

















Gegenwärtiges und Vergangenes


















Heute mal wieder ein Einblick in ein paar Sachen, die mir in den Blogs aufgefallen sind. Für die krause Formatierung entschuldige ich mich, es passiert immer, wenn ich Zitate aus Blogs kopiere und MarsEdit mir nicht die Freiheit lässt, Sachen detailgenau zu korrigieren.
https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-dein-fahrplan-fuer-ein-freieres-digitales-leben-teil-1/
Wie ihr wisst, ist es mir ein Anlegen, von den amerikanischen BigTech Firmen loszukommen. Der Kuketzbloggibt hierzu in ein paar Folgen Anleitung, die nicht sofort befolgt werden, müssen aber einen Weg aufzeigen, den man gehen könnte
#UnplugBigTech ist deshalb eine Artikelserie für alle, die raus wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Im Mittelpunkt steht Orientierung statt Aktionismus: Was bringt wirklich etwas? Wo sind schnelle, sinnvolle Hebel? Welche Kompromisse sind vertretbar – und wo wird es kritisch? Nur ehrlich muss man sein: Das ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Wer unabhängiger von Big Tech werden will, muss Zeit investieren und ein paar Grundlagen verstehen. Wir versuchen, das so verständlich und praktikabel wie möglich aufzubereiten.
Am Ende geht es nicht darum, alles auf einmal neu zu machen. Es geht darum, Schritt für Schritt wieder mehr Kontrolle zu bekommen, weniger abhängig zu sein – und einen Weg zu haben, der im Alltag wirklich funktioniert.
https://holyfruitsalad.blogspot.com/2026/02/das-epstein-grauen.html
Creezy macht Ein paar Gedanken zu Eppstein, die auch das Unvorstellbare in Gedanken vorstellbar macht.
Und zum Thema „Sie essen Menschen!”, kann man sich sehr sicher vorstellen, dass in solchen Kreisen mindestens sehr schlechte Witze darüber gerissen werden. Was, wenn diese Idee in den erlauchten engen Kreisen hochstillisiert wurde bis zum Machbaren?
https://steady.page/de/nminkmar/posts/9b5993c4-5a9f-43d8-ab24-16025c6a05f5
Nils Minkmar beobachtet Trends in seiner Stadt, die sich immer mehr zu leeren scheint.
Dass die digitalisierte Stadt eine leere Stadt wird, hat niemand kommen sehen. Wozu noch in die Innenstadt, in der ich an leeren Flächen entlanglaufe?
Der zweite Trend, oft beschrieben, ist die Konzentration des Geldes. Immobilien sind eine beliebte Parkmöglichkeit für die immensen Summen, über die die Megareichen weltweit verfügen, also kommt es zu Spekulationsgeschichten wie diesem Luxushochhaus. Und weil im Kapitalismus das Geld seine eigenen Regeln schreibt, können auch die Feinde des Westens wie die Familie des iranischen Revolutionsführers oder des russischen Präsidenten mitten in Deutschland Immobilien besitzen. Niemand hat ein Interesse daran oder traut sich, dagegen etwas zu unternehmen. In allen Städten Europas sieht man die extrem teuren Wohnungen in den Innenstädten pittoresk leer stehen. Dort wohnt nur Geld.
Am anderen, dem normalen Ende der Skala, kann man die Horrorgeschichten sammeln: Mieterhöhungen, Klagen auf Eigenbedarf, dessen Begründung später niemand mehr kontrolliert und der nicht nachvollziehbare Weiterverkauf von Wohnhäusern setzen die Gesellschaft unter Stress. Familien rackern sich ab, streben nach Wohneigentum, um sicher wohnen zu können – dabei gibt es Modelle, die solche Sicherheit vor Kündigung vermitteln, ohne dass immer weiter neu gebaut und investiert werden muss – Genossenschaften, Werkswohnungen und öffentliche Baugesellschaften beispielsweise.
https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/09/herzchen-bluemchen-zitate-refrains/
Max Buddenbohm teilt seine Beobachtungen zum Valentinstag mit und stellt eine immer größer werdende Eventisierung statt.
