgefährte, mit dem Wagen vor fuhr und uns aufnahm. Rund um den Flughafen war noch dicker Berufsverkehr, und liegen gebliebene Fahrzeuge, so dass wir dann nach einer knappen Stunde Fahrt endlich in Caledon bei Heide ankam.
Natürlich wurde noch ein wenig gequatscht, so dass wir dann gegen 22:00 Uhr ins Bett kamen. Das bedeutete für mich, dass ich praktisch 24 Stunden auf den Beinen, in Flugzeugsitzen oder Rollstühlen verbracht hatte.
Dieses wunderschöne Lied hat Axel in seinem ersten Video vom Kanadabesuch untergelegt, allerdings von einer anderen Sängerin. Aber, es ist…