Einen anschwellenden Hype gibt es aber auch, wie überall zu sehen ist, und das ist der um den Valentinstag. Es ist nicht allzu lange her, dass sich der in meinem Umfeld hauptsächlich durch Billigpralinensondereditionen in rosafarbenen Herzchenkartons beim Discounter sowie durch die großen Außenwerbungsplakate des Floristenverbandes ausgezeichnet hat. Und außerdem noch durch enorm lange Schlangen von fortgeschritten genervt aussehenden Männern vor den Blumenläden im Hauptbahnhof. Männer, die nach Feierabend am 14.2. noch mal eben das obligatorische und am besten rotrosige Blühzeug zum spontan erhöhten Preis mitnehmen wollten, und die da dann unerwartet lange dort anstanden. Die dabei leise knurrend all die anderen ihrer Art verfluchten und dabei unruhig zappelnd und mit den Oxford-Schuhen oder Sneakers scharrend auf die Uhren sahen, mit dem Smartphone nebenbei noch schnell anderes delegierend.
Das ändert sich zunehmend.
Jetzt aber wird es auf einmal deutlich aufwändiger. Jetzt geht der Trend zur intensiven Eventisierung des Tages, und neuerdings spielt dabei ein gewisses Segment der Gastronomie begeistert mit. Nämlich das Segment, in dem man sich für exklusiv, schick, originell oder auf irgendeine Art wenigstens romantisch genug hält, um den geeigneten Rahmen für ein Date an diesem Tag zu geben.
Da wird nun auf einmal mit Nachdruck geworben und Valentinsmenüs werden angepriesen wie sonst nur die Speisefolgen zu Silvester etc. Aber selbst bei imbissähnlichen Etablissements kleben Sonderkarten in den Fenstern, versehen mit dem schnörkeligen Hinweis: „Cheers to love.“
https://www.buddenbohm-und-soehne.de/2026/02/13/wir-wissen-bescheid/
Das weiß der eben schon, zitierte Max Buddenbohm und macht es fest an der Beobachtung, wie sich das Licht in Hamburg ändert
Ich weiß, ich schreibe es immer wieder. Aber ich finde es zu und zu schön, dass es bei uns irgendwann im Februar diesen besonderen Lichteffekt gibt, bei dem so viele Menschen auf einmal ein urzeitlich anmutendes Reaktionsmuster in sich spüren. Bei dem sie wie witternd kurz stehenbleiben, sinnend verharren und in den Himmel, in das Licht sehen und instinktiv wissen – etwas ändert sich nun. Und zwar gründlich und bald.
Man weiß ab diesem Moment sicher um den Frühling. Auch wenn von dem sonst rein gar nichts zu sehen oder zu fühlen ist. Man hat ihn dennoch erkannt, und es hat etwas ungemein Erfreuliches und seltsam Tröstliches, wenn man damit nicht allein ist. Ein sehr altes Programm ist es, das bei vielen von uns noch läuft und läuft, eine Rückkoppelung an jagende und sammelnde Vorfahren wird es sein.
http://aufildesmots.biz/2026/02/mandelbluete/
Passend dazu ein paar Bilder von der Mandelblüte in Südfrankreich.
https://unterwegsistdasziel.blog/zug-zum-karneval/
Eine Zugbegleiterin, die ICE fährt, macht so ihre Beobachtung im Verkehr während der Karnevalstage, die genauso gut bei anderen Großveranstaltung zählen könnten wie zum Beispiel Fußballspielen. Dabei fällt auf, wie schon so oft, dass Menschen eigentlich Herdentiere sind.
Meistens wollen diese Gruppen gemeinsam einsteigen und drängen sich alle in die gleiche Türe. Denn oft hat nur einer die Fahrkarte und den Überblick über die Reservierungen. Wenn aber gerade aus dieser Türe vorher viele Leute aussteigen, kann dies allein schon zu verspäteter Abfahrt führen. Meine Aufgabe als Zugbegleiterin im Fernverkehr ist es dann auch, solche einen Knuppel zu verhindern. Ich versuche dann meistens einzelne Reisende zu bitten woanders einzusteigen. Doch leider wird das selten richtig verstanden.
Die meisten Menschen wollen in der Mitte des Zuges einsteigen und möglichst wenig laufen. Dabei realisieren sie nicht, das es weit einfacher ist neben dem Zug bis zur nächsten Türe zu gehen als später im überfüllten Wagen durch die Sitzreihen zu drängeln.
Und
Seit dem Fahrplanwechsel gibt es an vielen großen Bahnhöfen eine zusätzliche Bandansage „Bitte benutzen Sie zum schnelleren Einstieg die gesamte Zuglänge“. Ich persönlich habe den Eindruck, dass diese Ansage absolut nichts nützt. Die Menschen verstehen nicht, was gemeint ist. „Verteilt Euch auf dem Bahnsteig“ wäre vielleicht hilfreicher.
Regelmäßig knuppeln sich hunderte Menschen in der Zugmitte und beschweren sich am besten noch bei uns der Zug sei sooooo voll und ich muss ihnen dann antworten „Wagen 1-4 sind fast leer“.
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Eichhörnchen in unserem Weihnachtsbaum
In dieser Woche ist nicht viel passiert. Für mich war sie unangenehm, weil mein Darm komplett gesponnen hat nach der Koloskopie und mit einem akuten Schub der Colitis. Deswegen habe ich am Samstag wieder angefangen, eine Prednisolonkur zu machen. Am Donnerstag war ich dann wieder in der Charité, diesmal bei den Nephrologen ein halbjährlicher Routinetermin. Die nächsten wollten Sie mir per Doctolib auf auf meinem 75. Geburtstag legen, aber nach meiner Beschwerde ist er jetzt am 3. August.
Das Bild oben zeigt ein Eichhörnchen in unserem Weihnachtsbaum. Wieso wir noch einen Weihnachtsbaum haben? Er ist gemietet und sollte eigentlich schon Anfang Januar abgeholt werden, Termine war vereinbart. Als sie dann immer wieder verschoben wurden, hat Hanna den Vermieter telefonisch kontaktiert. Er erklärte ihr dann, dass wegen des Frostes der Baum bei uns am besten aufgehoben wäre, weil die anderen in einer großen Halle ständen, da sie wegen des Frostes nicht eingepflanzt werden können. Das Eichhörnchen kommt nicht so raus, weil das Foto im Gegenlicht gemacht wurde, aber wenn das Licht auf das Eichhörnchen gefallen wäre, hätte es auch mich getroffen. Und dann wäre ich wahrscheinlich nicht zum Foto gekommen.
Heute ist Rosenmontag, und wir meinten alle Veranstaltungen und Sendung, die Karneval und Fasching betreffen. Ist nicht unser Ding. Trotzdem möchte ich anlässlich dieses Tages eine spezielle Landkarte teilen, die ein Bild von der Benennung eines saisonal Gebäcks gibt.












Heute kommt der Wochenbericht aus Gründen etwas später.

Die letzte Woche war bestimmt durch die Wetterlage. Berlin kämpft mit Glatteis. Ein Beispiel gab es in meinem letzten Wochen mit dem Video über Schlittschuhläufer auf Geh- und Fahrradwegen.
Hanna und ich lieben die Woche zu Hause, Hanna hatte dafür einen Termin am Dienstag abgesagt. Ich dagegen musste am Donnerstag raus, zu einem Arzttermin, den ich nicht verschieben konnte, denn ich brauchte Blutwerte für meine Koloskopie gestern. Wie man an den Fotos sieht, war ich dazu gut ausgerüstet und die Spikes unter den Schuhen sind durchaus zu empfehlen und auch die am Gehstock für die ihn brauchen. So wie auf Fußballschuhen mit Stollen in die Praxis, aber die wenigen Stellen vom Haus ins Taxi waren mit den Hilfsmitteln sehr gut zu überwinden.
Am Sonntag muss ich dann Vorbereitung der Darmspiegelung abführen, was jeweils eine unangenehme Prozedur ist. Die Untersuchung selber ergab ein komplett entzündeten Dickdarm und wir müssen sehen, was die weiteren Untersuchungen zum Beispiel die Biopsie ergeben.
Und noch mal zum glatteis: als es besonders schlimm war, dann der Berliner Senat, Salz freigegeben, besonders für die Gehwege. Und diese Erlaubnis wurde dann vom Berliner Verwaltungsgericht gekippt. Macht doch Sinn da Salz auf gefrorenes Eis nicht so wirksam, es hilft eher dabei, die Eisbildung zu verhindern.
Am Freitag hatte dann der notorische Flughafen Berlin-Brandenburg ein Eis ble, so dass keine Flüge starten oder landen konnten. Das brachte eine Ministerin aus Mecklenburg-Vorpommern in Schwierigkeiten wie dieser Artikel zeigt. Man sollte vorsichtig sein, was man auf Social Media postet.







Hanna hat ihr Abonnement für die Washington Post schon lange gekündigt










Eiszapfen an unserem Vogelhäuschen
Kalt war’s diese Woche. Aber ich konnte nicht umhin, meine vielen Arzttermine wahrzunehmen. Am Dienstag zum Blut abnehmen in Vorbereitung einer Koloskopie, am Mittwoch bei der Lungenärztin. Und am Freitag habe ich meinen ausgefallenen Zahnarzttermin nachgeholt. Und aufgrund davor schlechten Erfahrung hab ich diesmal zum ersten Mal für die 800 m ein Taxi genommen und zurück. Erfreulich wart ihr bei der Lungenärztin. Sie meint, dass ich vorerst keinen Termin mehr brauche und mich melden sollte falls esProbleme gibt.
Einen Eindruck von den Gehwegverhältnissen in Berlin bietet dieses kleine Video: https://youtu.be/ngCw3YxxMOg
Es gab noch einen sehr erfreulichen Termin: am Freitagabend haben wir uns mit meinen Hamburger Schulkameraden getroffen, zum großen Teil mit Begleitung. Wir waren im Marktlokal in Kreuzberg. Ab sieben Personen bietet das Restaurant ein Dreigängemenü für 55 € an. Dabei ist drei Gänge untertrieben, denn es gibt neben Brot und Oliven auch noch drei verschiedene Vorspeisen. Sehr lecker, obwohl ich im Hintergrund eine leichte Kritik zu den Kohlrouladen gehört habe, nämlich, dass sie zu süß sein. Aber alles in allem sehr empfehlenswert, das Essen vom schwedischen Koch ist teilweise wohl auf Schwedisch inspiriert. Und wenn man nicht sieben Personen voll bekommt, dann kann man à la carte essen.
Diese Woche haben wir auch noch eine schöne Serie mit schwarzem Humor gesehen: The Danish Woman in der ARTE Mediathek. Nils Minkmar schreibt dazu im Siebten Tag:
Aber in Wahrheit hänge ich am Gewaltmonopol des Staates, obwohl es, ich gestehe, Lebenslagen gibt, in denen man die Alternativen testen möchte. Das kennt eben auch Ditte Jensen und im Unterschied zu mir ist sie in der Praxis der effektiven Gewaltanwendung sehr virtuos. Also wendet sie ihre Erfahrung als Spezialkämpferin im Dienst der dänischen Krone in ihrer Nachbarschaft an, sie ist nach Island gezogen. Sehr schräge Komödie rund um Trine Dyrholm.
Eine ausführlichere Rezension findet ihr hier.

Heute ist der zweite digitale Unabhängigkeitstag. An diesem Tag wird dazu aufgerufen, sich nach und nach aus dem Zangengriff des amerikanischen Big Tech zu lösen. Dazu gibt es viele Initiativen, die man im Netz finden kann..Auch die Stiftung Warentest gibt Tipps zum Digitalen Unabhängigkeitstag. Darüber wird breit berichtet. Aber googelt selber (Digital Independence Day), am besten mit Ecosia, einem Browser aus Berlin. Am Begriff “googeln” sehen wir schon, dass wir von den USA abhängig sind.
Ich habe schon angefangen, aber es gibt noch viel zu tun.
Als erstes hab ich mich von Instagram, LinkedIn und Google verabschiedet und dort mein Konto gekündigt. Auch Amazon war nicht schwer, ich habe hier jahrelang Prime benutzt. Und weg ist es. Die Videos mit Werbung kann man eh vergessen. Und für kaufen gibt es gute Alternativen. Ich benutze meistens Otto. Und dort gar nichts finde dann geh ich vielleicht sogar zu Amazon, schau was angeboten wird. Und dann bestelle ich direkt bei den Anbietern.
Für WhatsApp gibt es gute Alternativen, wie man oben bei der Stiftung Warentest nachlesen kann. Ich Versuch schon die Leute zu überzeugen, aber das ist leider nicht so einfach. Vielleicht nehme ich den Tipp vom Spiegel wahr und bitte, Hanna auf WhatsApp zu bleiben und mich zu informieren, was dort abgeht und wechsel selber zu Signal, wo ich eh schon bin.
Auch mein Googlekonto hab ich gelöscht. Damit verzichte ich auf viel Datensammeln. Ein wenig lästig ist es, dass ich kein YouTube Verlauf mehr habe. YouTube gehört halt zu Google. Ich schau mir übrigens YouTube Videos meistens in einem anonymen Browserfenster an, um zu verhindern, dass meine Daten abgegriffen wird. Zusammen mit einem Adblocker vermeide ich auch den lästigen Anzeigen.
Was mir sicher erst mal schwer fällt, ist der Ausstieg aus dem Apple Universum. iCloud, Apple TV und die Hardware und Mailadresse benutze ich noch. Auch Netflix aufzugeben, könnte ich schwer fallen, weil Hanna liegt die Weihnachtsfilme und einige Serien dort.
Aber wenn man streamen will, hat man schon sehr gute Alternativen zum einen die Mediatheken von ARD und ARTE und das Streamingportal, wie neuerdings heißt, vom ZDF.
Einen kleinen Tipp habe ich noch, mindestens für Berlin, aber wohl auch für andere Städte. Ein digitaler Bibliotheksausweis kostet zehn Euro im Jahr. Dazu muss man noch nicht einmal in die Bibliothek gehen, das muss man nur, wenn man auch physisch Bücher ausleihen will, denn dann muss man den Ausweis vorlegen. Über die öffentliche Bibliothek hat man dann Zugriff auf das gesamtdigitale Angebot dazugehören medien, Filme und so weiter. Auch eingeschlossen ist der Zugang zu einem Videostreamingdienst, der viele Filme und teilweise auch Serien anbietet und zwar werbungsfrei. Einfach mal schauen,














Dubrovnik Anfang der Siebziger
Nach unserem ersten Besuch mit dem Zug waren wir noch einmal in Istanbul vor unserem Studium in London in 1972 und 1973. Und auch danach noch mehrmals.
Diese Reisen fanden allerdings nicht mit dem Zug, sondern bis auf eine Ausnahme mit dem Auto statt. Die eine Ausnahme war nach einem Besuch meinerseits in Italien. Ich hatte jemanden kennen gelernt während eines Sprachkurses in Tours. Und habe ihn dann in Italien besucht in seiner Studienstadt Rerugia und in Rom selbst. Kleine Nebenbemerkung: ich denke, er war schwul und stand auf mich. Aber damals war ich so naiv, dass ich darüber nicht nachgedacht habe. Jedenfalls war E. mittlerweile in Istanbul und ich wollte ihr von Rom aus folgen. Es gab einen Studententarif, den ich in Anspruch nahm, damals Anfang der Siebziger, so circa 260 DM. An den Flug erinnere ich mich noch ganz genau. Das Wetter war schön und ich hatte einen guten Blick aus dem Flugzeug auf die Adria und den angrenzenden Balkan. An die Ankunft in Istanbul erinnere ich mich genauso wenig wie an diesen speziellen Urlaub.
Danach waren wir noch ein paarmal in Istanbul. Diese Urlaube liefen relativ gleich ab: Hinfahrt mit dem Auto mit einer Dauer von ein bis zwei Wochen, Aufenthalt in Istanbul für 2-3 Wochen und eine Rückfahrt nach Hamburg innerhalb einer Woche.
Die Fahrten erfolgten zunächst mit dem VW Käfer, den ich von meinem Vater übernommen hatte. Und danach benutzten wir den Renault R5, den ich nach dem Tod ihres Vaters übernommen hatte*.
Auf der Hinfahrt versuchten wir immer den berüchtigten Autoput durch das damalige Jugoslawien zu vermeiden und auf der Fahrt möglichst viele Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Zu dem besuchten Orten und Gegenden zählten wien, Budapest, Dubrovnik, Split, Belgrad, Saloniki, Larissa und so.
Dabei gab es einige spezielle Erlebnisse. In Pristina im Kosovo habe ich mir den Auspuff des R5 an einer Bordsteinkante kaputt gefahren. Warum hatte der auch so komisch vor dem Hinterrad zu Seite aus ragen. Aber in der Gesellschaft dort war man improvisieren gewohnt und mein Auspuff wurde gut und günstig repariert.
Ein anderes Mal sind wir von Norden nach Griechenland gefahren und wollten auch die Chalkidiki erkunden. Und dazu wählten wir uns natürlich die damals am wenigsten erschlossene Halbinsel an, Sithonia. Also Nicht gepflasterte Schotterstraßen nicht so gut erschlossen und wir fuhren mit dem Käfer über Stock und Stein. Bei einer Flussdurchquerung passierte es dann: ein spitzer Stein durchbohrte den Unterboden. Und danach, obwohl ich mit Silikon versucht hatte, das auszubessern, musste ich bei jedem heftigen Regenguss immer das Wasser aus dem Fußraum ausschöpfen.
Einmal sind wir nach einem kürzlich erfolgten Putsch in die Türkei eingereist. Es war schon bisschen creepy, von circa 16-jährigen Soldaten mit vorgängerter Maschinenpistole an einem Kontrollpunkt angehalten zu werden und mit der Mündung der Waffe vor dem Gesicht nach unserem Grund für die Reise befragt zu werden. Bei der Ausreise hatten sie dann Langeweile und wollten uns gründlich durchsuchen nach Drogen. Als sie keine fanden gaben sie dann auf. Wir hatten aber so gründlich am Wagen gearbeitet, dass uns ein paar Kilometer nach der Grenze der Gaszug riss.
Einige Erlebnisse und Eindrücke werden so sicher nicht wiederkehren. Die Küste zwischen Antalya und Alanya haben wir gesehen als einzigen Sandstrand ohne ein Hotel. Oder Dubrovnik würde heute sicher nicht so menschenleer sehen wie auf dem Bild oben, mitten am Tag.
* Ich bin kein Autofreak und habe fast mein ganzes Leben lang nur abgelegte Autos gefahren. Nur meine letzten Autos waren geleaste neue Kleinwagen. Vielleicht sollte ich das einmal in einem Extrapost schildern.
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Dieses wunderschöne Lied hat Axel in seinem ersten Video vom Kanadabesuch untergelegt, allerdings von einer anderen Sängerin. Aber, es ist…